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Filmriss: 24 (Season Six)

Nachdem ich die ersten fünf Staffeln von 24 regelrecht verschlungen habe, gab es zwischen der fünften und der sechsten Staffel bei mir eine ziemlich lange Pause. Das führt möglicherweise dazu, dass ich die Staffel nicht ganz so kritisch sehe wie viele anderen, weil sich der verschleiß des Konzeptes nicht ganz so sehr bemerkbar macht. Dennoch versuche ich natürlich, ein passendes Urteil zu finden und euch zu informieren, ob sich die sechste Staffel wirklich lohnt. Gewisse Spoiler sind nicht zu vermeiden.

24 (Season 06)Die USA werden durch eine Welle terroristischer Anschläge in Atem gehalten und versuchen mit allem Mitteln, Herr der Situation zu werden. Und an Hami Al-Assad, den vermeindlichen Kopf der Anschläge, zu geraten, schließt die USA ein Abkommen mit China und befreit Jack Bauer nach 20 Monaten Haft, nur um ihn dann an den Terroristen Abu Fayed auszuliefern, der noch eine Rechnung mit Jack offen hat, damit dieser ihnen Informationen über Assads Aufenthaltsort gibt. In der Gewalt Fayeds findet Jack jedoch heraus, dass es Fayed der Kopf hinter den Terrorakten ist und Assad ganz im Gegenteil Frieden will. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, sich aus den Fängen der Terroristen zu befreien und die CTU und die Regierung zu warnen. Diese jedoch schenken ihm jedoch keinen Glauben und so muss Jack zunächst auf eigene Faust handeln. Viel Zeit bleibt aber nicht, denn Fayed und seine Männer planen, mehrere Atombomben in den USA zu zünden…

Zunächst das Gute: Das Konzept von 24 funktioniert nach wie vor hervorragend. Hat man erst einmal angefangen, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht, da die Spannung durchweg hoch gehalten wird und ein Cliffhanger den nächsten jagt. Dass die Echtzeit nicht immer ganz realistisch eingehalten wird und auch einige Ungereimtheiten und Logiklücken, dürfte niemanden mehr stören, der es schon bis zur sechsten Staffel geschafft hat. Allerdings: Was negativ ins Gewicht fällt, ist, dass die Handlung nicht wirklich etwas neues bringt und unter ihren Möglichkeiten bleibt. In einer Szene etwa hat Jack Bauer Zweifel, ob er überhaupt noch fähig ist, seiner Arbeit nachzugehen und etwa Täter zu verhören. Das wird später leider gar nicht mehr aufgegriffen, hier hätte man der Figur etwas mehr Tiefe geben können. Und das ist nur ein Beispiel für verschenktes Potenzial.

Bei den Darstellern ändert sich nur wenig und es kommen wieder einige neue hinzu, die sich aber nahtlos in das Team einfügen und sogar den einen oder anderen Glanzmoment haben. Auch gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren, die in vorherigen Staffeln mal aufgetaucht sind. Im Grunde kennt man aber die meisten Figuren bei der CTU und hat demnach auch keine Schwierigkeiten sich einzugewöhnen. Anders sieht die Konstellation im parallelen Handlungsstrang im Weißen Haus aus, wo neben Präsident Wayne Palmer eine Reihe neuer Figuren eingeführt werden, deren Schauspieler aber einen guten Job machen. Exemplarisch seien hier Powers Boothe (“Deadwood“) als Vizepräsident Daniels und Peter MacNicol (“Ally McBeal“) als Sicherheitsberater Tom Lennox genannt.

Fazit: Die teils recht harsche Kritik, die die sechste Staffel von 24 erfahren hat, ist durchaus nachvollziehbar. Die Serie entwickelt sich nicht weiter, sondern stagniert und die Handlung fällt im Vergleich zu vorherigen Staffeln auch etwas ab. Aber grundlegend gesprochen funktioniert die Serie nach wie vor und fesselt mehrere Abende vor den Fernseher, weil man doch unbedingt wissen möchte, wie es nun weitergeht. Die Spannung wird fast durchgängig hochgehalten und die eine oder andere Wendung überrascht immer noch, auch wenn man vorher schon weiß, dass es wieder Wendungen geben wird. Deshalb bekommt die sechste Staffel einen Punkt weniger, was meinen Gesamteindruck am besten beschreibt.

