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Filmriss: Rome (Season Two)

Manchmal ist es gut, wenn man gute Freunde im Ausland hat. So konnten mir gute bekannte aus Spanien die zweite Staffel der HBO-Serie Rome zuschicken, die dort auch noch die deutsche Tonspur enthält. So konnte ich mich schon vor der Ausstrahlung im deutschen Free-TV und Erscheinen der DVD-Box wieder mit Titus Pullo und Lucius Vorenus auf die Reise ins antike Rom machen. Meine Erwartungen nach der grandiosen ersten Staffel waren sehr hoch. Lest selbst, wie es mir in der zweiten Staffel erging.

Rome - Season 2Nachdem Caesar ermordet wurde, befindet sich Rom vor einem Bürgerkrieg. Auf der einen Seite die Caesarmörder unter Brutus, die vom Senat unterstützt werden, auf der anderen Seite Caesars Verbündeter Marc Anton und der junge Octavius, den Caesar per Testament zu seinem alleinigen Erben gemacht hat. Ein Kampf um die Herrschaft in Rom beginnt, dessen Ausgang ungewiss ist und der zwifellos im Krieg enden wird. Währenddessen begeht der Legionär Lucius Vorenus eine große Dummheit und verflucht seine eigenen Kinder und ist nach dem Tod seiner Frau nur noch ein Wrack. Jedoch nimmt Titus Pullo sich seiner an und hilft ihm wieder auf die Beine, sodass er die ihm übertragene Aufgabe, auf dem Aventin für Ruhe und Ordnung zu sorgen, wieder aufnehmen kann.

Die zweite Staffel von Rome schließt also genau da, wo die erste aufhörte, man sollte also die erste unbedingt gesehen haben, um die Zusammenhänge zu haben, sofern man sich in der römischen Geschichte nicht so gut auskennt. Die zweite Staffel schließt aber auch inszenatorisch an die hohe Qualität. Set und Kostüme wirken wirklich beeindruckend real und man fühlt sich sofort hineinversetzt in die Antike. Die groben Punkte der Handlung sind den historischen Fakten nachempfunden, allerdings nimmt sich die Serie auch einige Freiheit, was aber überhaupt nicht stört. Störend ist da eher, dass einige Nebenhandlungen (Vorenus und seine Kinder) einen immer wieder komplett aus der Haupthandlung herausreißen und nicht an deren Qualität heranreichen können. Dennoch folgt man dem Geschehen immer interessiert und mit Spannung. Nach einer Folge möchte man am liebsten gleich weiterschauen, weil es meistens einen fiesen Cliffhanger am Ende jeder Episode gibt.

Der Cast ist im Großen und Ganzen derselbe geblieben. Einige Figuren sind neu hinzugekommen, andere sind gegangen, aber die Qualität ist gleich gut geblieben. Kevin McKidd (“Journeyman”) als Lucius Vorenus und Ray Stevenson (“Punisher: War Zone”) als Titus Pullo sind die zentralen Identifikationsfiguren und könnten unterschiedlicher nicht sein. James Purefoy (“Blessed”) verkörpert den vulgären, selbstsüchtigen Mark Anton auf eine Arte und Weise, die genau demr entspricht, die ich mir vorgestellt hatte. Insgesamt kauft man allen ihre Rolle ab, was sehr zur hervorragenden Atmosphäre beiträgt.

Fazit: Die zweite Staffel von Rome ist wie schon die erste äußerst sehenswert. Kostüme und Kulissen suchen nach wie vor ihres gleichen und entführen einen in ein schmutziges und vulgäres antikes Rom. Auch wenn man sich nur grob an den historischen Fakten orientiert hat, werden Kenner viele Parallelen wiedererkennen.  Abseits der historischen Handlung kommen zwar immer mal wieder ein paar inhaltliche Schwächen auf, aber langweilig ist die Serie zu keinem Zeitpunkt. Die erste Staffel war zwar einen Tick besser, aber wer die mochte, wird auch von der zweiten nicht enttäuscht sein. Ich werde die Streifzüge mit Titus Pullo und Lucius Vorenus vermissen!

