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Blogeinträge, die niemand lesen will

Jeder, der viele Feeds abonniert hat, wird früher oder später sicherlich auch Beiträge vorgesetzt bekommen, die ihn überhaupt nicht interessieren. Das ist ganz normal und auch nicht überhaupt nicht schlimm, schließlich kann einen ja auch nicht alles interessieren, aber andere haben vielleicht umso mehr Interesse an jenem Beitrag. Allerdings gibt es auch bestimmte Beiträge, die kann beim besten Willen niemand lesen wollen. Drei (zugegebenermaßen übertriebene) Beispiele habe ich für euch zusammengestellt:

1. Meine Tweets von gestern (automatisierte Twitter-Posts)

  • Guten Morgen zusammen! Die Sonne scheint. Erstmal Frühstück.
  • So, was mach ich denn jetzt mal? Jemand ne Idee?
  • @Schatzihasi: Ja, ich vermiss dich auch! :-( </3
  • Boah, die Merkel heute wieder… unausstehlich! #FAIL
  • RT @piraten: Wir haben wieder einen Euro Spendengeld mehr bekommen!
  • Immer diese Spamfollower!!!11elf
  • Neuer Blogpost: Tweets von vorgestern – http://bit.ly/d00f
  • Ich bin soooooo müde… erstmal Kaffee!
  • Oh, ich muss noch einkaufen gehen. Und zum Friseur.
  • @Schatzihasi: Machen wir heute Nacht wieder geil Rollenspiel?
  • SCHEISSE! Der letzte Tweet sollte ne DM sein!!!
  • Ich hab Kopfschmerzen, ich werd wohl krank…
  • Leute, ich geh ins Bett, gN8!

2. Alles Scheiße, also alles wie immer! (Jammer-Posts)

Ich könnte so kotzen, schreien, brüllen! Oder noch besser: jemanden töten! Mir gehts richtig dreckig. Gebt mir euer Mitleid und am besten zieht ihr mir noch aus der Nase, warum es mir so schlecht geht, von allein erzähl ich euch nämlich nix, wäre doch viel zu einfach!

3. Ich weiß auch nicht… (Alibi-Posts)

Irgendwie weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll. Ich habe keine Idee und fühle mich total leer. Habe aber auch voll das schlechte Gewissen, weil hier nichts passiert. Deswegen dachte ich, dass ich mich einfach mal so melde. Gibt zwar nichts zu sagen, aber ich lebe noch. Das ist doch immerhin was. Das wars auch schon. Hmm, wenn das so weiter geht, muss ich mir was überlegen. Ach, vielleicht lösch ich mein Blog einfach.

Und? Lest ihr sowas gerne?

Ich habe die Liste mal bewusst kurz gehalten und nur Beiträge erstellt, bei denen ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass sie – wenn überhaupt – nur ganz wenige Leute wirklich interessieren und von wenigen gern gelesen werden. Oder seht ihr das anders? Wenn ja, sagts mir. Und erzählt mir doch mal, was für Arten von Beiträgen ihr persönlich überhaupt nicht gerne lest. Ich bin gespannt!

Konna empfiehlt: Projekt Hörsturz auf freeqnet

Im Moment schießen ja wieder Projekte und Blogparaden aus dem Boden, das ist schier unglaublich. Und für jeden ist etwas dabei. Klasse, wie vielfältig und ideenreich die Blogosphäre ist! Auch bei mir gibt es ja zur Zeit vermehrt Beiträge zu Projekten und Aktionen, ich hoffe dass euch das nicht zu langweilig wird. Ich habe auch noch ein paar Ideen in der Entwicklung, die ich aber erst einmal unter Verschluss halte. Lasst euch überraschen. ;)

Nun möchte ich aber ein neues Projekt von beetFreeQ empfehlen, an dem ich mich selbst auch beteiligen möchte. Es trägt den namen “Projekt Hörsturz” und dreht sich, wie man schon vermuten kann, um Musik. Ich erkläre es einfach mal mit den Worten des Erfinders:

“Das Projekt Hörsturz soll eine interessante Möglichkeit sein, neue Musik kennenzulernen und auch mal abseits seines Lieblingsgenres zu hören. Dazu werden in jeder Runde ein paar Songs vorgeschlagen, die jeder Teilnehmer dann anhört und in einem eigenen Blogbeitrag bewertet.”

