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Filmriss: Penetration Angst – Fick mich und du bist tot

Penetration AngstBananen, Gurken und Zucchini waren gestern, jetzt werden ganze Männer verschlungen.

Helen wird im Auto von ihrem Freund im Auto bedrängt, mit ihm zu schlafen. Weil sie jedoch vehement ablehnt, vergewaltigt er sie. Doch direkt nach dem Missbrauch ist er plötzlich spurlos verschwunden, nur seine Kleidung ist noch da. Als sie daraufhin einen Gynäkologen aufsucht, untersucht dieser sie nicht, sondern betäubt und vergewaltigt sie abermals. Auch bei ihm bleibt nur die Kleidung übrig. Helen erkennt, dass ihre Vagina Männer verspeist, wenn diese zum Höhepunkt kommen. Weil ihre Vagina in regelmäßigen Abständen mit lauten »Feed Me!« rufen auf ihren Hunger aufmerksam macht, reist sie nach London und prostituiert sich, wo sie ihre Freier verschlingt. Dennis, Helens langjähriger Verehrer, reist ebenfalls nach London, um sich auf die Suche nach ihr zu machen, lernt dort jedoch die siamesischen Zwillinge Sonja und Silvia kennen und verliebt sich in eine von ihnen.

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Filmriss: Sleep Tight

Sleep TightDer spanische Thriller »Sleep Tight« handelt von einem deprimierten Portier, dessen einziges Glück im Unglück anderer besteht.

César ist Hauswart in einem Apartmentkomplex in Barcelona und ein unscheinbarer, aber freundlich wirkender Mann, der den Bewohnern die Tür aufhält und mit ihnen einen kurzen Plausch hält, wenn sie ihm begegnen. Dadurch bekommt er Vieles mit und weiß genau über die jeweiligen Angewohnheiten und Schwächen der Anwohner Bescheid. Seine besondere Aufmerksamkeit erregt die hübsche Clara, die ihm stets gut gelaunt und lächelnd begegnet, ja sogar ein wenig mit ihm flirtet. Das ist César, dessen einzige Freude im Leben darin besteht, anderen Menschen ihre Lebensfreude zu nehmen, natürlich ein Dorn im Auge und Claras Fröhlichkeit treibt ihn in den Wahnsinn. Er wird davon besessen, ihr diesen Frohsinn auszutreiben.

Dazu schleicht er sich Tag für Tag in Claras Wohnung und versteckt sich unter ihrem Bett. Wenn sie dann eingeschlafen ist, betäubt er sie mit Chloroform und sabotiert ihre Wohnung oder ihre Kosmetika, damit sie einen üblen Ausschlag bekommt. Doch Claras gute Laune und ihr Optimismus halten sich hartnäckiger als man denkt, sodass César zu immer drastischeren Maßnahmen greift…

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Filmriss: Weeds (Season 03)

Dass ich absolut begeistert von der TV-Serie Weeds bin, sollte man an meinen Reviews zur ersten und zweiten Staffel deutlich gemerkt haben. Und so wundert es auch nicht, dass ich mich direkt an die dritte Staffel gesetzt habe und weiter meiner Sucht nachgegeben habe. Hier mein Bericht aus dem Rausch heraus:

Weeds - Season 03Nancy steht mit dem Rücken zur Wand. Sowohl die Armenier als auch der afroamerikanische Drogenkönig U-Turn (Page Kennedy) bedrohen sie und fordern von ihr ihren gesamten Vorrat ihrer Drogen. Doch unglücklicherweise muss sie feststellen, dass der Safe leer ist. Ihr Sohn Silas hat das Gras an sich genommen und versteckt es in seinem Auto. Als Nancy ihn anruft, erscheint Celia mit der Polizei bei ihm, da er die Videokameras und Schilder der Stadt geklaut hat. Während Silas auf der Wache festsitzt, fährt Celia das Auto nach Hause, entdeckt die Drogen und vernichtet sie. Im Stadtrat von Agrestic wird währenddessen ein Vertrag mit der neu entstehenden, streng christlichen Gemeinde Majestic diskutiert, der beinhaltet, dass die Abwasserentsorgung durch Agrestic geleitet werden soll. Von Majestic werden diese Verhandlungen durch den schmierigen, von sich selbst überzeugten Sullivan Groff (Matthew Modine, „Transporter – The Mission“) geführt, der sich die Zustimmung der Ratsmitglieder mit allem Mitteln erkaufen will. Shane, der in Majestic die Sommerschule besucht, sieht sich mit den christlich-fundamentalistischen Ansichten seiner Mitschüler dort konfrontiert.