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: Rome (Season One)
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Filmriss: Babylon A.D.

Normalerweise informiere ich mich ja immer ein wenig über Filme, die ich mir im Kino anschauen möchte, lese Kritiken und Wertungen (am besten welche, die Spoiler vermeiden) und gehe dann mit entsprechenden Erwartungen in den Kinosaal. Dieses Mal war es jedoch anders. Über Babylon A.D. wusste ich nur, dass Vin Diesel mitspielt und die Handlung in der Zukunft stattfindet. Ich stellte meine Erwartungen also auf einen actionreichen, aber inhaltlich eher simplen Streifen ein. Inwieweit diese Erwartung berechtigt war oder nicht, das lest ihr in den folgenden Zeilen.

Babylon A.D.

Babylon A.D.

In der Nahen Zukunft kämpft der Söldner Toorop täglich ums Überleben und hält sich gerade so über Wasser. Sein exzellenter Ruf als Mann, der Aufgaben verlässlich erledigt, ruft den einflussreichen Mafioso Gorsky auf den Plan, der Toorop ein exzellentes Angebot macht und ihm die Chance auf ein neues, besseres Leben bietet: Er soll ein Mädchen, welches bisher ihr ganzes Leben behütet in einem Kloster verbracht hat, nach New York bringen. Was zunächst wie ein simpler Auftrag anmutet, entpuppt sich schnell als schwieriges Unterfangen, denn irgendwer scheint hinter dem Mädchen her zu sein. Als Toorop erfährt, dass das Mädchen einer dubiosen Sekte übergeben werden soll, beginnt er Zweifel an seiner Aufgabe zu hegen…

Ich bin nicht mit besonders großen Erwartungen ins Kino gegangen und habe auch im Voraus nicht wirklich viel über den Film gehört. So konnte ich wenigstens nicht besonders enttäuscht werden und das wurde ich auch nicht. Zwar hat der Film mich nicht wirklich gefesselt, aber er hatte seine Glanzpunkte und einige nette Actionszenen, was bei mir immer gut ankommt. Die Geschichte fand ich allerdings etwas zu verworren und unlogisch, was daran liegen könnte, dass man mit zu wenig Hintergrundinformationen versorgt wurde. Immerhin lässt sich inszenatorisch sonst kaum etwas bemängeln, der Film war schon recht bildgewaltig.

Wenden wir den Blick auf die Schauspieler: Vin Diesel (“The Fast and the Furious”) macht das, was er am besten kann – er spielt sich selbst. Den einsamen Söldner mit einer gehärigen Portion Coolness und Durchsetzungsfähigkeit kauft man ihm durchaus ab. An einer Stelle des Films jedoch, an der er Gefühle zeigen soll, kommt er nicht ganz so glaubwürdig rüber. Der Rest des Casts macht seine Sache ebenfalls ordentlich. Michelle Yeoh (“Die Geisha”) als wehrhafte Schwester Rebecca und Mélanie Thierry in ihrer ersten größeren internationalen Rolle als das geheimnisvolle Mädchen Aurora sind gut besetzt.

Fazit: Babylon A.D. ist kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss. Er hat einige sehenswerte Szenen, allerdings auch ein paar Längen, die die inhaltlichen Schwächen des Films klar offenlegen. Man hat am Film irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Der Diesel-Faktor bringt ein bisschen Coolness rein und auch die Action geht in Ordnung. Viel mehr sollte man von Babylon A.D. aber nicht erwarten.

Meine Wertung: 5/10

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Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels

Die Planet Express Crew ist wieder unterwegs! Nach ihrem Spielfilmdebut “Bender’s Big Score” folgt nun der zweite von insgesamt vier geplanten DVD-Spielfilmen der Zeichentrickserie von Simpsons-Schöpfer Matt Groening. Wie dieser im Vergleich zu seinem Vorgänger und natürlich auch zur grandiosen Serie abschneidet, darüber will ich euch in den folgenden Zeilen berichten. Aber erst einmal zum Inhalt, damit ihr wisst, worum es geht:

Futurama - Die Ära des Tentakels

Futurama - Die Ära des Tentakels

Ein plötzlich entstandener, riesiger Riss im All hat ein Tor zu einem anderen Universum geöffnet, von dem niemand weiß, was sich dahinter verbirgt. Nachdem ein Versuch der Planet Express Crew, den Riss zu untersuchen, fehlschlägt, nimmt sich das Militär unter der Führung von Captain Zapp Brannigan der Sache an. Fry jedoch  betritt aus Einsamkeit und Trauer darüber, dass seine große Liebe Colleen nicht so ist, wie er sich erhofft hatte, das Paralleluniversum und wird von einem Riesenmonster mit einer sehr fragwürdigen Moral und Millionen Tentakeln in Besitz genommen und verkündet fortan dessen Botschaften an die Menschheit. Wieder einmal liegt es in den Händen der (restlichen) Planet Express Crew um Leela, Bender und Amy, die Welt vor einer scheinbaren Katastrophe zu retten.

Als bekennender Futurama-Anhänger, der alle Folgen mindestens vier mal gesehen hat, war ich natürlich voller Erwartungen, bevor ich den Film gesehen habe. Diese wurden zum Teil leider enttäuscht, denn die Story nahm nur sehr langsam fahrt auf. Das ist zwar per se nicht schlimm, Futurama kann auch in Nebenplots sehr lustig sein, allerdings fand sich dort das zweite Haar in der Zoidbergkotze: Viele Gags hat man irgendwie irgendwo schon mal gesehen und auch wenn man immer noch drüber schmunzelt, hätte man insgesamt auf mehr Neues gehofft. Die Gagdichte war noch etwas geringer als im Vorgänger “Bender’s Big Score” und die Witze sind mehr als Persiflage auf Science-Fiction Filme und Serien gedacht denn als subtile Gesellschaftskritik mit Gegenwartsbezug . Das klingt jetzt aber alles schlechter, als es letztlich ist, denn es ist immer noch Futurama und “Die Ära des Tentakels” hat auch seine großen Momente – die Auftritte von Dr. Zoidberg und  dem Möchtegern-Casanova Zapp Brannigan führen fast immer zu garantierten Lachern.

Als Gaststars geben sich diesmal Stephen Hawking, Brittany Murphy und David Cross die Ehre. Ersterer tritt auch als er selbst im Film auf, die anderen beiden sprechen die Rollen von Colleen bzw. Yivo. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren aus dem Futurama-Universum wie Calculon, Dr. Wernstrom  oder der Lustbot. Ein paar Worte zur Synchronisation: Unverständlicherweise ist die deutlich schlechter geworden als die bisherige, die für eine auf recht viel Wortwitz setzende Serie ziemlich gut war. Das manche Sprecher nicht wieder verpflichtet werden konnten, ist ja noch zu verschmerzen, aber wenn sich manche Figuren plötzlich Siezen, wirkt das schon sehr aufgesetzt und schadet dem gewohnten Futuramagefühl.

Fazit: Nachdem schon “Bender’s Big Score” im Vergleich zur Serie ein wenig abfiel, aber immer noch gut und sehenswert war, ist “Die Ära des Tentakels” leider noch ein kleines Stückchen schwächer als der Vorgänger. Fans freuen sich über ein paar Anspielungen und das Wiedersehen mit einigen Charakteren und haben sicherlich ihren Spaß am Film, das hohe Niveau der Serie erreicht er allerdings nur in manchen Momenten.

Meine Wertung: 7/10

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Filmriss: Futurama (Season One)

Filmriss: Futurama (Season Two)

Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score

Filmriss: The Dark Knight

Endlich habe ich es geschafft, mit den Film anzuschauen, um den sich zur Zeit der größte Hype dreht: The Dark Knight, die Fortsetzung zu Batman Begins. Für alle, die den Film noch nicht gesehen haben, spreche ich hiermit ausnahmsweise mal eine Spoilerwarnung aus, da es mir nicht möglich ist, eine Review zu schreiben. ohne einige Details zu verraten. Alle anderen lesen nach der Inhaltsangabe meine Meinung zum Film und ob ich den Hype nachvollziehen kann oder nicht.