Eine Runde findet alle zwei Wochen statt, man kann jederzeit ein- und aussteigen oder einzelne Runden auslassen, wenn man möchte. Die Songs werden von den Teilnehmern vorgeschlagen und es gibt dann auf freeqnet immer eine Auswertung der Runde.

Für mich klingt das alles sehr vielversprechend, weshalb ich mich kurzerhand entschlossen habe, auch einfach mitzumachen, wenn vielleicht auch nicht jede Woche. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch ebenfalls Lust, mitzumachen. Ich denke mal je mehr mitmachen, desto besser und lustiger wird es. Also gebt euch einen Ruck und macht mit. :)

NEU: Gedankendeponie vs. Her-Life

Wer mich und mein Blog schon länger kennt, der weiß, dass ich kein Eigenbrötler bin und gerne Aktionen starte und mich an welchen beteilige. Auch bin ich jemand, der Wettkämpfe mag und dessen Ehrgeiz so groß ist, dass er immer gewinnen möchte. Aus diesem Grunde habe ich mich mit Nadine von Her-Life.com zusammengetan und sie zum Duell gefordert. Ihr Blog gegen meines, meine Leser gegen ihre Leser. Gedankendeponie vs. Her-Life. Und ihr alle seid Zuschauer und manchmal sogar diejenigen, die über Sieg und Niederlage entscheiden werden.

Gedankendeponie vs. Her-Life.com Weblog

Die Idee

Die Grundidee des Wettkampfes ist ganz einfach, sie funktioniert ähnlich wie das Konzept der TV-Show “Elton vs. Simon”. Nadine und ich einigen uns auf einen Wettkampf, der eine Woche lang dauert. Am Ende der Woche wird dann ermittelt, wer den bestrittenen Wettkampf gewonnen hat. Der Sieger bekommt einen Punkt aufs Scoreboard, dem Verlierer bleibt nur die Schande der Niederage.

Ein Beispiel

Werden wir mal konkret. So könnte ein Wettkampf ablaufen: Es startet ein Wettkampf mit dem Namen “Der interessantere Beitrag”, dessen Aufgabe lautet, dass sowohl Nadine als auch ich einen Beitrag zu einem vorgegebenen Thema schreiben müssen. Sieger ist, wer mehr Leser zu einem Kommentar bringen kann. Um Spam zu vermeiden, würde jeder Kommentator nur einmal gezählt werden, es entscheidet also nicht die reine Kommentarzahl. Eine Woche bleibt dann Zeit, auf Kommentare zu warten, die Werbetrommel zu rühren und zu hoffen, dass sich unsere Leser für uns einsetzen. Am Ende kann nämlich nur einer gewinnen.

Wettkampfvorschläge

Nadine und ich haben uns schon ein paar Wettkämpfe ausgedacht, die wir durchführen könnten, allerdings heißt das nicht, dass wir uns nicht über Ideen unserer kreativen Leser freuen würden. Wenn euch also ein interessanter Wettkampf einfällt, scheut euch nicht ihn uns vorzuschlagen. Ihr tragt damit zum Spaß aller beteiligten bei.

Ihr könnt dafür entweder hier oder bei Nadine einen Kommentar hinterlassen oder uns eine Mail schreiben (konstantin.eggert[at]gmail.com oder kontakt[at]her-life.com)

Wann geht’s los?

Los geht es sobald wir einige Vorschläge gesammelt haben. Diese kommen dann in eine Box und dann wird gelost welches der erste Wettkampf sein wird.

Die Regeln

Die Regeln werden je nach Wettkampf unterschiedlich sein und hauptsächlich zwischen Nadine und mir ausgehandelt. Wir werden euch dann natürlich darüber informieren und ihr könnt dann gerne weitere Ideen/Regeln anmerken.

Soweit alles klar? Na dann schickt uns eure Vorschläge!

Konna im TV

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

heute gibt es keinen speziellen Beitrag von mir, sondern nur den Hinweis darauf, dass ich erneut zu Gast beim Unwort war. Im Zuge des zweijährigen Bestehens von “Das Unwort – Unseriöse, unerhört unpolitische Ungereimtheiten” wurde ich von Basti eingeladen, an einer ganz speziellen Jubiläumssendung teilzunehmen, in der wir auf die 10 unvergesslichsten Blogeinträge auf dem Unwort zu sprechen kommen. In einem lockeren Gespräch, ähnlich den Chartshows im Fernsehen (aber natürlich mit viel mehr Niveau!), sprechen wir über Artikel, die besonders erinnerungswürdig sind.