Meine Wertung: 7/10

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Review von bullion
Filmriss: 24 (Season One)
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Filmriss: 30 Rock (Season Two)

Nachdem ich vor der ersten Staffel der Comedyserie 30 Rock noch überhaupt nicht wusste, was mich erwartet, aber am Ende dennoch sehr angetan war, habe ich mich schon sehr auf die zweite Staffel gefreut. Staffel eins glänzte durch ihren intelligenten Witz und die durchgeknallten Charaktere und die skurrilen Geschichten, die sie erlebten. In den folgenden Zeilen könnt ihr erfahren, ob die 15 Episoden der zweiten Staffel an diese Qualität anschließen und den Zuschauer gut unterhalten können.

30 Rock (Season 02)Die Sommerpause ist vorbei und im GE Building des 30 Rockefeller Plaza wird wieder Comedy gedreht. Doch ist die Crew um Liz Lemon weit davon entfernt, auch nur ansatzweise normal arbeiten zu können. So hat zum Beispiel Jenna in der Sommerpause in einem Musical gespielt, in dem sie 32 Stücke Pizza in der Woche essen musste und hat dementsprechend an Umfang zugelegt. Jack Donaghy plant den nächsten Karrieresprung und verstrickt sich in einen Machtkampf mit dem zukünftigen Schwiegersohn des Chefs der Firma um den Vorsitz, während er gleichzeitig eine Liebesbeziehung geheim halten muss, die seiner Karriere schaden könnte, Tracy kämpft mit Familienproblemen und Liz muss sich mit ihren Ex-Freunden herumschlagen und dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter ihren Job erledigen, was einfacher gesagt als getan ist.

Im Prinzip macht die zweite Staffel von 30 Rock genau da weiter, wo die erste aufgehört hat. Allerdings braucht es inzwischen keine Zeit mehr, um mit der Serie warm zu werden, man steigt direkt wieder ein und freut sich über die bekannten Gesichter und die vielen neuen skurrilen Geschichten. Insgesamt kommt die Serie noch etwas runder daher als zuvor, da die Folgen mehr aufeinander aufbauen. Der Humor der Serie ist mit seinem Hang zur Übertreibung und dem Spiel mit Klischees immer noch der gleiche und macht nach wie vor jede Menge Spaß. Zahlreiche Seitenhiebe und Anspielungen auf das US-Fernsehen und die amerikanische Kultur bleiben ebenso wenig aus und unterhalten den geneigten Zuschauer glänzend.

Beim Cast hat sich seit der ersten Staffel nichts verändert. Die Schauspieler harmonisieren nach wie vor richtig gut miteinander und liefern eine überzeugende Vorstellung ab. Und auch wenn einem alle Figuren irgendwie ans Herz wachsen und man eigentlich keinen Favoriten herausheben will, so ist für mich Jack McBrayer als der Page Kenneth der heimliche Star der Serie, da die meisten seiner Szenen einfach urkomisch sind. Doch auch die anderen Charaktere sind durchweg sympathisch und die vielen Gastauftritte von Stars wie Jerry Seinfeld oder Steve Buscemi runden das sehr gute Gesamtbild perfekt ab.

Fazit: Auch die zweite Staffel von 30 Rock macht richtig viel Spaß. Wer auf wirklich lustige und gut gemachte Comedy steht, muss sich 30 Rock anschauen, denn der intelligente Witz und die sympathischen Figuren garantieren beste Serienunterhaltung. Ich jedenfalls freue mich auch schon riesig auf Staffel 3.

