Wenn ich eine Serie nennen müsste, die mein Jahr 2010 bestimmt hat, dann wäre es sicher Alias, denn mit keiner anderen Serie habe ich so viel Zeit verbracht und auch Spaß gehabt wie mit dem Agententhriller von J. J. Abrams. Doch irgendwann muss jede Serie einmal enden und so findet die Geschichte um Sydney Bristow nach der fünften Staffel ihren Abschluss. Ob der gelungen ist, will ich euch im folgenden Beitrag sagen. Spoiler zum Plot der vorigen Staffeln sind nicht ganz zu vermeiden.
Die fünfte Staffel setzt zeitlich direkt nach der vierten ein, als Vaughn und Sydney auf dem Weg sind, um ihre Hochzeit zu feiern, und Vaughn ihr eröffnet, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt und ihre gemeinsame Geschichte kein Zufall sei. Doch bevor Vaughn alles erzählen kann, werden die beiden in einen Autounfall verwickelt. Fortan müssen Sydney und die APO ohne Vaughn auskommen und haben dabei mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Denn die Regierung wird von einer kriminellen Organisation namens Prophet Five unterwandert, sodass alle Operationen inoffiziell geplant und durchgeführt werden müssen. Hinzu kommt, dass Sydney schwanger ist und mit dieser neuen Situation auch erst einmal klar kommen muss. Ihre Schwester Nadia liegt nach der Vereitelung der Pläne von Elena im Koma, da sie mit dem Rambaldi-Virus infiziert ist. Sloane versucht mit allen Mitteln, an ein Gegenmittel zu kommen und schreckt dabei nicht einmal davor zurück, mit dem Gegner zusammenzuarbeiten und die eigenen Operationen zu behindern und zu gefährden…
Der Beginn der finalen Staffel ist schon ziemlich überraschend, weil man mit solch einem radikalen Schritt als Zuschauer wohl (wieder einmal) nicht gerechnet hat. Doch passt alles sehr gut ins Serienuniversum und da sich die staffelübergreifende Handlung recht schnell und spannend entfaltet, freundet man sich schnell mit den neuen Umständen an, wobei Sydneys Schwangerschaft doch ein bisschen zu viel des Guten ist, da sie dennoch weiterhin voll arbeitet und dementsprechend ihr Kind während eines Einsatzes bekommt. Hier wird der Bogen doch etwas zu sehr überspannt, ansonsten bekommt man genau das zu sehen, was man an Alias zu schätzen weiß.
Sehr schön ist es dann auch, dass alle wichtigen Figuren wenigstens noch einen Auftritt haben und nicht einfach spurlos verschwunden sind. Dass sich der gesamte Cast sehr mit seinen Rollen identifiziert hat und mit Spaß an der Sache ist, bemerkt man hier ganz deutlich. Aber die schauspielerischen Leistungen waren ja während der ganzen Serie nie ein Problem und so ist es auch in der fünften Staffel. Einzelne herauszuheben wäre an dieser Stelle nicht fair, jeder macht seinen Job toll und ist mit dem Verlauf der Serie auch gewachsen. Gleiches gilt für die Figuren, die eine stetige Entwicklung mitgemacht haben, was einem in der Rückschau besonders auffällt.
Zum Ende der Serie lässt sich eigentlich nicht allzu viel sagen. Es ist stimmig, abgeschlossen und fühlt sich richtig an, ohne jedoch wirklich besonders zu sein und einen vom Hocker zu hauen. Musste aber auch nicht sein.
Fazit: Alias hält auch mit der fünften Staffel das hohe Niveau und bietet einen runden Abschluss einer wirklich tollen und sehenswerten Serie. Wer bis zur vierten Staffel gekommen ist und sich unterhalten gefühlt hat, der wird sicher auch an der fünften Staffel seine Freude haben. Mir jedenfalls wird die Serie ganz sicher gut im Gedächtnis bleiben.
Meine Wertung: 8/10
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Alias in der IMDB
Review von bullion
Filmriss: Alias (Season One)
Filmriss: Alias (Season Two)
Filmriss: Alias (Season Three)
Filmriss: Alias (Season Four)
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Sydney und der Rest des Einsatzteams bilden eine neue, geheime Unterabteilung der CIA, die sogenannte APO (Authorized Personnel Only). Diese wird von niemand geringerem geleitet als Arvin Sloane, den man aufgrund seiner guten Kontakte für diese Position ausgewählt hat. Sydney, Dixon und die anderen sind von dieser Idee natürlich alles andere als überzeugt, beschließen aber, die Nähe zu Sloane dazu zu nutzen, um ihn im Auge zu behalten. Neu zum Team stößt auch Sydneys Schwester Nadia hinzu, deren Vergangenheit einen Großteil der Geschichte der Staffel ausmacht. Während das Team wieder gefährliche Einsätze in aller Welt durchführt und Sydney ihre Beziehung zu Vaughn intensiviert, bekommt auch die Prophezeiung von Rambaldi wieder Aktualität und wirft einige Fragen auf…

