Tag Archiv für CD-Check

CD-Check: Pavla Mikulasova – Mirror

Pavla Mikulasova - Mirror

Tracks: 12
Gesamtspieldauer: 49:53
Releasedatum: 01.12.2012
Genre: Alternative / Singer/Songwriter
Homepage: www.pavlamikulasova.com
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»Mirror« nennt sich das Debut der tschechischen Sängerin und Pianistin Pavla Mikulasova. Und der Name ist Programm, bringt die Künstlerin darauf doch ihre eigene Persönlichkeit voll und ganz zum Ausdruck.

Das dominierende Instrument auf »Mirror« ist das Piano – was angesichts von Pavla Mikulasovas Geschichte nicht verwundert, hat sie doch schon mit 5 Jahren ein solches von ihren Eltern geschenkt bekommen. Auch der erste Track, »Anonymous Day« startet mit sanften Pianoklängen, zu denen sich alsbald die klare und angenehme, aber auch zerbrechlich wirkende Stimme Pavla Mikulasovas gesellt. Ein sehr verträumter Einstieg in ein Album, das eine ganz eigene Welt zu kreieren scheint. Denn in genau dieser ruhigen Stimmung geht es auch in »Black Out« weiter, ohne dass es eintönig wird. Der Song weist eine interessante und abwechslungsreiche Struktur auf, mit schnellen und langsamen, lauteren und leisen Passagen. Das passt wohl auch zum Leben der Künstlerin, das von diversen Aufs und Abs geprägt gewesen ist.

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CD-Check: AndiOliPhilipp – Schere EP

AndiOliPhilipp - Schere EP

Tracks: 4
Gesamtspieldauer: 12:50
Releasedatum: 26.10.2012
Genre: Rock / Deutschpunk
Homepage: www.andioliphilipp.de
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»Schere« ist die erste von drei aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen der Pop-Punkrocker AndiOliPhilipp, mit drei neuen Songs. Im Frühjahr und Herbst nächsten Jahres folgen dann noch »Stein« und »Papier«.

Die EP startet mit dem Track »Vor ein paar Jahren«, einem augenzwinkernden Rückblick auf frühere Zeiten. Zu diesem Track haben AOP auch ein Video gedreht, das sie mit einigen Fans aufgenommen haben, komplett mit Apples Photo Booth. Der Song an sich ist ein straighter, aber recht unspektakulärer und harmloser Pop-Punksong. Besser macht es da der zweite Song »Ich lieb’ Dich nicht mehr«, der deutlich rotziger, dreckiger und erwachsener daher kommt. Mehr davon, bitte!

Der dritte neue Song ist »Wo sind die Akkorde«, ein kurzer Track über eine Blockade beim Songwriting. Nicht sehr innovativ, nicht besonders, aber geradlinig und mit einer Prise »Feel Good«-Atmosphäre. Zum Schluss gibt es noch den »Ibiza to Dubstephausen Remix by Sischke« von »Ich lieb’ Dich nicht mehr« – eine nette Dreingabe, der Remix geht recht behutsam mit dem Song um und fügt ein paar Dubstepelemente ein, die sich recht gut machen. Für eine EP mit 4 Tracks ist eine Laufzeit von fast 13 Minuten ganz ordentlich. Weiterlesen

CD-Check: Joachim Witt – DOM

Joachim Witt - DOM

Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 51:15
Releasedatum: 28.09.2012
Genre: Electro Pop
Homepage: www.joachimwitt.de
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Der goldene Reiter ist zurück. Sechs Jahre nach seinem letzten Album führt Joachim Witt mit »DOM« sein Lebenswerk weiter.

»DOM« startet mit dem auch als Single ausgekoppelten »Gloria«, einer herzerweichenden Ballade. Ungewöhnlich für einen Einstieg, aber äußerst effektvoll. Es ist nichts mehr von der rauen Härte vergangener NDH-Zeiten zu hören – an deren Stelle treten sanfte Streicher und leichte Elektronik -, stattdessen liefert Witt einen stimmungsvollen Popsong mit Tiefgang, wie man sie selten zu hören bekommt. Tiefgang ist auch das Stichwort, dass »DOM« wohl am besten beschreibt.