Meine Wertung: 9/10

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Filmriss: Alias (Season One)

Auch als bekennender Serienjunkie kann es mal vorkommen, dass eine Serie irgendwie an einem vorbeigeht. So ist es mir bei Alias gegangen. Was ich so darüber hörte, interessierte mich eigentlich gar nicht und so beachtete ich sie gar nicht weiter. Doch aufgrund von zahlreichen positiven Kritiken und Empfehlungen (etwa von bullion) habe ich mich dann doch einmal näher mit der Serie beschäftigt und Interesse bekommen. Meine Eindrücke der ersten Staffel lest ihr in der folgenden Serienkritik:

Alias (Season 01)Sydney Bristow führt ein Doppelleben: Für ihre Freunde ist sie eine Studentin und jobbt nebenher in einer Bank. In Wirklichkeit ist sie aber Geheimagentin bei SD-6, einer streng geheimen, weltweit operierenden Unterabteilung der CIA, wie sie glaubt. Als sie ihrem Verlobten von ihrem Geheimnis erzählt, lässt SD-6 ihn kaltblütig ermorden. Da erkennt Sydney, dass sie die ganze Zeit für den Feind arbeitete und steigt bei der CIA als Doppelagentin ein, die im Geheimen weiter für SD-6 arbeitet und Aufträge in aller Welt ausführt, sich aber von einem Kontaktmann der CIA Gegenaufträge geben lässt, um die kriminelle Organisation zu sabotieren und letztlich zu zerschlagen. Einzig ihr Vater, zu dem sie ein recht schwieriges Verhältnis hat, weil sie kaum etwas über ihn weiß, weiß über ihre Aktivität als Doppelagentin Bescheid.

Alias entpuppt sich als überaus intelligenter Agententhriller. Zwar wirkt die Grundkonstellation ein bisschen sehr konstruiert und als wirklich realistisch kann man die Serie auch nicht bezeichnen, aber dennoch bleibt die Handlung stehts spannend und vermag das Interesse des Zuschauers zu wecken. Die einzelnen Handlungsstränge sind sehr schön miteinander verflochten. Die Szenen aus Sydneys Privatleben bringen immer wieder ein bisschen Ruhe in die schnellen, actionreichen Szenen, die während Sydneys Aufträgen vorherrschen. Gemein: Jede Folge endet mit einem fiesen Cliffhanger, der einen quasi dazu zwingt, unbedingt weiterzuschauen, weil man wissen will, wie es weitergeht.

Auch die Figuren sind ein klarer Pluspunkt der Serie, deren Charaktere sich als durchaus tief erweisen, sodass sie durchaus glaubwürdig erscheinen. Das ist auch ein Verdienst der durchweg gut gewählten Schauspieler. Jennifer Garner als Sydney Bristow ist nicht nur Eyecandy, sondern spielt auch richtig gut. Auch Ron Rifkin als skrupelloser Kopf von SD-6, Victor Garber als Sydneys undurchsichtiger Vater Jack und all die anderen machen ihre Sache ausgezeichnet und ich könnte mir vorstellen, dass das Zusammenspiel in kommenden Staffeln noch besser wird.

Fazit: Wer auf intelligent erzählte Agententhriller steht und auch ein bisschen ein Faible für Mystisches und Verschwörungstheorien hat, für den dürfte Alias genau das richtige sein. Wenn man ein paar Abstriche beim Realismus machen kann und man sich an ein paar sehr konstruierten Szenen nicht stört, erwartet einen beste Serienunterhaltung. Ich bin schon sehr gespannt auf die zweite Staffel und hoffe, dass die Serie ihre Qualität halten kann.

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: Alias (Season Two)
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Filmriss: Avatar – Aufbruch nach Pandora

Avatar, der neue Film von Erfolgsregisseur James Cameron, ist mit Sicherheit der Film dieses Kinowinters. Kaum ein Film wurde und wird derzeit so sehr gehypt wie sein unkonventionelles Science Fiction Epos. Dabei präsentiert Cameron uns einen Film, der nur zu weniger als der Hälfte aus echten Livebildern besteht, sondern größtenteils am Computer entstanden ist. Diese Computeranimationen sind nahezu fotorealistisch und setzen neue Maßstäbe. Aber taugt der Film auch inhaltlich? Das erfahrt ihr wie immer aus meinem Filmriss, der sich auf die normale Version des Films bezieht und nicht auf die 3D-Fassung.