Die dritte Staffel von Weeds führt weitere Aspekte des Drogengeschäfts ein, die bisher noch nicht so sehr zum Tragen gekommen sind. Nancy bekommt es mit verschiedenen Gangs und Gruppierungen zu tun, begibt sich teilweise in deren Abhängigkeit und lernt einiges über die dunklen Seiten des Drogengeschäfts. Ganz nebenbei lernt man als Zuschauer etwas über Gangkriminalität in den USA, wenn auch in überzeichneter Art und Weise.

In dieser Staffel nimmt sich Weeds aber auch wieder ein paar andere Themen vor, wie etwa die schon angesprochenen christlichen Fundamentalisten. Dass christliche Werte in Staaten teilweise übermäßig Geltung haben und die Trennung von Staat und Kirche keinesfalls strikt durchgezogen wird, wird auf diverse Art und Weise auf die Schippe genommen. Wie gewohnt mit reichlich schwarzem Humor und intelligentem Witz der Finger in die Wunde gelegt und so manche Scheinheiligkeit aufgezeigt. Famos auch Seitenhiebe, die mehr nebenbei in wenigen Folgen verteilt werden – zum Beispiel an die Pornoindustrie oder das Militär. Geschickt werden Klischees untergebracht und Übertreibungen losgelassen, ohne jedoch den Aussagewert zu schmälern.

Hervorgehoben sei aber auch noch einmal die herausragende Charakterzeichnung. Es sind keine Stereotypen, die sich hier begegnen, sondern Menschen, die sich größtenteils nachvollziehbar verhalten, Fehler machen und sich weiterentwickeln. Exemplarisch sei hier Nancy genannt, die sich zu Beginn bemüht, ihre Kinder aus ihrem Geschäft völlig herauszuhalten und relativ naiv an das Drogengeschäft herangeht, mit der Zeit aber merkt, das ihr alles über den Kopf wächst und selbst die Hilfe ihrer Familie benötigt, für die eigentlich sie eine Hilfe sein wollte. Um wieder die Kontrolle zu erlangen und Schaden für ihre Kinder abzuwenden, wendet sie immer trickreichere und skrupellosere Methoden an, die sie anfangs strikt abgelehnt hätte. Solche Entwicklungen lassen sich auch bei den anderen Charakteren feststellen, was auch dem hervorragend aufgelegten Cast zu verdanken ist.

Fazit: Auch die dritte Staffel ist große Fernsehunterhaltung und ich kann nach wie vor jedem ans Herz legen, der Serie eine Chance zu geben. Sie ist ganz anders, als man sie sich zunächst vorstellt und sie auch beworben wurde. Bleibt auch zu hoffen, dass sich in Deutschland auch ein Sender findet, der die folgenden Staffeln synchronisiert und herausbringt, damit hierzulande auch diejenigen, die nicht so sehr dem Englischen mächtig sind, in den Genuss dieser wirklich ausnehmend guten Serie kommen.

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Filmriss: Weeds (Season 01)
Filmriss: Weeds (Season 02)
Weeds in der IMDb

Filmriss: Weeds (Season 02)

Vor gut einer Woche habe ich an dieser Stelle noch meine Meinung zur ersten Staffel von Weeds niedergeschrieben, nun ist schon die zweite Staffel an der Reihe. Das ist eigentlich schon Qualitätsmerkmal genug und ich könnte aufhören mit diesem Artikel, aber es lässt sich so viel über diese Serie sagen, dass ich mich dann doch etwas länger fassen möchte.