Sehr viel Autobiografisches hat Witt, der eine Laufbahn mit vielen Höhen und auch vielen Tiefen hinter sich hat, in dieses Album einfließen lassen, ohne jedoch den Hörer zu vergessen und diesem die Möglichkeit zu geben, die Inhalte und ihre wiederkehrenden Themen für sich selbst zu beanspruchen. So auch »Jetzt Geh«, das sehr von dieser würdevollen Stimmung lebt, die schon vorher hergestellt wurde. Das wird nicht langweilig, besitzt der Song doch eine schöne Dynamik mit den Pianoklängen zu Beginn, den perfekt einsetzenden Trommlern und den traumhaften Streichern.

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CD-Check: The Daughters Of Bristol – The Ave

The Daughters Of Bristol - The Ave

Tracks: 10
Gesamtspieldauer: 39:12
Releasedatum: 05.10.2012
Genre: Gothic Rock
Homepage: www.thedaughtersofbristol.com
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Die »kleinen Brüder der Sisters Of Mercy« werden The Daughters Of Bristol auch genannt. Zum Glück ist die Musik nicht so kompliziert gestrickt wie die Familien- und Geschlechterverhältnisse der beiden Bands.

Vorbilder zu haben ist ja schön und gut, aber den Einfluss so weit reichen zu lassen, dass man gar keine eigene Identität aufbaut, sollte man tunlichst vermeiden. Das gelingt den Daughters Of Bristol mit ihrem im Oktober erscheinenden Album »The Ave« leider nur bedingt.

Das lange instrumentale Intro des ersten Tracks »Monotone City« bereitet den Hörer auf das vor, was ihn in der folgenden Zeit erwartet: Eine melancholische Grundstimmung, eher dem klassischen Gothic Rock der 80er und 90er nachempfundenen Klang und eine tiefe Gesangsstimme. Der Einstieg macht Lust auf mehr, Songstruktur und -dramatik stimmen hier schon mal. Da kann »Labour Under Love« nicht ganz mithalten, trotz schön kontrastierender Zweitstimme. Gitarre und Bass sind einfach viel zu blass. Das zieht sich fast durch das ganze Album. Natürlich ist das dem traditionellen Stil geschuldet, aber sich zu stoisch daran zu halten wirkt doch etwas aufgesetzt und verbrennt einiges an Potenzial und so bleibt auch der Titeltrack »The Ave« nur durchschnittlich.

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CD-Check: Nova-Spes – Leben Ist Krieg

Nova-Spes - Leben Ist Krieg

Tracks: 14
Gesamtspieldauer: 55:46
Releasedatum: 07.09.2012
Genre: Synthpop / Electro
Homepage: www.nova-spes.com
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Dieses Album zu rezensieren ist Krieg!

Die Welt ist schlecht, das ist ja hinlänglich bekannt. Wie schlecht, ist vielen gar nicht bewusst, aber zum Glück gibt es Nova-Spes, die uns mit ihrem neuen Album »Leben Ist Krieg» ein bisschen schlauer machen wollen.

Musikalisch ist Nova-Spes in der Electro- und Synthpop-Sparte einzuordnen, bleibt aber im Vergleich mit vielen anderen Genrevertretern noch etwas minimalistischer, der Fokus liegt klar auf den Texten, die mit einem rhythmischen und tanzbaren Beat hinterlegt werden. Dazu kommen hin und wieder eingespielte Sprachsamples.

»Leben Ist Krieg« soll kein Konzeptalbum sein, beinhaltet aber viele aktuelle gesellschaftlich relevantee Themen und setzt sich kritisch mit ihnen auseinander. Sänger Matthias Hübner sagt: »Wir bewegen uns in einer für uns mittlerweile recht unwirklich erscheinenden Welt, in der wir nicht nur Gast sind, sondern auch Kämpfer. Wir kämpfen jeden Tag. Nicht ums Überleben, wie es vielleicht am Anfang der Menschheitsgeschichte der Fall war. Nein, wir kämpfen heute um die Art und Weise, zu leben.« Diese Erklärung des Albumtitels zieht sich wie ein roter Faden durch die Tracks. Ob man dieser Ansicht folgen möchte oder nicht, muss jeder selbst entscheiden, die These ist zumindest anfechtbar. Auch Inhalte der Songtexte sind mehr als nur streitbar, wenn zum Beispiel vom Tumor Mensch gesprochen wird, ist das einfach nur billige Provokation.