Avatar

Avatar - Aufbruch nach Pandora

Im Jahr 2154 besitzt die Menschheit eine Basis auf einem Planeten namens Pandora. Dort gibt es wertvolle Rohstoffe, die sich die Menschen zu eigen machen wollen. Speziell ausgebildete Ex-Militärs und Wissenschaftler arbeiten gemeinsam daran, den Abbau voranzutreiben, allerdings sind die Bedingungen auf dem Planeten für Menschen nicht sonderlich gut: Ohne Sauerstoffmaske können sie nicht überleben, außerdem wird der Planet von teilweise gefährlichen Kreaturen bewohnt und auch das naturverbundene Volk der Na’vi ist den Menschen ein Dorn im Auge. Um diese aus dem Weg zu schaffen, haben die Menschen sogenannte Avatare erfunden, die aussehen wie Na’vi, aber von Menschen gesteuert werden. Einen dieser Avatare steuert der frisch eingetroffene, aber querschnittsgelähmte Jake Sully. Er hat die Aufgabe, die Na’vi auszuspähen und zu studieren, damit die Menschen sie vertreiben können, um an die begehrten Rohstoffe zu kommen. Der nimmt die Aufgabe auch an und knüpft schnell die ersten Kontakte zu den Na’vi…

An sich hat mich das Szenario von Avatar kaum gereizt, aber da ich ein Freund von optisch interessant inszenierten Filmen bin, habe ich es dann doch gewagt, wenn auch leider nicht in 3D. Dennoch war der Film visuell wirklich außerordentlich beeindruckend. Da wird in Zukunft sicher noch einiges auf uns zukommen. Aber auch sonst schafft es Avatar ausgesprochen gut, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die Welt von Pandora und die Na’vi verzaubern einen sofort und man entwickelt als Zuschauer sofort Sympathien für sie. Dennoch bleibt die Handlung ohne überraschende Wendungen und ist im Großen und Ganzen vorhersehbar, was aber nicht stört, denn Langeweile kommt nicht auf, da die meiste Zeit irgendetwas passiert.

Die Schauspieler sind allesamt gut gewählt, auch wenn deren Leistungen aufgrund der vorherrschenden CGI-Szenen etwas in den Hintergrund tritt. Dennoch macht Sam Worthington (“Terminator: Die Erlösung”) als Held durchaus eine gute Figur, genauso wie Sigourney Weaver (“Aliens”), die die starke, aber auch einfühlsame Wissenschaftlerin Grace Augustine wie zu ihren besten Zeiten spielt. Besonders gut gefallen hat mir aber Stephen Lang (“Public Enemies”) als prolliger, rücksichtsloser Militärführer. Ein wirklich gut gewählter Antagonist.

Fazit: Avatar ist ein absoluter Augenschmaus. Die CGI-Effekte sind selbst ohne 3D-Effekt einfach der Wahnsinn. Beeindruckend, was technisch alles so möglich ist. Aber auch sonst hat der Film recht viel zu bieten. Die Geschichte ist trotz ihrer Vorhersehbarkeit durchaus stimmig umgesetzt und weiß zu gefallen, auch wenn es keine wirklichen Überraschungen gibt. Die lange Laufzeit des Films (161 Minuten) fällt kaum auf, was dem Film durchaus positiv anzurechnen ist. Langweilen wird man sich jedenfalls nicht. Wer also ein optisch beeindruckendes Werk mit einer netten, allerdings auch nicht überragenden Geschichte sehen will, sollte sich Avatar unbedingt anschauen.

