Tag Archiv für Futurama

Filmriss: Futurama – Leela und die Enzyklopoden

Als schon längere Zeit nach dem Ende der Serie bekannt wurde, dass Futurama mit vier Spielfilmen fortgesetzt werden würde, war die Freude bei den Fans riesig. Die Filme erreichten zwar nicht ganz das Niveau der Serie, waren aber doch durchweg gute Unterhaltung für die nach mehr dürstenden Fans. Das schlug sich auch in den Verkaufszahlen nieder und Gerüchten zufolge wird derzeit überlegt, ob es vielleicht doch eine weitere Staffel geben soll.  Doch das ist Zukunftsmusik, nun erstmal die Review zum vierten und letzten DVD-Film von Futurama mit dem bescheuerten deutschen Titel “Leela und die Enzyklopoden”, im Original “Into the wild green yonder”.

Futurama - Leela und die EnzyklopodenDie Planet-Express-Crew ist zu Gast auf dem Mars bei den reichen Eltern von Amy Wong, Leo und Inez. Diese reißen dort das alte Mars Vegas ab und wollen ein neues, größeres zu bauen. Gegen dieses Vorhaben protestiert eine Gruppe Öko-Feministinnen, die die Zerstörung der Umwelt nicht gutheißen. Als diese vom Gelände entfernt werden sollen, kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Schmuckstück in Frys Kopf stecken bleibt, wodurch er plötzlich Gedanken lesen kann, wodurch der Geheimbund der Matschbirnen auf ihn aufmerksam wird. Weil Mr. Wong einen inter-galaktischen Riesenminigolfplatz bauen will, der die Zerstörung eines belebten Zwergplaneten erfordert, schließt sich Leela den Öko-Feministinnen an, während Fry von den Matschbirnen den Auftrag bekommt, sich bei den Wongs einzuschleichen und die Zerstörung zu verhindern, da der Zwergplanet mehr ist, als er zu sein scheint…

Anhand des Inhalts wird schnell deutlich: Leela und die Enzyklopoden hat sich den Naturschutz als Hauptthema ausgesucht. Das haben wir allerdings schon in mehreren Episoden der Serie gesehen und war dort auch weitaus besser gelöst. Weiterhin gibt es kleinere Anspielungen auf den Pokerhype und auf Gangsterfilmklischees. Auch letzteres ist schon aus mehreren Episoden bekannt. So hat der vierte Futurama-Film leider nicht viel Neues zu bieten und bleibt dahingehend klar hinter den Vorgängerfilmen zurück. Das gilt auch für die Gagdichte und -qualität – wirklich lauthals lachen kann man nur selten.

Das hört sich nun alles recht schlecht an und in gewissem Maße ist es das auch, wenn man die Serie als Vergleich heranzieht. Dennoch ist das Wiedersehen mit Fry, Leely, Bender und Co. nicht langweilig. Man ist nur besseres gewohnt. Doch hat der Film auch wirklich seine großen Momente, etwa die zahlreichen Anspielungen auf das erneute Serienfinale, das nicht unbedingt eines bleiben wird. So spielt beispielsweise eine Szene im Planet Express Gebäude, in der Professor Farnsworth die Firma schließen will (draußen hängt ein Schild “Going Out Of Business Forever! Again!”) und Zoidberg und Hermes die Karrierechips entfernt (Anspielung auf die erste Folge), sie ihnen aber kurze Zeit später wieder einsetzt. Auch gibt es einen Cliffhanger am Ende, der eine Fortführung der Handlung zulässt. Dennoch ist das Ende deutlich schwächer als das ursprüngliche Ende der vierten Staffel.

Kein Futurama-Film ohne Gaststars: In dieser Episode geben sich der Rapper und Schauspieler Snoop Dogg, der Erfinder von Family Guy und American Dad, Seth MacFarlane und  das Trickkünstler- und Komiker-Duo Penn & Teller die Ehre. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit vielen Nebenfiguren wie dem Donbot und seinem Lakaien Klemmer. Auf einer großen Versammlung sind auch 250 Nebencharaktere aus allen Folgen zu sehen, eine sehrschöne Reminiszenz. Die DVD ist wieder randvoll mit Extras wie 10 Liebestipps von Zapp Brannigan einem Zeichenkurs, entfallenen Szenen und vieles mehr.