Weeds - Season 02Die zweite Staffel setzt dort ein, wo die erste aufgehört hat. Nancy findet heraus, dass ihr Liebhaber Peter bei der Drogenfahndung arbeitet. Daraufhin versucht sie, den Kontakt zu ihm abzubrechen. In der Zwischenzeit baut sie mit Conrad und weiteren ein eigenes Geschäft und eine Pflanzenzucht auf. Allerdings sitzt in ihrem Viertel auch das armenische Drogenkartell und macht ihr das Leben schwer. Nancys Familie hat derweil mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Die Beziehung zwischen ihrem Sohn Silas und Megan droht auseinander zu gehen, als Megan ein Stipendium für die Universität in Princeton bekommt und Silas lässt nichts unversucht, um Megan irgendwie an sich zu binden. Andy versucht dem Militärdienst aus dem Weg zu gehen und meldet sich deshalb bei einem Rabbinerseminar an und beginnt eine Beziehung mit seiner dominanten Lehrerin. Nachdem Celia den Krebs besiegt hat und an einer Kreuzung einen Unfall hat, ihr Antrag auf eine Ampel dort vom Stadtrat Doug aber abgelehnt wird, kandidiert sie selbst für das Amt mit dem Ziel, Agrestic zu einem sicheren, sauberen und drogenfreien Ort zu machen.

Die zweite Staffel von Weeds übertrifft die schon grandiose erste Staffel in fast allen Belangen, alles wird noch eine Spur größer und erbarmungsloser. Mit der Größe von Nancys Drogengeschäft steigt auch die Gefahr, in die sie sich begibt und sie muss mehrfach einsehen, dass sie sich mit ihrer Tätigkeit viele Feinde macht und auf Hilfe angewiesen ist, gerade als Anfängerin, die die großen Zusammenhänge des Drogengeschäftes gar nicht begreifen kann. Sie ist damit ein Paradebeispiel, dass zu viel Ehrgeiz auch schaden kann und man stets einen Schritt nach dem anderen gehen muss, wenn man wirklich erfolgreich sein möchte.

In den Nebenhandlungen der zweiten Staffel spielt vor allem die Politik eine wichtige Rolle. Die Ränkespiele zwischen Celia und Doug im relativ unbedeutenden Kreis einer beschaulichen Vorstadt sind durchaus als Analogie auf und Kritik an die Politik auf größerer Ebene zu verstehen. Wenn Doug erklärt, dass in der Politik hinter jeglichem Handeln zunächst irgendein Eigeninteresse steht, dann ist das eine traurige Wahrheit, aber eben tatsächlich die Realität.

Schonungslos wird in der Serie die Kamera dort raufgehalten, wo sie woanders eher ausblendet: Abgebissene Zehen, riesige Umschnalldildos und viel Sex sind nur einige Dinge, die dem Zuschauer präsentiert werden. Überhaupt spielt die Serie sehr mit Provokation und ist alles andere als politically correct und nicht selten rabenschwarz in ihrem Humor. Das sollte einem schon gefallen, wenn man sich Weeds anschauen möchte.

Die Serie ist auch in ihrer gesamten Inszenierung von der ersten zur zweiten Staffel ein ganzes Stück gereift und bekommt eine noch fesselndere Dramaturgie mit fiesen Cliffhangern hin, vor allem am Ende der Staffel möchte man direkt mit der nächsten beginnen. Auch werden Drama- und Comedy-Elemente noch geschickter miteinander verwoben und eine Seite kann auch mal in den Hintergrund treten, wenn es angebracht ist.