Meine Wertung: 8/10
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Review von David

Filmriss: Dead Like Me (Season One)

Eine Frage, mit der sich die Menschheit schon seit Tausenden von Jahren beschäftigt, ist die Frage danach, was nach dem Tod kommt. Eine Antwort darauf versuchen die Religionen zu geben, die allerdingsdie Beweise schuldig bleibt. Wir können einfach nicht wissen, was nach unserem Ableben passiert. Ein mögliches Szenario zeigt uns die Serie Dead Like Me, die den Tod und das “Leben danach” thematisiert. Dabei wählt die Serie sowohl einen lustigen als auch einen nachdenklichen Ansatz. Wie dieses Zusammenspiel funktioniert und welchen Eindruck die Serie sonst hinterlässt, könnt ihr im folgenden Filmriss lesen:

Dead Like Me (Season 01)Georgia Lass ist ein 18-jähriges Mädchen ohne jegliche Perspektive. Das College hat sie geschmissen und eine Arbeit findet sie auch nicht. Sie macht nichts aus ihrem Leben. Doch eines Tages hat ihre Mutter genug davon und schickt sie los, um sich für einen langweiligen und unterbezahlten Bürojob zu bewerben. Gleich in der ersten Mittagspause erfährt ihr Leben jedoch eine dramatische Wendung: Sie wird von einem Toilettensitz der Raumstation MIR erschlagen und stirbt. Doch weil sie nichts aus ihrem Leben gemacht hat, trifft Georgia nach ihrem Tod auf Rube, der ihr erklärt, dass sie fortan eine Seelensammlerin ist und die Aufgabe hat, die Seelen Verstorbener zu retten und auf ihrer letzten Reise zu begleiten. Dazu muss sie in einem neuen Körper lernen, endlich mit den Widrigkeiten des normalen Alltags klarzukommen und zugleich ihre Aufgaben und Pflichten als Seelensammlerin akzeptieren.

Ein ungewöhnliches Setting also, mit dem Dead Like Me aufwartet und man muss sich erst einmal darauf einlassen. Das fällt aber recht schwer, da die Serie einen Spagat aus Comedy und Drama versucht, der nicht ganz überzeugend gelingen will, zumal es im Grunde zwei Hauptplots gibt, die sich immer mal wieder überschneiden. Auf der einen Seite Georgias Leben als Seelensammlerin, die schon Probleme damit hat, ihr eigenes “Leben” auf die Reihe zu kriegen und auf der anderen Seite das Leben von Georgias Familie, die über ihren Verlust einfach nicht hinwegkommt. Und vor allem dieser letzte Handlungsstrang trübt den Spaß an der Serie etwas, da man für die Familienmitglieder weder Sympathie noch Mitleid entwickelt. Kein Vergleich zum grandiosen Six Feet Under.

Toll sind hingegen die Dialoge gelungen, in denen die Mischform aus Comedy und Drama viel stimmiger daherkommt. Vor allem die Wortgefechte zwischen den Seelensammlern an ihrem Stammtisch sind immer wieder amüsant. Das liegt vor allem an den schrulligen Charakteren, die man im Vergleich zu Georgias Familie auch direkt sympathisch findet.

Letzteres liegt natürlich nicht zuletzt auch an den Schauspielern, die wirklich gut miteinander harmonieren. Ellen Muth spielt die gelangweilte Seelensammlerin Georgia wirklich ausgezeichnet. Auch Mandy Patinkin (“Criminal Minds“) ist eine ausgezeichnete Besetzung für den strengen Seelensammler-Boss Rube und auch die anderen “Untoten” stehen dem in nichts nach. Dafürfällt wie schon gesagt Georgias Familie etwas ab, was aber auch deren Rollen geschuldet ist.

Fazit: Dead Like Me ist eine ungewöhnliche Serie, die versucht, eine lustige Stimmung und ernstere, nachdenkliche Töne unter einen Hut zu bringen. Das gelingt nur phasenweise wirklich gut, da man sich doch ständig hin und hergerissen fühlt. Einige Passagen und Handlungsstränge fallen auch deutlich ab und so ist es mir passiert, dass ich zwischendurch extrem die Motivation verloren habe. Dennoch werde ich mir die zweite Staffel sicherlich zulegen, allerdings steht sie erst einmal hinten an.