The Dark Knight

The Dark Knight

Harvey Dent ist der neue und überaus erfolgreiche Staatsanwalt in Gotham City, ein weißer Ritter, der den Menschen der Stadt neue Hoffnung schenkt und das Verbrechen bekämpft, ohne sich hinter einer Maske zu verstecken. Bruce Wayne hofft, dass sein Auftreten als Batman durch Dent nicht mehr nötig sein wird und denkt schon ans Aufhören. Allerdings tritt ein neuer Schurke auf den Plan, dessen einziges Ziel es scheinbar ist, Chaos zu stiften: Der Joker. Die ser bietet der Mafia an, Batman zu vernichten, da dieser für sie ein großes Problem darstellt. Fortan versucht er mit allen Mitteln zu erzwingen, dass Batman seine Identität preis gibt und will dies erreichen, indem er nicht nur die wichtigsten Personen der Stadt, sondern auch zahlreiche Unschuldige als seine Opfer auserwählt. Batman, Dent und Gordon müssen zusammenarbeiten, um dem Joker das Handwerk zu legen…

Der riesengroße Hype um The Dark Knight hat meine Erwartungen natürlich sehr hoch geschraubt. Man kann nicht sagen, dass ich enttäuscht wurde, nein, der Film hat mir richtig gut gefallen und war trotz Überlänge nie langweilig. Allerdings kann ich die überschwängliche Begeisterung auch nicht komplett nachvollziehen. Klar, technisch spielt der Streifen in der höchsten Liga und die Inszenierung ist über jeden zweifel erhaben, eine Wendung reiht sich an die nächste. Auch Heath Ledger verdient für seinen Joker eine angemessene Würdigung, aber abseits davon ist der Film auch nicht großartig anders oder besser als sein Vorgänger. Trotz der Länge, wirkt The Dark Knight an manchen Stellen überhastet, zum Beispiel bei der Figur des Harvey Dent/Two-Face, dessen Gesinnungswechsel viel zu schnell stattfindet. Ganz groß allerdings sind die moralischen Fragen, die durch den Joker aufgeworfen werden und bei denen man ins Grübeln kommt, wie man denn selbst handeln würde, wäre man in einer solchen Situation.

Das Hauptaugenmerk des Films lag schauspielerisch nicht wie im Vorgänger auf Batman/Bruce Wayne, der nach wie vor hervorragend von Christian Bale (“The Prestige”) verkörpert wird, sondern auf der Leistung des verstorbenen Heath Ledger (“Brokeback Mountain”) als Joker. Und was soll man sagen: Vor dieser Leistung muss man den Hut ziehen. Die Figur des Jokers, die für uns so fremd, so unverständlich handelt, ist gleichzeitig auch so glaubwürdig und charismatisch. Diese Figur mit Leben zu füllen muss ungeheuer schwierig sein, doch Ledger gelingt es auf faszinierende Art und Weise. Dennoch soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die restlichen Schauspieler, ein riesiges Staraufgebot (Michael Caine, Morgan Freeman, Aaron Eckhart, Gary Oldman, Maggie Gyllenhaal), ihren Erwartungen sehr gerecht werden.

Fazit: The Dark Knight ist eine wirklich würdige und gelungene Fortsetzung des neuen Batmans und legt im Vergleich sogar noch ein bisschen zu, nicht zuletzt dank Heath Ledgers grandioser Interpretation des Jokers. Trotz Überlänge kommt während des Films keine Langeweile auf. Einzige Schwäche ist der Punkt, dass der Film trotz dieser Länge immer noch zu viel möchte und dadurch die Charakterentwicklung bei manchen Figuren zu kurz kommt. Dennoch: Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Meine Wertung: 8/10

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Review von bullion

Deutscher Trailer

Filmriss: Die Tudors (Season One)