Fazit: Leela und die Enzyklopoden ist leider der schwächste der vier erschienenen DVD-Filmen von Futurama. Nur noch wenige Gags bringen einen dazu mehr als nur zu schmunzeln und die Story fängt zwar gut an, lässt aber sehr stark nach. Sehr schade auch, dass der Film den neuen Schlusspunkt der Serie setzt, das Finale der vierten Staffel wirkte da wesentlich stimmiger. Bleibt nur zu hoffen, dass es doch dazu kommt, dass Futurama noch einmal neu aufgelegt wird – einige Anspielungen dahingehend stimmen hoffnungsvoll. Ansonsten bleibt das Finale leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Meine Wertung: 6/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Link-Container:
Filmriss: Futurama (Season One)
Filmriss: Futurama (Season Two)
Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
Filmriss: Futurama – Bender’s Game
Futurama: Leela und die Enzyklopoden bei Amazon kaufen

Filmriss: Futurama – Bender’s Game

Und schon wieder ist die Planet Express Crew unterwegs! Im nunmehr dritten von vier geplanten DVD-Spielfilmen namens “Bender’s Game” verschlägt es die Crew in eine Fantasywelt, die Peter Jacksons Version von Mittelerde nachempfunden ist. Ob auch das dritte Spielfilmabenteuer von Futurama sehenswert ist und wie es im Vergleich zu den beiden Vorgängern “Bender’s Big Score” und “Die Ära des Tentakels” abschneidet, erfahrt ihr im heutigen Filmriss. Und wie immer geht es natürlich los mit einer kleinen Inhaltsübersicht:

Futurama - Bender's GameDie Planet Express Crew muss Sprit sparen. Die fiese Konzernchefin Mom hat ein Monopol auf die als Treibstoff genutzte dunkle Materie und hat die Preise so hoch geschraubt, dass sie kaum noch zu bezahlen sind. Professor Farnsworth, Erfinder des Dunkle-Materie-Antriebs hat aber eine Idee, wie sie die Reserven von Mom auf einen Schlag wertlos machen können. Während sich die Crew also auf den Weg macht und Moms Produktionsstätte infiltriert, ist Roboter Bender dem Fantasy Pen & Paper Spiel Dungeons & Dragons verfallen und verrückt geworden, weshalb er in die Roboter-Irrenanstalt gebracht wird. Durch einen unglücklichen Zufall jedoch geraten Fry, Leela & Co. sowie Mom und ihre Söhne in eine Fantasywelt, in der es für die Crew darum geht, einen magischen Würfel zu zerstören…

Nachdem für mich als Fan der letzte Futurama-Spielfilm “Die Ära des Tentakels” ein wenig enttäuschend war (wenn auch nicht schlecht), habe ich mich natürlich sehr auf “Bender’s Game” gefreut, zumal mir auch das Thema Fantasy und Rollenspiele etc. sehr gut gefällt. Doch muss man den Film in zwei Teile teilen, der erste Teil spielt in der normalen Futurama-Welt und hat das große Thema “Spritpreise”, während es in der zweiten Hälfte dann durch einen Zufall in eine Fantasywelt, die Mittelerde aus “Der Herr der Ringe” nachempfunden ist.

Solch kurios anmutende Handlungswendungen sind aber nichts Neues für Futurama und definitiv nichts schlechtes – so wird der Film nicht langweilig. Aus beiden Teilen hätte man aber noch mehr machen können, einige Gags zielen leider daneben. Auf Lacher muss man aber dennoch nicht verzichten. Wenn aus Fry in der Fantasywelt Frydo wird und aus Leela die pfeilschießende Zentaurin Leegola, weiß natürlich jeder, was hier gekonnt auf die Schippe genommen wird. Dennoch ist die weniger parodistische erste Hälfte des Films, die etwas bissiger und gesellschaftskritischer daher kommt, insgesamt besser und hat ein paar brüllend komische Szenen in petto, die aus Spoilergünden natürlich nicht verraten werden.