Meine Wertung: 6/10

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Filmriss bei Doctor Who: Der neunte Doktor

Hallo liebe Leser der Gedankendeponie! Hier “spricht” ausnahmsweise nicht Konna, sondern ein Wesen von außerhalb. Mein Name ist Julia und ich schreibe normalerweise auf 49 Suns. Im vorletzten Monat war ich in Urlaub und Konna war so freundlich einen Gastbeitrag als Vertretung beizusteuern. Dies hier ist sozusagen das Gegenstück.

Konna ist nicht nur Experte für Gastbeiträge (wie z.B. im Rahmen des Blogjulklapp), sondern schreibt auch gute Serienkritiken und Beitragsserien. Ich packe alle drei Zutaten zusammen und mache eine Gastbeitragsserie über eine TV-Serie. Ausgesucht habe ich die britische TV-Serie Doctor Who, die von 1963-1989 und seit 2005 wieder bei der BBC lief/läuft. In Deutschland ist die Serie fast unbekannt und hat erst Recht nicht den Kultstatus, den sie auf der Insel genießt. Mit meiner Beitragsserie möchte ich das zumindest im Kleinen ändern.

Dieser Beitrag ist der neunte, wie die Überschrift schon andeutet, könnte jedoch auch als der erste durchgehen, wie wir gleich sehen werden. Aus diesem Grund ist es nicht nötig, die vorherigen Beiträge zu lesen (Liste bei mir), aber der interessierte Leser mag sich vielleicht doch durchklicken, insbesondere diejenigen, die die heute besprochene Serie kennen, aber nicht die Vorgeschichte.

Worum geht es überhaupt

TARDISDie Hauptfigur ist der namenlose Doctor, der in seiner TARDIS (Time and Relative Dimension(s) in Space) durch Raum und Zeit reist, welche wie eine blaue Polizeizelle aussieht (siehe Bild) und innen größer als außen ist. Durch die Nichtvorgabe von Schauplatz und Zeitrahmen ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten, d.h. der Doktor und seine Companions landen auf fremden Planeten, entfernten Raumstationen, weit in der Zukunft der Erde oder in unserer Vergangenheit, wo sie häufig auf berühmte Persönlichkeiten treffen.

Diese Verbindung von Sci-Fi, Drama, Action und Abenteuer ist für die ganze Familie geeignet, d.h. es wird nicht allzu gewalttätig und blutig, damit auch Fünfjährige zuschauen können, aber die Geschichten sind komplex und interessant, dass auch Erwachsene gebannt dabei sind. Natürlich ist auch eine gute Prise Humor dabei, wie man das von britischen Serien gewohnt ist.

doctor-who-series-01 Stichwort britische Serien! Dies hier ist die erste Serie auf der Gedankendeponie, die nicht für den amerikanischen Markt produziert wurde ((Ich sage absichtlich nicht amerikanische Serien, da Rome und The Tudors in Europa gedreht und von europäischen Firmen mitfinanziert wurden, aber zuerst in den USA ausgestrahlt wurden.)) und das merkt man auch, wenn man es nicht gewohnt ist. Für mich war es die erste (von sehr vielen) britischen Serien, die ich angesehen habe und allen gemeinsam ist eine gewisse Selbstironie und stärkere Verwurzelung in der Realität, wie man es von typischen amerikanischen Serien überhaupt nicht kennt. Ist es am Anfang ungewohnt, möchte man nach einer Weile gar keine US-Serien mehr anschauen, weil diese oft gekünstelt und übertrieben wirken.

Ein Neuanfang für jung und alt

Wie in der Einleitung schon geschrieben ist die Serie ziemlich alt und ist sogar als am längsten laufende und erfolgreichste Science-Fiction-Serie im Guinness-Buch der Rekorde. Doch nach einer Pause von 16 Jahren (unterbrochen von einem Film) konnte man nicht voraussetzen, dass der durchschnittliche Zuschauer die Vorgeschichte kannte. Deswegen hat das Produzententeam die Serie so konzipiert, dass die neue Serie für sich steht und das ist sehr gut gelungen. Man erfährt, dass der Doktor ein Time Lord vom Planeten Gallifrey ist, der schon seit 900 Jahren durch Raum und Zeit reist.