Bei der filmischen Umsetzung von historischem Stoff liegt eine besondere Schwierigkeit darin, den richtigen Mittelweg zwischen akkurater Wiedergabe der Fakten und der Veränderung selbiger zum Zwecke der Unterhaltung zu finden. Die Geschichte des jungen Heinrich VIII. und seinen zahlreichen Frauen, eignet sich gut für eine Umsetzung, ist es doch eine sehr turbulente Zeit, in der beispielsweise die Reformation stattfand. Die Serie “Die Tudors” will bei diesem Thema den Spagat zwischen historischer Korrektheit und Unterhaltung schaffen. Ob und wie ihr das in der ersten Staffel gelingt, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen:

Die Tudors - Die komplette erste SeasonHeinrich VIII., der König von England, führt ein sehr ausgelassenes Leben: Er nimmt an Ritterwettkämpfen teil, geht jagen und hat diverse Mätressen. Aber seine Ehefrau, die spanische Katharina, die ehemalige Frau seines Bruders, bereitet ihm Kopfzerbrechen. Sie schenkt ihm keinen Sohn, also keinen männlichen Thronfolger, weswegen er sehr unzufrieden in seiner Ehe ist. Auf dem königlichen Hofe werden währenddessen einige Intrigen gesponnen, einige Untergebene wollen den engsten Berater des Königs, Kardinal Wolsey loswerden, egal wie. Gleichzeitig droht England eine weitere Gefahr – die Reformation durch Luther zieht immer größere Kreise und auch in England gibt es hochrangige Leute, die mit ihm und seinen Thesen sympathisieren. Genug zu tun also für den temperamentvollen König, doch verliert der sein Herz an die bezaubernde Lady Anne Boleyn, die er unbedingt zu seiner Frau nehmen will. Allerdings muss er zuerst die Scheidung von Katharina erwirken, was sich als sehr schwieriges Unterfangen erweist, da es gegen seinen katholischen Glauben verstößt und der Papst ihm keine Zustimmuntg geben will. Doch wenn ein König etwas will, dann will er es mit aller Macht und um jeden Preis…

Als Fan historischer Serien wie zum Beispiel Rome musste ich The Tudors eine Chance geben. Ich war sehr gespannt, wie die Geschichte um Heinrich VIII. aufbereitet werden würde und habe mich vor der Sichtung grob mit der realen Geschichte vertraut gemacht. Trotz Spoilergefahr hat sich das als großes Plus erwiesen, denn sehr viele Dinge waren wiedererkennbar und zu sehen, wo man sich in der Handlung ein paar Freiheiten genommen hatte, hat sehr viel Spaß gemacht. Selbst Kleinigkeiten wie das bekannte englische Volkslied “Lady Greensleeves”, welches angeblich von Heinrich persönlich komponiert wurde, haben den Weg in die Serie gefunden. Die Optik ist ebenfalls gelungen, man denkt wirklich, man befände sich im England des 16. Jahrhunderts, wozu die Kostüme ihren Teil beitragen. Einen Kritikpunkt habe ich aber doch noch: Einige Handlungsstränge sind weniger Interessant als andere. Vor allem die Liebesbeziehung inklusive Rumgeknutsche zwischen Heinrich und Ann Boleyn fällt einem nach einiger Zeit ein bisschen auf die Nerven. Da diese aber Teil der Haupthandlung ist, konnte man sie aber auch nicht einfach weglassen oder kürzen.

Die Besetzung ist durch und durch hervorragend gewählt. Jonathan Rhys Meyers (“The Children of Huang Shi”) schafft es hervorragend, den schwierigen Charakter Heinrichs VIII. glaubhaft zu spielen. Noch besser aber gefallen mir aber Sam Neill (“Jurassic Park”) als undurchsichtiger Kardinal Wolsey und Jeremy Northam (“Cypher”) in der Rolle des Humanisten Sir Thomas More. Aber auch der Rest macht seine Sache wirklich gut. Ein kurzes Wort zur Synchronisation: Im Grunde sehr solide, allerdings klingt der Akzent der spanischen Frau des Königs, Katharina, eher wie russisch/osteuropäisch als spanisch.