Falls jemand Das Unwort noch nicht kennen sollte oder noch nicht lange kennt, so ist das die perfekte Gelegenheit, sich ein Bild zu verschaffen. Es lohnt sich, denn es handelt sich um ein Blog, das bisher jedem gefallen hat, der es gelesen hat – zumindest meinem Erkenntnisstand nach. Natürlich ist die Sondersendung aber auch für alle anderen interessant, gibt es doch auch ein paar Hintergründe, einen wie immer gut aufgelegten Basti und einen peinlichen Konna in bewegten Bildern zu sehen.

Wüste Beschimpfungen und vernichtende Kritik können drüben beim Unwort abgegeben werden, während ich hier Huldigungen entgegennehme. Wenns sein muss auch gerne anders herum oder gerne auch bei beiden beides. :)

Hier entlang geht es zum Video-Beitrag bei Basti. Ich habe die Videos aber bei mir auch noch einmal eingebunden und wünsche viel Vergnügen.

Altpapier – Alte Artikel erneut angesehen

Vor kurzem fragte ich mich hier auf meinem Blog, wie man es geschickt schaffen könnte, einige seiner alten Beiträge neuen Lesern nahelegen könnte. In den Kommentaren kamen zahlreiche Vorschläge und Sascha von gesichtet.net erklärte, dass er schon länger mit dem Gedanken einer kleinen Aktion spiele, bei der man alte Beiträge noch einmal in den Vordergrund rücken kann. Diese Aktion hat er nun gestartet und mit dem Titel “Never Forget” versehen. Ich war sofort sehr angetan von der Idee und deshalb beteilige ich mich natürlich liebendgern an der Aktion, allerdings mit einem anderen Namen, falls ich noch weitere Beiträge dieser Kategorie veröffentlichen möchte.

Bei mittlerweile 1075 Beiträgen ist die Entscheidung schwierig, sich auf wenige Artikel zu beschränken und auszumachen, welche wirklich die besten sind, die es wirklich wert sind, noch einmal hervorgeholt zu werden. Versuchen will ich es trotzdem einmal, beschränke mich aber auf ein paar wenige Beiträge, damit die Beiträge dann vielleicht auch wirklich etwas Beachtung finden. Die Beiträge dürfen natürlich auch kommentiert werden.

1. De amore – Über die Liebe (11.03.2007 – bisher 0 Kommentare)

Das war damals der persönlichste Beitrag auf meinem Blog und ich vermute, dass er das auch heute noch ist. Jedenfalls fällt mir spontan kein Beitrag ein, der mehr über meine Ansichten über dieses “emotionalste Thema überhaupt” verrät. Der Beitrag enthält einerseits ein nicht sehr schönes, persönliches Erlebnis und erklärt andererseits meine Einstellung zur Liebe, die sich bis heute allerhöchstens minimal verändert hat.

2. Jeder hat so seine Macken… oder? (05.10.2007 – bisher 7 Kommentare)

Eigentlich ein recht lustiger Beitrag, der relativ stark auf das Mitmachen der Leser setzte. Ich habe meine Macken aufgezählt und rief dazu auf, in den Kommentaren die eigenen Macken zu nennen. Meine Macken von damals sind mir jedenfalls immer noch eigen, inzwischen könnte ich vielleicht sogar noch ein paar hinzufügen. Jedenfalls könnte man die Kommentare noch sehr gut weiterführen. Nennt mir doch einfach mal ein paar eurer Macken! :)

3. Das Leben als Spiel (18.12.2007 – bisher 3 Kommentare)

In diesem Beitrag beschäftigte ich mich mit der Frage, ob ich mein bisheriges Leben noch einmal genauso leben würde wie jetzt, wenn ich etwas ändern könnte. Wie schön wäre es doch, wenn man wie in einem Computerspiel die Möglichkeit hätte, einen “Spielstand” anzulegen und jederzeit wieder zu diesem zurückkehren zu können?