In den Futurama-Filmen sind bisher immer Gaststars aufgetreten, so auch diesmal: Der Erfinder von “Dungeons and Dragons” und vor ca. einem Jahr verstorbene Gary Gygax, Rich Little und George Takei (“Star Trek”, “Heroes”). Natürlich sind auch wieder viele Nebenfiguren aus der Serie dabei, zum Beispiel Mom oder der verrückte Roboter Roberto. Es kommen aber lange nicht so viele Figuren vor wie in den beiden bisherigen Filmen. Wie von Futurama-DVDs gewohnt beinhaltet auch Bender’s Game wieder zahlreiche nette Extras, die man sich dann auch wirklich gerne mal anschaut.

Fazit: Bender’s Game erreicht in etwa die Qualität des Vorgängerfilms “Die Ära des Tentakels” und ist etwas schwächer als “Bender’s big Score”. Wer die Serie kennt, freut sich, dass einige Handlungsstränge wieder aufgegriffen und weitergeführt werden und auch die Anspielungen auf “Dungeons & Dragons”, sowie “Der Herr der Ringe” sind für Kenner ein absoluter Genuss. Die Gagdichte ist aber leider relativ gering und auch nicht jeder Witz zündet. Dennoch werden Fans definitiv ihren Spaß an “Bender’s Game” haben.

Meine Wertung: 7/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Link-Container:
Filmriss: Futurama (Season One)
Filmriss: Futurama (Season Two)
Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
Futurama: Bender’s Game bei Amazon kaufen

Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels

Die Planet Express Crew ist wieder unterwegs! Nach ihrem Spielfilmdebut “Bender’s Big Score” folgt nun der zweite von insgesamt vier geplanten DVD-Spielfilmen der Zeichentrickserie von Simpsons-Schöpfer Matt Groening. Wie dieser im Vergleich zu seinem Vorgänger und natürlich auch zur grandiosen Serie abschneidet, darüber will ich euch in den folgenden Zeilen berichten. Aber erst einmal zum Inhalt, damit ihr wisst, worum es geht:

Futurama - Die Ära des Tentakels

Futurama - Die Ära des Tentakels

Ein plötzlich entstandener, riesiger Riss im All hat ein Tor zu einem anderen Universum geöffnet, von dem niemand weiß, was sich dahinter verbirgt. Nachdem ein Versuch der Planet Express Crew, den Riss zu untersuchen, fehlschlägt, nimmt sich das Militär unter der Führung von Captain Zapp Brannigan der Sache an. Fry jedoch  betritt aus Einsamkeit und Trauer darüber, dass seine große Liebe Colleen nicht so ist, wie er sich erhofft hatte, das Paralleluniversum und wird von einem Riesenmonster mit einer sehr fragwürdigen Moral und Millionen Tentakeln in Besitz genommen und verkündet fortan dessen Botschaften an die Menschheit. Wieder einmal liegt es in den Händen der (restlichen) Planet Express Crew um Leela, Bender und Amy, die Welt vor einer scheinbaren Katastrophe zu retten.

Als bekennender Futurama-Anhänger, der alle Folgen mindestens vier mal gesehen hat, war ich natürlich voller Erwartungen, bevor ich den Film gesehen habe. Diese wurden zum Teil leider enttäuscht, denn die Story nahm nur sehr langsam fahrt auf. Das ist zwar per se nicht schlimm, Futurama kann auch in Nebenplots sehr lustig sein, allerdings fand sich dort das zweite Haar in der Zoidbergkotze: Viele Gags hat man irgendwie irgendwo schon mal gesehen und auch wenn man immer noch drüber schmunzelt, hätte man insgesamt auf mehr Neues gehofft. Die Gagdichte war noch etwas geringer als im Vorgänger “Bender’s Big Score” und die Witze sind mehr als Persiflage auf Science-Fiction Filme und Serien gedacht denn als subtile Gesellschaftskritik mit Gegenwartsbezug . Das klingt jetzt aber alles schlechter, als es letztlich ist, denn es ist immer noch Futurama und “Die Ära des Tentakels” hat auch seine großen Momente – die Auftritte von Dr. Zoidberg und  dem Möchtegern-Casanova Zapp Brannigan führen fast immer zu garantierten Lachern.