Fazit: Schon von der ersten Staffel war ich sehr angetan, mit der zweiten hat mich Weeds vollends überzeugt und in mir die Sucht nach mehr geweckt. Hier greifen wirklich alle Rädchen ineinander und es macht einfach richtig viel Spaß, das Treiben in Agrestic zu verfolgen. Ganz große Serienunterhaltung!

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Filmriss: Weeds (Season 01)
Weeds in der IMDb

Filmriss: Weeds (Season 01)

Drogen sind nicht gut, man sollte die Finger davon lassen. Zwar sorgen sie kurzzeitig für Glücksgefühle, aber auf Dauer handelt man sich damit nur Ärger ein. So geht es auch den handelnden Personen in Weeds, der Dramedy aus dem Hause Showtime. Die Serie allerdings auf ihre Drogenthematik zu reduzieren, würde ihr absolut nicht gerecht werden, denn sie ist sehr viel mehr.

Weeds - Season 01Nancy Botwin (Mary-Louise Parker, „The West Wing“, „Engel in Amerika“) ist eine verwitwete Mutter zweier Söhne, die in einem beschaulichen Vorort namens Agrestic lebt. Nach dem Tod ihres Mannes entschloss sie sich, in den Marihuanahandel einzusteigen, um den Lebensstandard, an den sie sich gewöhnt hat, weiter finanzieren zu können. Das Gras verkauft sie an diverse Nachbarn und sogar an den befreundeten Stadtrat (Kevin Nealon). Neben ihren finanziellen Problemen und der Angst erwischt zu werden, machen ihr auch ihr beiden Söhne Silas (Hunter Parrish) und Shane (Alexander Gould) Sorgen, die mit dem Verlust ihres Vaters umgehen müssen und von denen der ältere Silas sich in erste sexuelle Gehversuche und die Liebe stürzt und der jüngere Shane zu psychopathischen Ausbrüchen neigt und zum Beispiel Al Kaida Videos dreht oder andere Kinder in den Fuß beißt. Zu allem Überfluss nistet sich auch noch ihr unberechenbarer und leichtsinniger Schwager Andy (Justin Kirk) bei ihr ein. Für Nancy wird das Doppelleben zum Drahtseilakt, der kaum Fehler erlaubt, will sie sich und ihre Familie nicht in Gefahr bringen.

Die erste Staffel mit zehn halbstündigen Folgen ist eine Einführung und erzählt, wie Nancy von einer Kleindealerin zur Marihuanapatin emporsteigt (nicht zuletzt heißt die zehnte Folge „The Godmother“), dennoch hält sie sich nicht mit einführendem Geplänkel auf: Während Nancy in der ersten Szene noch im Elternrat der Schule diskutiert, steht sie in der nächsten schon in der Küche der afro-amerikanischen Grasgroßhändlerin Heylia (Tonye Patano). Den Tod ihres Mannes erlebt man nicht mit, man erfährt lediglich über die Dialoge davon.

Dass der Serie vorgeworfen wurde, zu leichtfertig und unkritisch mit dem Thema Drogen umzugehen, ist zwar verständlich, bei genauerer Betrachtung aber vollkommen falsch. Jede der handelnden Personen, die in irgendeiner Weise mit Marihuana zu tun hat, bringt sich dadurch in arge Schwierigkeiten: Nancy wird von Konkurrenten bedroht und muss in ständiger Angst leben erwischt zu werden, auf das Haus der Großhändlerin Heylia wird geschossen, Nancys Schwager Andy bekommt sein Leben nicht auf die Reihe – tauschen möchte man mit keinem von ihnen.

Doch das Drogenthema ist nur das offensichtlichste der von Weeds angesprochenen Themen. Die Serie ist auch ein Abbild der nach außen immer so glänzend wirkenden amerikanischen Suburbia, in der sich die Häuser aneinanderreihen und in der alles friedlich und gleichartig wirkt. Ein Umstand, der auch im Intro mit dem Song „Little Boxes“ von Malvina Reynolds aus dem Jahr 1962 thematisiert wird. Doch hinter der so strahlenden Fassade verbergen sich eben doch diverse Probleme, die jeden einzelnen Bürger betreffen. So gilt unter den Bürger Agrestics ein unglaublicher Konkurrenzkampf um Status und Ansehen. Jeder einzelne steht unter strenger Beobachtung seiner Nachbarn und sobald einer etwas weiß, wissen es alle, da sich Gerüchte wie Lauffeuer verbreiten.