Ich denke bei diesen 3 Beiträgen sollte ich es erst einmal belassen. Allerdings möchte ich noch alle aktuellen und neu hinzugekommenen Leser darauf hinweisen, dass ich schon zwei mal drüben beim Unwort zu Gast in einem Videocast war. Wer mich also mal in bewegten Bildern sehen möchte und nebenbei auch etwas zu lachen haben will, der sollte sich die Zeit nehmen und sich mal den Videocast #18 und den Videocast #21 anzuschauen und vor Ort einen Kommentar zu hinterlassen. Denn je größer das Feedback, desto größer die Chance einer Wiederholung. ;)

Und wie schaffe ich es jetzt, dass nicht nur die verlinkten Beiträge kommentiert werden, sondern auch dieser? Ach, ich weiß: Wie gefällt euch so eine kleine Vor- und Zusammenstellung alter Beiträge? Sollte das immer mal wieder kommen oder eine einmalige Sache bleiben, weil euch der alte Kram gar nicht interessiert? Haut mir eure Meinung um die Ohren. :D

Ein Blog und seine Leserschaft im Wandel der Zeit (3)

- Teil 1 & Teil 2 der Serie -

Nachdem ich festgestellt habe, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil meiner aktuellen Leser noch nicht so lang mit von der Partie ist, bin ich doch noch weiter ins Grübeln gekommen. Wie wäre es gewesen, wenn diese Leser schon früher dagewesen wären? Ich erinner mich noch daran, dass früher oft Beiträge, die ich persönlich ganz besonders mochte, am wenigsten beachtet worden sind. Beiträge mit aufwändigeren Recherchen, Beiträge, die eine verhältnismäßig aufwändige Illustration hatten, Beiträge, die über mich deutlich mehr verrieten als die mittlerweile regelmäßigen Filmreviews, Mixtapes und Tipps-Beiträge.

Wer von den aktuellen Lesern erinnert sich wohl noch an meinen “Gedankenmüll zum Wochenende”, bei dem ich mich mit Themen wie Religion, Freundschaft oder Gleichgültigkeit befasst habe? Das sind Beiträge, die nichts oder so gut wie nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben. Auch zahlreiche andere Beiträge, die ich mit meiner Meinung oder mit nachdenklichem Inhalt bestückt habe, liegen teils so weit in der Vergangenheit, dass viele der heutigen Leser sie nicht kennen werden.

Aber es ist auch ganz normal: Kaum ein neuer Leser wird sich die Mühe machen, ein neu entdecktes Blog von vorn bis hinten durchzulesen, zumal vieles ja auch wirklich gar nicht mehr aktuell ist. Niemand würde auf die Idee kommen, möglicherweise schon längst nicht mehr gültige Beiträge wieder nach vorn zu holen. Dass manchmal doch ein neuer Kommentar auf einen alten Artikel kommt, ist eigentlich die Ausnahme. So wie bei mir ein Beitrag zum vorhergesagten Weltuntergang am 21.12.2012. Geschrieben wurde der im Mai 2007, aber es waren nie so viele Leute drauf wie in den letzten Monaten. Allerdings sind diese Besucher und Kommentatoren meist nur Eintagsfliegen.

Wie könnte man es also schaffen, die “neuen” Leser an die alten Artikel heranzuführen? Sofern man das denn überhaupt will. Zumindest punktuell steuern lässt sich das über eine Best-Of-Seite, die ich schon einmal ankündigte und inzwischen auch unauffällig als About-Unterseite eingebaut habe. Ganz unnütz ist sie jedenfalls nicht, auf meinen Erklärungsbeitrag, wie man eine DVD auf den PC bekommt, kam zum Beispiel über diese Seite.

Eine weitere Möglichkeit wäre rein theoretisch, alte Artikel neu aufzulegen bzw. erneut zu veröffentlichen. Während ich letzteres höchst bedenklich finde – wenn man nur noch Altes wiederverwertet, sollte man lieber Schluss machen – bietet ersteres, wenn man es richtig anstellt, möglicherweise doch ganz gute Chancen. Man kann aufschreiben, was sich verändert hat, Dinge ergänzen, vielleicht einen Umstand anführen, der einen dazu gebracht hat, erneut über ein Thema nachzudenken. Und mit einem Link auf den alten Artikel schauen vielleicht auch dort noch einmal ein paar Menschen vorbei.

Ich muss gestehen, dass ich mir meine alten Beiträge sehr gern ansehe. Oft lese ich, wie sich viele für das schämen, was sie damals geschrieben haben. Klar, es gibt auch für mich so manche Beiträge, auf die ich nicht unbedingt stolz bin, aber sehr viele Beiträge und vor allem alte Kommentare schaffen es, bei mir einen kleinen Moment der Nostalgie auszulösen. Denn genau dort kann man nachvollziehen, wie und warum so manche Bloggerfreundschaften entstanden sind. Und auch warum einige wieder geendet haben.