Als Gaststars geben sich diesmal Stephen Hawking, Brittany Murphy und David Cross die Ehre. Ersterer tritt auch als er selbst im Film auf, die anderen beiden sprechen die Rollen von Colleen bzw. Yivo. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren aus dem Futurama-Universum wie Calculon, Dr. Wernstrom  oder der Lustbot. Ein paar Worte zur Synchronisation: Unverständlicherweise ist die deutlich schlechter geworden als die bisherige, die für eine auf recht viel Wortwitz setzende Serie ziemlich gut war. Das manche Sprecher nicht wieder verpflichtet werden konnten, ist ja noch zu verschmerzen, aber wenn sich manche Figuren plötzlich Siezen, wirkt das schon sehr aufgesetzt und schadet dem gewohnten Futuramagefühl.

Fazit: Nachdem schon “Bender’s Big Score” im Vergleich zur Serie ein wenig abfiel, aber immer noch gut und sehenswert war, ist “Die Ära des Tentakels” leider noch ein kleines Stückchen schwächer als der Vorgänger. Fans freuen sich über ein paar Anspielungen und das Wiedersehen mit einigen Charakteren und haben sicherlich ihren Spaß am Film, das hohe Niveau der Serie erreicht er allerdings nur in manchen Momenten.

Meine Wertung: 7/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Weiterführende Links:

Filmriss: Futurama (Season One)

Filmriss: Futurama (Season Two)

Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score

Filmriss: Futurama (Season Two)

Die zweite Staffel der beliebten Trickserie Futurama von Simpsons-Schöpfer Matt Groening setzt im Prinzip da an, wo die erste Staffel aufgehört hat: Wir begleiten Fry, Leela, Bender und den Rest der Planet Express Liefercrew bei ihren aberwitzigen Abenteuern und finden heraus, dass sich die Welt in 1000 Jahren von unserer heutigen gar nicht so sehr unterscheidet. Wem Futurama gar nichts sagt, sollte erstmal meine Review zur ersten Staffel lesen.

Futurama (Season 02)In der zweiten Staffel erwarten den Zuschauer diverse Highlights. Zum Beispiel bekommt Bender einen Gefühlschip verpasst, weil er Leelas Haustier Nibbler die Toilette heruntergespült hat. Wir lernen außerdem das zukünftige Weihnachtsfest kennen, mit einer Palme statt Tannenbaum und einem Roboterweihnachtsmann, der ein festliches Blutbad anrichten möchte. Dr. Zoidberg versucht, auf seinem Heimatplaneten ein paarungswilliges Weibchen zu finden, der Professor klont sich einen Nachfolger, der sein Erbe antreten soll und wir bekommen den ersten Teil der “Geschichten von Interesse” zu sehen: Professor Farnsworth hat eine “Was wäre wenn…”-Maschine erfunden, die einem ebensolche Fragen mit einem kurzen Filmchen beantwortet und lässt diese von der Crew ausprobieren.