Das der eigene Status alles ist, zeigt sich allein schon an Nancy, die ihren Lebensstandard unter Ziehung aller Register erhalten will. Theoretisch könnte sie auch auf andere Weise Geld sparen, etwa indem sie ihre lateinamerikanische Haushälterin entlässt. Doch am allerbesten erkennt man das Wesen der Vorstadt an Nancys bester Freundin Celia (genial: Elisabeth Perkins, „The Ring 2“), die einen bemerkenswerten Wandel durchlebt: Sie bleibt bei ihrem Mann, von dem sie weiß, dass er regelmäßig fremd geht, zusammen, um nicht unter finanziellen Einbußen leiden zu müssen, zwingt ihre übergewichtige Tochter zur Diät und versetzt deren Süßigkeiten dafür sogar mit Abführmitteln. Als sie jedoch an Brustkrebs erkrankt, ändert sich ihre Sichtweise und plötzlich scheint ihr alles egal zu sein. Allerdings nur, bis sie wieder auf dem Weg der Besserung ist. Und so hat jeder Bewohner der Vorstadt seine kleineren und größeren dunklen Geheimnisse.

Mit bestechendem Wortwitz und messerscharfen Dialogen begeistert Weeds aber auch abseits der großen Hauptthemen. Manchmal mehr, manchmal weniger subtil werden Themen aufgegriffen, die die Bürger der Mittelklasse beschäftigen, zum Beispiel Krieg oder die Bildung. Die Serie bietet auch viel Stoff zum Lachen. Das ist oft in (teils absurd komischen) Situationen der Fall, die nicht unbedingt der Haupthandlung dienen, sondern die dem Zuschauer die einzelnen Personen näher bringen und sie sympathisch scheinen lassen.

Fazit:  Weeds sollte man keinesfalls allein auf die Drogenproblematik reduzieren, sie dient lediglich als roter Faden für eine Darstellung der amerikanischen Mittelklasse mit all ihren Eigenheiten und Schwächen. Die bissigen und teilweise sogar in die Satire ausufernden Dialoge sind allein schon Grund genug, sich die Serie einmal anzuschauen, doch der intelligente und aufmerksame Zuschauer wird noch viel mehr entdecken können, als jede Kritik beschreiben kann, und seine wahre Freude an den zehn Folgen haben und nach mehr lechzen. Deshalb Achtung: Diese Serie kann süchtig machen!

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Weeds in der IMDb

Filmriss: Entourage (Season 01)

Ach, das Leben als Filmstar muss schön sein! Genug Geld, interessante Bekanntschaften, alle himmeln einen an und man muss sich um fast nichts selbst kümmern. Das müssen dafür die Agenten und Manager, deren Job im Vergleich doch deutlich stressiger zu sein scheint. In der US-Dramedy Entourage erlebt man als Zuschauer beides.

Entourage - Season 01Dreh- und Angelpunkt der Serie ist das aufstrebende Schauspieltalent Vincent Chase, gespielt von Adrian Grenier, für den das seine bisher größte Rolle ist. „Vince“ wird stets begleitet von seiner Entourage, seinen besten Freunden und seinem ebenfalls schauspielernden Bruder Johnny (Kevin Dillon, „Poseidon“), der aber eher ein kleines Licht ist und um jede Rolle betteln muss. Sein Freund Eric (Kevin Connolly, „Er steht einfach nicht auf Dich“) fungiert als Vincents persönlicher Assistent und Mädchen für alles – was sogar das Lesen von potentiellen Drehbüchern einschließt. Der letzte im Bunde ist Turtle (Jerry Ferrara), das Paradebeispiel eines Schmarotzers und Nutznießers des Erfolgs eines seiner besten Freunde. Gemeinsam mit Vincents erfolgreichen Agenten Ari Gold (Jeremy Piven) wollen sie dem smarten Frauenschwarm zum neuen Star in Hollywood machen.