In seiner neunten Inkarnation (dazu gleich mehr) wird der Doktor von Christopher Eccleston gespielt, der hervorragend die überschäumende Freude und den tiefen Schmerz des Time Lords darstellen kann. An seiner Seite macht Billie Piper eine sehr gute Figur und bewies, dass auch Popsternchen überzeugend schauspielern können.

9thdoctor-run

In der ersten Folge Rose lernen wir den Doktor aus der Sicht von Rose Tyler kennen, eine 19-jährige Verkäuferin in London, deren Leben durch eine Alieninvasion auf den Kopf gestellt wird. Der mysteriöse Doktor taucht auf, sprengt ihren Arbeitsplatz in die Luft und von da an ist nichts mehr wie zuvor. Rose hilft die Gefahr abzuwenden und da sie nun nichts mehr auf der Erde hält, nimmt sie das Angebot an, mit dem Unbekannten auf Reisen zu gehen.

Für die unbenannten Aliens ist dies nicht der erste Auftritt in Doctor Who und alte Fans werden sofort die Autons erkennen, ebenso wie weitere altbekannte Feinde und neu kreierte Gegner in den nächsten Folgen.

Nach diesem furiosen Auftakt geht es in der zweiten Folge fünf Milliarden Jahre in die Zukunft und Rose kann die Expansion der Sonne (und Zerstörung der Erde) beobachten und viele seltsame Aliens treffen. Danach geht es dann ins viktorianische Wales, wo sie Gasgeister und Charles Dickens trifft.

Im Laufe der dreizehn Folgen ((Ein weiterer Unterschied zu US-Serien: britische Serien haben normalerweise sechs bis 13 Folgen und wesentlich weniger Staffeln.)) erleben Rose und der Doktor unglaubliche Geschichten, in denen auch ernste Themen angesprochen werden wie z.B. die Verantwortung durch eine Zeitmaschine und das gegeneinander Aufwiegen von Leben. Und am Ende folgt dann die Überraschung für die neuen Zuschauer, denn der Doktor kann sich bei lebensgefährlicher Verletzung regenerieren, d.h. er erhält einen neuen Körper. Diesen Trick hat man sich ursprünglich ausgedacht, um die Serie mit einem anderen Hauptdarsteller fortzuführen, aber mittlerweile ist es Teil des Kanons und es wird jedes Mal ein Riesenwirbel um den nächsten Doktor gemacht. Um Nummer zehn wird es im nächsten Beitrag bei Beety gehen.

Kult im UK, unbekannt in Deutschland

Dass die alte Serie hierzulande fast unbekannt ist, liegt hauptsächlich daran, dass die Serie erst ab Mitte der Achtziger in deutsch synchronisiert wurde und Anfang der Neunziger ausgestrahlt. Von der neuen Serie (oft als Doctor Who (2005) bezeichnet) strahlte Pro7 Sonntag Nachmittags einige Folgen aus und die wenigen Minuten, die ich gesehen habe, waren schrecklich synchronisiert und außerdem geschnitten. Deswegen meine Empfehlung, sich die Serie auf jeden Fall im Original anzusehen. Das hat auch den Vorteil, dass dort mittlerweile viereinhalb Staffeln ausgestrahlt und auf DVD erschienen sind, während hier nur eine Handvoll im Fernsehen kamen (keine weiteren Pläne soweit ich weiß) und auch nur zwei Staffeln auf DVD erhältlich sind. Tja, Konna, da musst du mal über deinen Schatten springen, denn das Schauen von englischen Serien mit Untertiteln fördert die Sprachkenntnis (Studie via SpOn).