Im Vergleich zur ersten Staffel sind Anspielungen auf heutige Themen und Filme in der zweiten Staffel noch stärker vorhanden und insgesamt toppt diese die ersten Folgen, die auch schon grandios waren, noch einmal. In der Folge “Wie ein wilder Bender” (Raging Bender) wird Bender zum Roboter-Wrestler und erlebt dabei den rasanten Aufstieg und den mindestens so rasanten Abstieg in einem abgekarterten Sport. In der Folge “Cyclopia” (A Bicyclops Built for Two) entdeckt Leela endlich einen weiteren Vertreter ihrer Art, den Zyklopen Alcazar, in den sie sich verliebt und den sie sogar heiraten will. Doch nachdem alles in trockenen Tüchern zu sein scheint, kommt sein wahrer Charakter ans Licht und Alcazar mutiert zu einer Zyklopenversion von Al Bundy aus “Eine schrecklich nette Familie”. Ein Großteil der Folge wird diese Serie parodiert. Das doppelt lustige daran ist, dass die Synchronsprecherin von Leela niemand geringeres als die Peggy Bundy Darstellerin Katey Sagal selbst ist. Eine grandios selbstironische Folge von ihr. Sehr sympathisch!

In der Folge “Allein gegen die Robotermafia” (Bender Gets Made) werden sehr viele aus Filmen bekannte Mafia-Klischees aufgenommen, “Tief im Süden” (The Deep South) spielt auf Arielle die Meerjungfrau und den Atlantismythos an und in “Kennen Sie Popplers?” (The Problem With Popplers) bekommen Fast Food Ketten wie Mc Donalds und Burger King ihr Fett weg. Gleichzeitig wird uns ein moralischer Spiegel vorgehalten: Denken wir überhaupt noch darüber nach, was wir alles jeden Tag so essen und in uns reinstopfen?

Noch ein paar Worte zur Synchronisation: Sowohl in der englischen als auch in der deutschen Fassung sind die Stimmen sehr treffend gewählt. Die Übersetzung finde ich im Vergleich mit anderen Serien durchaus gelungen, die meisten Witze und Anspielungen versteht man auch auf deutsch. Da ist man sonst deutlich Schlimmeres gewohnt. Lediglich in der erwähnten Folge “Cyclopia” kommt der Witz nicht ganz so gut durch.

Fazit: Wer die erste Staffel mochte, wird die zweite Staffel lieben. Man bekommt mehr, man bekommt noch besseres und man bekommt ein paar der besten Folgen der Serie zu sehen. Für mich ist Futurama die beste Trickserie und steckt die Simpsons, South Park, Family Guy und wie sie alle heißen locker in die Tasche. Darum gibt es auch wieder die volle Punktzahl.

Meine Wertung: 10/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Link-Container:
Filmriss: Futurama (Season One)
Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
Futurama – Season 2 bei Amazon kaufen

Filmriss: Futurama (Season One)

Der New Yorker Lieferjunge Philip J. Fry ist nicht gerade ein helles Köpfchen. An Silvester des Jahres 1999 lässt er sich nach einer gefakten Pizzalieferung in ein ausversehen in einem Kühllabor einschließen und wacht erst 1000 Jahre später wieder auf. Im New-New York des Jahres 2999 hat sich vieles verändert und Fry beginnt ein völlig neues Leben.

Futurama (Season 01)Zunächst trifft Fry auf Bender, einen trinkenden und kleptomanischen Roboter, mit dem er schnell Freundschaft schließt. Gemeinsam fliehen die beiden vor Leela, einer Einäugigen, die Fry verfolgt, um ihm einen Berufschip einzusetzen, der ihmnwieder einmal zum Lieferjungen machen würde. Schnell erkennt Leela jedoch, dass sie und Fry ein ganz ähnliches Schicksal haben: Sie sind beide Fremde in dieser Welt – Fry, weil er aus der Vergangenheit kommt und Leela, weil sie eine Waise ist und nichts über ihre Herkunft weiß. So beschließt die Truppe, gemeinsam weiter zu machen und sucht Frys Ur-Ur-Ur-Ur… Großneffen auf, den steinalten und senilen Professor Farnsworth. Dieser heuert die drei als seine neue Raumschiffcrew für seine intergalaktische Lieferfirma “Planet Express” an. Und so nimmt das Chaos seinen Anfang…