Fazit: Meine anfängliche Befürchtung, die Serie würde von zu vielen Sexszenen beherrscht, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Es kommen zwar desöfteren welche vor, sind aber nicht störend und auch wichtig für die spannende Geschichte, die sich zwar – logischerweise – nicht 100% genau an die historische Vorgabe hält, das meiste aber akkurat einbaut. Die opulente Optik und die Kostüme, sowie die schauspielerischen Leistungen und die Detailverliebtheit runden die Serie sehr gut ab und machen sie zu einer klaren Empfehlung für alle Fans dieser Art von Serien.

Meine Wertung: 8/10

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The Tudors in der IMDB
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Filmriss: Leg Dich nicht mit Zohan an

Zohan ist der berühmteste und beste Anti-Terrorkämpfer Israels, er erledigt jeden noch so schwierigen Einsatz spielend und bewegt sich jenseits aller physikalischen Gesetze. Doch nach langem Dienste in der israelischen Armee ist Zohan des Krieges überdrüssig und will ein neues Leben in Amerika beginnen. Sein Traum: Frisör werden! Damit man nicht nach ihm sucht, täuscht er seinen Tod im Kampf gegen seinen palästinensischen Erzfeind The Phantom vor und haut ab.

Leg Dich nicht mit Zohan an

Leg Dich nicht mit Zohan an

Mit neuer Frisur und eigenwilligem Outfit in Amerika angekommen, macht Zohan sich auf die Suche nach einem Job, wird allerdings überall abgewiesen und ausgelacht, bis er ausgerechnet in einem palästinensischen Salon zunächst als Aushilfe anfangen darf. Indem er der meist schon älteren und übergewichtigen Kundschaft nicht nur eine neue Frisur verpasst, sondern ihnen im Nebenzimmer auch noch eine andere Art der Befriedigung besorgt, erarbeitet er sich schnell einen guten Ruf unter den Damen, die fortan bei ihm Schlange stehen. Die Folge davon aber ist, dass ein palästinensischer Taxifahrer, dem Zohan vor Jahren einmal die Ziege weggenommen hat, auf ihn aufmerksam wird und sich an ihm rächen will. Noch dazu will der Großunternehmer Walbridge das israelisch-palästinensische Viertel abreißen und stattdessen ein EInkaufszentrum mit Achterbahn auf dem Dach bauen lassen. Zohan sieht sich gezwungen zu handeln.

Ich bin mit relativ geringen Erwartungen an den Film herangegangen, eigentlich wollte ich ihn mir gar nicht oder erst auf DVD anschauen, aber es hat sich eben so ergeben. Die Story an sich bot zwar viel Stoff und auch der Trailer war viel versprechend, allerdings befürchtete ich, dass es dann doch zu albern werden würde. Diese Befürchtung hat sich nicht bzw. nur in Teilen bestätigt. Leg Dich nicht mit Zohan ist wirklich eine nette Komödie geworden, die allerdings noch viel besser hätte sein können. Viele Gags waren auf einem eher niedrigen Niveau und wurden dann auch noch zu oft wiederholt, etwa wie Zohan aus Menschen eine Bretzel formt. Auch dass sich eine Komödie nicht immer um alle physikalischen Gesetze schert, hat man schon öfter gesehen. Dafür wurde der Konflikt Israelis gegen Palästinenser auf eine teils schön böse klischeehafte, politisch unkorrekte aber letztlich sehr versöhnliche Weise thematisiert. Ein paar Lacher hatte ich auf jeden Fall, was für den Film spricht.

Zu Adam Sandler (“Chuck & Larry”) kann man eigentlich nur sagen, dass er genau das macht, was er immer macht. Wenn man das mag, ist das gut, wenn nicht, dann wird einem der Film nicht eines Besseren belehren. Ich persönlich bin was Sandler angeht zwar nicht euphorisch, finde aber viele seiner Sachen wirklich sehr nett. Fast ebenso verrückt spielt John Turturro (“Transformers”) Zohans Gegenpart The Phantom. Wirklich genial ist aber Rob Schneider (“Rent a Man”) als palästinensischer Taxifahrer Salim. Und es gibt auch etwas für das (männliche) Auge: Die wirklich süße Emmanuelle Chriqui, der scheinbar einzig normale Mensch unter Verrückten.