Mit lediglich acht knapp halbstündigen Folgen ist die erste Staffel extrem kurz und kommt daher auch kaum über den Status einer Einführung hinaus. Setting, Personen und Stil der Serie lassen sich schon erkennen, von Tiefgang kann allerdings überhaupt nicht die Rede sein. Die Serie glänzt vor allem durch den Cast und die diversen namhaften Gaststars, die sich in den meisten Fällen selbst spielen, zum Beispiel Jessica Alba, Scarlett Johansson oder Mark Wahlberg. Letzterer fungiert auch als Produzent der Serie und viele seiner eigenen Erfahrungen sind die Grundlage für einige Handlungstränge der Serie.

Der erwähnte fehlende Tiefgang äußert sich vor allem in der Tatsache, dass die Schattenseiten des Business nur grob angerissen werden: Eine schlechte Filmkritik erscheint, ein starker Konkurrenzfilm feiert zur gleichen Zeit Premiere – das sind interessante Themen und eine gute Chance, einmal wichtige Abläufe und Entscheidungen hinter den Kulissen, die den Zuschauer allenfalls am Rande erreichen, zu zeigen. Leider wird diese Chance vertan, das Happy End lässt meist nicht lang auf sich warten und wirkt vollkommen zufällig eingetroffen, der Glanz der Traum- und Wunderfabrik Hollywood bekommt keinerlei Kratzer. Realistisch ist das vermittelte Bild ziemlich sicher nicht, im Gegenteil.

Entourage lebt von der Figurenkonstellation. Vincent würde mit seiner sorglosen, naiven Art ohne seine Freunde von einer Katastrophe in die nächste geraten, andersherum sind seine Freunde auch vollkommen abhängig von ihm, er unterhält sie und sie strahlen in seinem Glanz, an den sie sich längst gewöhnt haben. Jeder nutzt das auf seine ganz eigene Art, ob es nun Vincents Bruder Johnny ist, der über ihn an bessere Rollen kommen möchte oder der Möchtegern-Hipster Turtle, der nur wegen seines berühmten Freundes Beachtung findet – was man nicht zuletzt an den hämischen, wenn auch ironischen Kommentaren der anderen Freunde erkennt. Am tiefsten ist da noch die Freundschaft zwischen Vincent und Eric, deren beste Freundschaft etwas tiefer zu gehen scheint, weshalb sie auch die einzigen sind, die ärgere Meinungsverschiedenheiten austauschen.

Die bei weitem interessanteste Figur ist die von Vincents Agenten Ari Gold. Nicht nur, dass die meisten skurrilen und komischen Szenen auf sein Konto gehen, er gibt in seinem Verhalten auch ein ziemlich gutes Abbild menschlicher Schwächen ab. Mit seinem extrem hohen Geltungsdrang stellt er sich auf eine Stufe mit dem Schauspieler, also dem eigentlichen Star, wenn nicht sogar höher. Er braucht und sucht die Bestätigung in seinem Job als Kompensation zu seinem eher kümmerlichen Privatleben, in dem er von seiner Frau die Befehle bekommt und Hilfe in Form von Tabletten fürs Bett benötigt.

Durch ihren Soundtrack, der sowohl Hip-Hop- als auch Rock- und Indie-Songs aufweist, gewinnt die Serie extrem. Die musikalische Untermalung unterstreicht das Geschehen mit bekannten Szenen aus den jeweiligen Musikvideos der Genres . Schöne Frauen, teure Luxusschlitten, schönstes Wetter und aufpolierte Kulissen: So stellt man sich Hollywood vor.