Ein Blog und seine Leserschaft im Wandel der Zeit (2)

- Fortsetzung zu diesem Artikel -

Seit ich blogge habe ich schon immer versucht, zu allen meinen Lesern und Kommentatoren auch irgendwie ein persönliches Verhältnis aufzubauen. Einerseits dadurch, dass ich in meinen Beiträgen immer versuche auch eine persönliche Stellungnahme oder eigene Gedanken unterzubringen, andererseits, indem ich nach meinen Möglichkeiten auf alle Kommentare, die bei mir hinterlassen werden, individuell eingehe und sie beantworte. Ich will jedem Leser und Kommentatoren zeigen, dass er hier willkommen ist.

So eine persönliche Auseinandersetzung mit den Lesern finde ich sehr wichtig und ich bin davon überzeugt, dass genau deswegen viele von euch immer wieder hier vorbeischauen. Genauso wichtig ist es mir auch, so viel wie möglich auf anderen Blogs zu kommentieren. Das gestaltet sich zunehmend schwierig, denn wie man auch im “realen Leben” nur schwerlich viele Freunde gleichzeitig auf gerechte Weise unter einen Hut bringen kann, so sieht es auch bei “Blogfreunden” so aus. Und das ist ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Wenn man sich schon eine Zeit lang kennt bzw. liest, dann wird so eine Bekanntschaft schnell selbstverständlich und dann werden neue Bekanntschaften auch mal interessanter, es gilt, neue Blogs zu entdecken, neue Leserkreise zu gewinnen, neue Blogfreundschaften zu schließen. Und wie das so ist: Darunter leiden nicht zuletzt auch alte Bekanntschaften. Aus Zeitmangel überfliegt man den einen oder anderen Beitrag einfach nur und spart sich den Kommentar – wird schon nicht so schlimm sein, man kennt sich ja. Manchmal ist das schon der Anfang vom Ende, vor allem wenn ganz menschliche Eigenschaften wie Eifersucht oder Trotz hinzukommen. Aber auch ohne die kann es sein, dass man sich einfach “auseinanderlebt”.

In meiner Blogroll ist eigentlich kein einziges Blog vertreten, das gänzlich ohne persönlichen Einschlag geführt wird, viele davon sind sogar fast ausschließlich persönlich. Es fällt mir so viel leichter, einen Bezug zu jedem einzelnen dieser Blogger herzustellen und ich würde ohne Ausnahme jeden davon auch liebend gern auch ganz real und persönlich treffen wollen und denke, dass ich mich mit den meisten gut verstehen würde. Manche habe ich sogar schon getroffen, aber umso trauriger ist es dann, wenn man sich dennoch aus den Augen verliert – aber dazu gehören immer zwei und bei allen Verlusten früherer Leser und Kommentatoren nehme ich mich nie von der Schuld aus.

Es ist unvermeidlich, dass Menschen, die auf irgendeine Weise in unser Leben getreten sind, ob real oder im Internet, auch wieder aus unserem Blickfeld verschwinden. Manchmal können wir nichts dagegen machen. Aber oft haben wir es auch selbst in der Hand, es erfordert nur eine gewisse Menge an Fleiß, Geduld und der Fähigkeit, Zugeständnisse machen zu können. Menschen leben in erster Linie für sich selbst und nicht für andere, Freundschaften kann man nicht erzwingen. Aber wenn man einem Menschen das Gefühl gibt, dass er für einen wichtig ist, einem etwas bedeutet, ihm zeigt, dass man sich mit ihm beschäftigt und sich mit seinen Gedanken und Meinungen auseinandersetzt, so wird er gerne wieder zu dir zurückkommen. Oder zumindest ein Freund bleiben, auch wenn man mal länger nichts voneinander hört.

Wenn ich also einen Rat geben sollte, wie man vermeidet, dass man Leser und Kommentatoren verliert, dann würde ich nur sagen: Nehmt euch Zeit für sie. Denn Zeit ist das größte und wertvollste Geschenk, was man einem Menschen machen kann, egal ob es um echte Freundschaften geht oder um die Leserschaft eines Blogs.