Meine Wertung: 10/10
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Der neunte Doktor bei der BBC
Der neunte Doktor im Tardis-Wiki

Filmriss: 2012

Der Weltuntergang ist ein beliebtes Thema in Hollywood. Ob die Menschheit dabei von einer Eiszeit, einem Metoriten oder Aliens dahingerafft wird, spielt eigentlich kaum eine Rolle. Hauptsache es kracht und knallt an allen Ecken und Enden. Die Handlung und die Dialoge sind da eher nebensächlich. Etwas anderes erwartet man auch nicht, wenn man sich so einen Film anschaut. So ist es auch bei 2012, dem Film von Roland Emmerich über den angeblich bevorstehenden Weltuntergang, der in vielen Prophezeihungen vorausgesagt wird. Doch schauen wir mal – ohne die Seriösität solcher Vorhersagen zu berücksichtigen – ob 2012 ein gelungener Film ist. Zunächst zur Story:

2012

2012

Der Wissenschaftler Adrian Helmsley entdeckt im Jahr 2009, dass die größten Sonneneruptionen seit Menschengedenken dafür sorgen, dass sich der Erdkern aufheizt und es dadurch zu massiven Erdbeben, Landverschiebungen, Vulkanausbrüchen und Tsunamis kommen wird. Diese werden solche Ausmaße haben, dass sie die Menschheit komplett ausrotten werden. Um dieser Situation Herr zu werden, entwickelt der wissenschaftliche Berater des US-Präsidenten einen Plan, die führende Elite der Menschheit (also diejenigen, die es sich finanziell leisten können), zu retten, indem riesige Archen gebaut werden. Als im Jahr 2012 die Zahl Katastrophen rapide zunimmt, muss der gefasste Plan vorgezogen werden. Vor diesen Katastrophen versucht sich auch Jackson Curtis zu retten, ein geschiedener Familienvater und erfolgloser Romanautor. Als er der Bedrohung gewahr wird, versucht er sich und seinen Kindern und seiner Ex-Frau irgendwie zu retten, dem Chaos zu entkommen und per Flugzeug an einen sicheren Ort zu gelangen…

Wenn man sieht, wie komplette Städte völlig zerstört werden, ein wahres Feuerinferno entzündet wird oder gewaltige Flutmassen riesige Landschichten unter sich begraben, mag einem manchmal schon der Mund offen stehen bleiben. Eine wahre Effektorgie wird immer dann abgespielt, wenn die Katastrophen Mittelpunkt des Geschehens sind. In ruhigeren Momenten treten dann jedoch die klaren Schwächen des Films hervor: Der Plot bleibt einem jegliche Erklärung der Ereignisse schuldig und die Dialoge triefen nur so vor Pathos und stellenweise wirkt der Film äußerst unfreiwillig komisch. Das Hirn wird von 2012 definitiv nicht angesprochen. Nicht anschauen sollte man sich den Film auch, wenn man man mit Logiklücken nicht zurecht kommt und zumindest einen Rest an Realismus behalten möchte. Aber das will 2012 auch gar nicht leisten.

So halten sich allerdings auch die schauspielerischen Leistungen im Rahmen, weil ihre Figuren viel zu stereotyp und eingeschränkt in ihrem Handeln sind. Was mit Jackson Curtis (John Cusack) und seiner Familie passiert, ist einem eigentlich relativ egal, weil man keinerlei Beziehung zu ihnen herstellt. Am meisten Sympathiewerte bekommt noch Dr. Helmsley (Chiwetel Ejiofor), der am besten dargestellte Charakter ist der des pragmatischen Wissenschaftlers Carl Anheuser (Oliver Platt). Kein Totalausfall, insgesamt wäre aber viel mehr drin gewesen.

Fazit: 2012 ist ein typischer Emmerich-Film, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Effekte und Schauwerte sind über jeden Zweifel erhaben, die Action stimmt und der Film ist auf keinen Fall langweilig. Allerdings weist der Rest zahlreiche Mängel auf: Die Dialoge und oberflächlichen Figuren verhindern jeglichen Bezug und die unfreiwillige Komik stört mehr als die zahlreichen Logik- und Realismuslücken, die man noch gut verschmerzen kann. Wer mit dieser Erwartung ins Kino geht, der wird jedenfalls nicht enttäuscht werden. Ich war es jedenfalls nicht.

Meine Wertung: 6/10
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2012 in der IMDB
Weltuntergang im Jahr 2012!?