Eigentlich hat fast jeder schon von Futurama gehört, ist die Serie doch von Simpsons-Schöpfer Matt Groening erschaffen worden. Das sagt schon viel über die Qualität aus, aber rein subjektiv betrachtet setzt Futurama noch einen oben drauf und hängt die Simpsons in Sachen Humor und Gesellschaftskritik klar ab, obwohl sie in sehr ferner Zukunft spielt. Denn immer wieder gibt es Anspielungen auf unsere Zeit (Umweltverschmutzung) oder es wird mehr als deutlich gezeigt, dass die Menschheit auch in 1000 Jahren nicht viel dazugelernt hat und im Prinzip mit den selben Problemen zu kämpfen hat wie heute auch. Gleichzeitig schafft die Serie es aber auch, durch Slapstickeinlagen, Wortwitze und Skurrilitäten zu gefallen und beansprucht fast ständig die Lachmuskeln. Vor allem entdeckt man mit jeder Sichtung der Serie immer wieder neue Details. Für diese Review habe ich mir die erste Staffel noch einmal angesehen, insgesamt schon das vierte Mal.

Die Folgen selbst hängen nur lose miteinander zusammen. Zwar wird immer wieder mal Rückbezug auf ein Ereignis einer anderen Folge genommen (z. B. Leelas One Night Stand mit dem narzisstischen Raumschiffcaptain Zapp Brannigan), aber es ist nicht unbedingt notwendig, alle Folgen in vorgegebener Reihenfolge anzuschauen. Jede Einzelfolge hat eine abgeschlossene Handlung, meistens handelt es sich dabei um einen Auftrag, den die Crew von Professor Farnsworth bekommen hat, bei denen jedoch immer irgendetwas schief geht. Manche Folgen sind aber auch sehr figurenbezogen oder spielen nur auf der Erde, für genug Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt.

Einen großen Anteil am Humor der Serie haben natürlich auch die Hauptfiguren. Neben dem trotteligen und naiven Fry, der immer noch nach den Regeln des 20. Jahrhunderts lebt, Bender, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und Leela, die die Stimme der Vernunft ist und den anderen immer zur Hilfe eilen muss, gibt es noch den senilen Professor Farnsworth, der immer wieder merkwürdige Erfindungen produziert und die Crew von einem Selbstmordauftrag zum nächsten schickt, den Arzt Dr. Zoidberg, der selbst eine Krabbe ist, sich aber auf Humanmedizin spezialisiert hat und Hermes Conrad, der jamaikanische, Limbo tanzende Bürokrat. Diese Figurenkonstellation macht einfach Spaß und jeder Charakter für sich ist irgendwie sympathisch.

Fazit: Entweder liebt man Futurama oder man kann es nicht leiden. Ich zähle mich auf jeden Fall zur ersten Gruppe und kann absolut nichts schlechtes über diese Ausnahmeserie sagen. Hier findet man Humor und Gesellschaftskritik in so konzentrierter Form, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu gucken. Futurama ist für mich schlicht die beste Zeichentrickserie aller Zeiten. Und auch wenn die erste Staffel die schwächste (und kürzeste) ist, bietet sie doch mehr als genug Spaß, um die volle Punktzahl als Wertung zu rechtfertigen.

Meine Wertung: 10/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Link-Container:
Filmriss: Futurama (Season Two)
Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
Futurama – Season 1 bei Amazon kaufen

Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score

Futurama ist zurück! Die Trickserie von Simpsons-Schöpfer Matt Groening, die nach vier Staffeln überraschenderweise eingestellt wurde. “Bender’s Big Score”, so der Titel, ist im Prinzip eine Folge in Spielfilmlänge. Weitere DVD-Filme sind in Planung und vielleicht kommt auch noch eine neue Staffel. Doch nun erstmal zu “Bender’s Big Score”:

Bender's Big ScoreDie Crew von Planet Express hat Grund zum Feiern: Die Verantwortlichen des “Box Networks” (eine Anspielung auf Fox, von denen die Serie eingestellt wurde) wurden entlassen und nun darf die Crew von Prof. Farnsworth wieder Pakete ausliefern. Doch bei ihrem ersten Auftrag werden die Crewmitglieder durch einen Trick von Nudisten-Aliens dazu überredet, ihre E-Mail-Adressen herauszurücken. Wieder daheim angekommen werden ihre Postfächer von Spammails überflutet und durch verlockende Angebote zur Herausgabe ihrer Kontonummern verleitet. So gelingt den Aliens die Übernahme der Lieferfirma und das Einschleusen eines Virusses in den Computer des Roboters Bender, der den Aliens fortan zu Diensten steht.Daraufhin finden die nackten Wesen heraus, dass Fry den Geheimcode für Zeitreisen auf seinem Hintern tätowiert hat. Dies nutzen sie aus, um die wichtigsten Schätze der Erde an sich zu reißen und die Erde zu übernehmen. Nun liegt es an der Planet Express Crew, die Welt zu retten.

Bender’s Big Score ist für jeden Kenner und Liebhaber der Serie eine wahre Freude: Es gibt zahllose Anspielungen an die früheren Folgen. Zwar kann man der Story auch folgen, wenn man die Serie nicht stetig verfolgt hat, verpasst dadurch aber zahlreiche Witze. Genial der Einfall mit den Spammails – die Crew fällt auf genau die Angebote herein, die wir alle kennen. Do denkt Dr. Zoidberg, dass ihm eine Menge Geld vom verstorbenen König Nigerias zusteht, Amy ist überzeugt, dass sie Antidepressiva braucht und Leela will spenden, um eine vom Aussterben bedrohte Tierart zu retten.

Neben den Hauptfiguren kommen auch wieder zahlreiche der Nebenfiguren vor, so Hausmeister Scruffy, der Lustbot, Zapp Brannigan oder der Weihnachtsmann, um nur einige zu nennen. Al Gore und Coolio geben sich als Gaststars die Ehre. Insgesamt hat der Film eine Laufzeit von 85 Minuten – das klingt im ersten Augenblick wenig, reicht aber vollkommen aus. Nach dem Film kann man sich noch ausgiebig mit dem umfangreichen Bonusmaterial beschäftigen.

Fazit: Futurama ist eine fantastische Serie gewesen und auch als Film macht die Truppe um Fry und Leely eine gute Figur. Für Fans der Serie ist dieser Film ein absolutes “Must have” – auch wenn im Endeffekt gesehen die Gagdichte nicht ganz so hoch ist wie in einer 20-minütigen Folge. Dennoch ein guter Ersatz für Blackjack und Nutten! Und jetzt könnt ihr mich alle an meinem blanken Metallarsch lecken!

Meine Wertung: 8/10

[starreview]

User-Wertung:

[starrater]

Link-Container:
Filmriss: Futurama (Season One)
Filmriss: Futurama (Season Two)
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
Futurama – Benders Big Score bei Amazon kaufen

Must see: Benders Big Score

Benders Big Score

Sie ist wieder da, die meiner Meinung nach beste Serie aller Zeiten: Futurama kommt wieder, zwar (noch!) nicht als Serie, aber als abendfüllender Spielfilm. Am 28. März erscheint die DVD “Benders Big Score” in Deutschland. Die Gerüchtküche brodelt natürlich und so wird gemunkelt, dass es noch weitere Filme geben wird, die später in Episodenhäppchen geteilt werden sollen. Das lange Bitten und Flehen der Fans wurde also erhört.

In Benders Big Score geht es um Außerirdische, die mit Hilfe eines E-Mail-Virusses die Lieferfirma Planet Express lahm legen und die Kontrolle über den chauvinistischen, kleptomanisch veranlagten und streitlustigen Roboter Bender übernehmen wollen, um diesen auf Raubzug durch die Menschheitsgeschichte zu schicken. Natürlich gibt es auch mehr als genug Raum für Subplots, sodass alle Charaktere (inkl. dem Roboterweihnachtsmann) ihren verdienten Auftritt bekommen werden. Selbstverständlich gibt es auch wieder Auftritte von Gaststars – so darf unter anderem Al Gore wieder einmal beweisen, dass er Humor hat.

Weiterlesen