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CD-Check: The Breath Of Life – Whispering Fields

The Breath Of Life – Whispering Fields

Tracks: 13
Gesamtspieldauer: 55:04
Releasedatum: 07.09.2012
Genre: Dark Wave
Homepage: www.the-breath-of-life.com
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»Whispering Fields« könnte auch der Name einer Hanfplantage sein. Es ist aber der Titel des achten Albums von The Breath Of Life.

Das die belgische Formation schon eine 25-jährige Bandgeschichte vorzuweisen hat, ist beachtlich, hört man ihr aber schon mit dem ersten Track, »Shadows In The Sky«, an. Der Dark-Wave-Stil, den The Breath Of Life pflegen, klingt sehr altbacken. Dementsprechend ist wahrscheinlich auch die Zielgruppe anzusetzen.

Klar im Vordergrund der Songs steht die Stimme von Sängerin Isabelle Dekeyser, die durch Klangfarbe und Volumen besticht, jedoch eine teils abenteuerliche englische Aussprache hervorbringt. Dazu kommen Gitarre, Bass, Keyboard, zum Teil Violine und als Neuigkeit in der Band ein realer Drummer. Diesen Part hat Marc Haerden übernommen.

»Whispering Fields« krankt ein bisschen daran, dass sich fast alle Songs viel zu ähnlich anhören und auch in sich wenig abwechslungsreich sind. Eine positive Ausnahmeerscheinung ist hier »Cutting Wings«, das ein bisschen variabler daherkommt. Insgesamt ist das aber zu wenig, die von Anfang bis Ende des Albums immer gleiche Stimmung und Atmosphäre nagt irgendwann doch an den Nerven. Etwas Experimentierfreude und Mut zu Stilbrüchen hätten hier Wunder gewirkt. Warum auch ständig mit Halleffekt gearbeitet wird, bleibt ein Rätsel.

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CD-Check: ErilaZ – First Of The Vortices EP

ErilaZ – First Of The Vortices

Tracks: 4
Gesamtspieldauer: 25:28
Releasedatum: 07.09.2012
Genre: Industrial / EBM / Electro
Homepage: www.erilaz.net
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This is finnish, but not the end. ErilaZ aus Finnland veröffentlichen ihre Debut-EP »First Of The Vortices«.

Die Finnen vermischen Elemente aus Industrial, EBM und Electro. Das führt zu einer kühlen und sterilen Atmosphäre mit einer gewissen Härte. Der Einstiegstrack »July Cries« ist der beste Beweis dafür. Aufgewertet wird der Track durch allerlei elektronische Effekte und eine abwechslungsreiche Songstruktur. Einzig der sehr dünne Gesang passt nicht in das brachiale Gesamtbild. Das bleibt auch in der Folge die große Schwäche der Finnen. Sonst kann man kaum etwas aussetzen, der zweite Track »New World Disorder« gefällt neben den vorhin schon genannten Tugenden besonders durch die Pianoklänge im Hintergrund und einen schönen Raumklang. Im Idealfall hört man den Song also mit guten Kopfhörern.

»Unknown Dark Horizon« fällt aber deutlich ab, weil er eintöniger daherkommt. Auch die dezent eingesetzten Dubstep-Elemente wirken deplatziert. Ob man hier nur auf den aktuellen Hype aufspringen wollte? Der letzte Track der EP ist »Horizons Lost To The Armageddon Sun« im Remix von SG.7, besser bekannt als Spellgoth von den finnischen Bands Turmion Kätilöt, Horna und Slave’s Mask. Dieses achtminütige Opus hätte definitiv mehr Feinschliff vertragen, denn spätestens nach 5 Minuten hat man genug von dem etwas diffus zusammengesetzt wirkenden Stück.

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