Fazit: Leg Dich nicht mit Zohan an ist mit Sicherheit nicht der Inbegriff der Komödie, zu viele Wiederholungen weniger guter Gags und verschenktes Potential bei der Thematik verhindern, dass der Film uneingeschränkt empfehlenswert ist, wenngleich er ein paar wirklich gute Momente hat. Kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, aber für einen humorvollen Abend durchaus geeignet.

Meine Wertung: 6/10

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Filmriss: Deadwood (Season Three)

Es tut sich was in Deadwood: Nachdem Seth Bullock zum Sheriff der Stadt ernannt worden ist, hat dieser viel zu tun und kann sich nicht mehr so sehr mit dem Saloon-Besitzer Al Swearengen auseinandersetzen. Die Stadt indes wächst weiter und nach den Anstrengungen der Eingliederung der Stadt in bestehende Rechtsbereiche, ist nun auch noch der berühmt berüchtigte Unternehmer und Goldsucher George Hearst in die Stadt gekommen. Was dieser in Deadwood vorhat und wie die bisherigen Machthaber reagieren, damit befasst sich die dritte und finale Staffel der Western-Serie Deadwood.

Hearst, der von den reichen Goldvorkommen in Deadwood gehört hat, möchte sich die Claims unter den Nagel reißen und die Stadt nach seinen wünschen formen, wozu ihm so gut wie jedes Mittel Recht ist. Die bisherigen Kontrahenten Bullock und Swearengen sind zur Zusammenarbeit gezwungen, um die Pläne des rücksichtslosen Unternehmers zu durchkreuzen. Aber auch sonst ist allerhand los in Deadwood. Die Witwe Garret, die den ihre Interessen bezüglich ihres Goldclaims vertretenden Ellsworth geheiratet hat, eröffnet mit ihrem Vermögen eine Bank, aus einem Bordell wird eine Schule gemacht und eine Theatergruppe kommt in die Stadt, was nur einige wenige der Begebenheiten im Ort sind.

Nachdem schon die zweite Staffel sehr überzeugend war und die Sichtung viel Spaß gemacht hat, legt die dritte Staffel nochmal einen oben drauf. Der Hauptplot um die Machenschaften von George Hearst bringt sehr viel Spannung in die einzelnen Folgen und ist etwas weniger verwirrend als das Eingliederungsthema der zweiten Staffel. Sowohl Optik als auch Dialoge sind vom Allerfeinsten und wirken sehr authentisch, sind allerdings nichts für Leute, die keine derbe Ausdrucksweise oder kein Blut mögen. Der dreckige Look passt wunderbar dazu, viel besser als die sonst so typisch aufpolierten Westernfilme.

Auch in der dritten Staffel zeigt der Cast wieder seine Spielfreude. Wirklich jede Figur kommt glaubhaft rüber und wird von seinem Schauspieler perfekt verkörpert. Die neuen Charaktere wie der von Gerald McRaney gespielte, gnadenlose Geschäftsmann George Hearst oder Brian Cox als Theaterspieler Jack Langrishe fügen sich wunderbar ein. Das jede Rolle ernst genommen wird und wichtig ist, spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass fast jede Figur in jeder Folge auftaucht. Die Dichte der Handlungsstränge ist dementsprechend auch sehr hoch. Das bringt Abwechslung, wobei manche Nebenplots weniger interessant sind als andere.

Fazit: Die Dritte und (wohl trotz aller Gerüchte) letzte Staffel von Deadwood ist noch einmal eine Steigerung im Vergleich zu den beiden ersten Seasons. Der Konflikt mit George Hearst schaukelt sich von Folge zu Folge höher und bringt richtig Spannung. Leider fällt der Abschluss der Serie dem gegenüber ein wenig ab und man merkt schon, dass hier sicherlich eine Fortsetzung der Serie geplant gewesen war. Dennoch: Deadwood ist Serienunterhaltung bester Güte und wem die ersten beiden Staffeln gefallen haben, der wird auch mit der dritten sehr zufrieden sein.

Meine Wertung: 9/10

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Filmriss: Deadwood (Season One)
Filmriss: Deadwood (Season Two)
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