Fazit:  Entourage ist keine tiefgreifende Dramaserie, die einem einen detaillierten und realistischen Blick in die vielleicht nicht immer so schillernde Welt Hollywoods offeriert, sondern eher seichte Unterhaltung mit einem ausgeprägten Wohlfühlfaktor, die vor Schauwerten und Gaststars nur so strotzt. Im Zentrum stehen klar die Charaktere und ihre wechselseitige Wirkung zueinander. Wenn man einfach nur mal abschalten und in eine andere Welt abtauchen möchte, kann man Entourage durchaus empfehlen. Steigerungspotential ist aber noch vorhanden.

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Review von bullion
Entourage in der IMDb

Filmriss: Chuck (Season Three)

Manchmal gibt es Serien, von denen kann man einfach nicht genug bekommen und könnte, wenn man denn die Zeit hätte, viele Folgen am Stück schauen. So eine Serie ist für mich Chuck. Nachdem ich von den ersten beiden Staffeln schon mehr als begeistert war, musste ich einfach direkt im Anschluss mit der dritten weitermachen. Achtung: Leichte Spoiler sind zu erwarten.

Chuck (Season 03)Nachdem Chuck den Intersect 2.0 heruntergeladen hat, der ihm diverses Agentenwissen wie Kampstile verleiht, entwickelt die CIA ein neues Trainingsprogramm für ihn, um ihn zu einem richtigen Agenten zu machen. Dafür lässt er sogar die Chance, gemeinsam mit Sarah zu verschwinden, aus, allerdings versagt er beim Training, da er nicht steuern kann, wann er einen Geistesblitz bekommt und verliert somit alles, da ihn die CIA entlässt und das Projekt für gescheitert erklärt. Allerdings löst Chuck gemeinsam mit Sarah und Casey weitere Missionen und trifft dabei auf Daniel Shaw, einem Experten über den Ring, eine Geheimorganisation, die sogar noch über FULCRUM steht. Shaw hilft Chuck, sein Training erfolgreich zu beenden, startet aber auch Annäherungsversuche bei Sarah, die nicht abgeneigt zu sein scheint. Trotz dieser schwierigen Verhältnisse auf persönlicher Ebene arbeitet das Team gemeinsam daran, den Ring zu zerschlagen.

Mit dem Intersect 2.0 bekommt die Serie eine neue Facette, denn Chuck ist nun selbst wehrhaft und taucht immer tiefer ins Agentenleben ein. Es wird auch zunehmend schwerer für ihn, sein Geheimnis vor seiner Familie und seinen Freunden geheim zu halten. Und schließlich zeigt der Intersect erstmals Nebenwirkungen. Die dritte Staffel Chuck hält also genug Neues bereit, um sich von den vorherigen zu unterscheiden und die Abwechslung zu erhalten.

Während die erste Hälfte der Staffel noch etwas dahinplätschert, beginnen sich in der zweiten die Ereignisse zu überschlagen. Zahlreiche Storytwists halten den Zuschauer bei Laune und sorgen für Spannung. Seinen Humor verliert die Serie dabei aber zum Glück nie.

Lobend erwähnt sie an dieser Stelle auch einmal der Score der Serie, der sich teils stark an passende Filmsoundtracks wie den James Bond Filmen anlehnt und die jeweiligen Situationen sehr gut untermalt.

Fazit: Auch die dritte Staffel von Chuck bereitet jede Menge Spaß. Zwar kommt sie etwas schwer in Gang, wird zum Ende hin dafür aber umso intensiver und spannender. Die Mischung funktioniert einfach und nutzt sich kaum ab, zumal das gesamte Konzept stets stimmig bleibt. Kleinere Ungereimtheiten verzeiht man gerne, sie mildern den Charme der Serie in keiner Weise. Immer noch eine klare Empfehlung!

Meine Wertung: 9/10

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Chuck in der IMDB
Filmriss: Chuck (Season One)
Filmriss: Chuck (Season Two)