
Der Gedankendeponie Song Contest ist vorbei, die Teilnehmer dürften inzwischen alle ihr Ergebnis wissen und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen. Außerdem habe ich ein paar kleine Statistiken für euch und wollte den Verlauf des Contests mal von meiner Seite aus schildern, sozusagen einen kleinen Backstagebericht bringen, damit ihr eine ungefähre Vorstellung habt, wie es mir mit der Organisation so ergangen ist.
Zunächst habe ich hier einmal zwei Alternative Top 10 für euch, die einmal zeigen, wie das Ergebnis gelaufen wäre, wenn 1. nur die Anzahl der Länder gezählt hätte, die für ein anderes Land gestimmt haben und 2. nur die Anzahl der 12 Punkte Wertungen gezählt hätte. Jeweils mit einem Vergleich zum tatsächlichen Ergebnis. Bei Gleichstand waren bei der Anzahl der Wertungen die Gesamtwertung ausschlaggebend, bei den 12 Punkte Stimmen die nächsthöheren Wertungen.
_____Top 10 (Anzahl der Wertungen)_____
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___Top 10 (Anzahl der 12 Punkte Stimmen)___
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01. Irland (25) 0
02. Malta (24) +1
03. Belgien (20) -1
04. Portugal (18) +8
05. Israel (17) -1
06. Griechenland (17) 0
07. Lettland (17) +3
08. Vereinigtes Königreich (15) -3
09. Finnland (15) -2
10. Estland (14) +1
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01. Belgien (6) +1
02. Israel (5) +2
03. Malta (3) 0
04. Irland (2) -3
05. Vereinigtes Königreich (2) 0
06. Litauen (2) +10
07. Spanien (2) +10
08. Frankreich (2) +13
09. Norwegen (2) -1
10. Finnland (1) -3
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Ein paar weitere verschiedene Statistiken
- 22 Länder haben mindestens einmal 12 Punkte bekommen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer!
- 4x wurde mir zunächst eine fehlerhafte Punktevergabe geschickt, 1x wurde ein Voting nachträglich geändert.
- 1 Voting ging bereits am ersten Tag der offiziellen Votingphase ein, 9 leider erst danach.
- Die meisten Votings an einem Tag gingen am 16. Juli ein. Das war der letzte Tag der offiziellen Votingphase.
Wissenswertes
Der GSC aus Sicht des Organisators
First of all I want to say it was a big pleasure to have you all here tonight…
Okay, ganz im Ernst. Ich habe mich riesig gefreut, dass die Resonanz auf meine eher spontan entstandene Idee so überwältigend war. Ich hätte nie damit gerechnet, dass innerhalb so kurzer Zeit alle Plätze vergeben sein würden. Allerdings habe ich auch schnell gemerkt, dass ich mich vorher noch etwas intensiver mit der Organisation hätte auseinandersetzen sollen. So war das Vorgehen, täglich zwei Beiträge erscheinen zu lassen, doch recht improvisiert, ging aber am Ende ganz gut auf und ein besseres System ist mir bis jetzt noch nicht eingefallen.
Ich wollte unbedingt eine zentrale, von mir kontrollierte Anlaufstelle haben, wenngleich es so leicht den Eindruck erwecken konnte, dass ich mir günstig Gastartikel erschleichen wolle. Umso schöner, dass dieser Vorwurf kein einziges Mal kam und sich dieses Vorgehen auch insofern als richtig erwies, da ich ein paar Mal um Nachbesserung der Beiträge bitten musste. Außerdem wäre es sonst zu einem heillosen Durcheinander gekommen. Auch so musste ich ein paar Mal manchen Beiträgen etwas hartnäckiger hinterher rennen als anderen, aber es hielt sich erfreulicherweise in Grenzen.
Die Vorentscheide auf diversen Blogs habe ich mit großem Interesse verfolgt, ebenso die eingereichten Beiträge allesamt gelesen und angehört. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht, denn viele der Beiträge gefielen mir ausgezeichnet gut. Ich bin nicht sicher, ob ich es schade finden soll, dass ich nicht auch abstimmen konnte, oder mich nicht doch lieber freue, dass ich nicht vor die Qual der Wahl gestellt wurde.
Das Voting – spannend bis zum Schluss, aber nicht ohne Probleme
Bis zur Votingphase lief der ganze Contest fast schon unheimlich fehlerfrei ab, dass es fast schon abzusehen war, dass es beim Voting nun zu ein paar Schwierigkeiten kommen würde. Per E-Mail hatte ich mich erkundigt, wie lang die Votingphase denn sein soll, worauf ich leider nur recht wenige Rückmeldungen bekam. Generell war es mir die ganze Zeit über sehr wichtig, mit allen Teilnehmern in stetem Kontakt zu stehen und sie über den aktuellen Stand zu informieren. Allerdings war ich mir auch nie sicher, ob meine Informationsmails manche nicht schon fast als Spam angesehen haben.
Während die Votings nach und nach bei mir eintrudelten, aktualisierte ich die ganze Zeit über den Zwischenstand, habe also den Verlauf auch den Verlauf der Stimmenabgabe mitbekommen. Zu Beginn setzte sich recht schnell und sicherlich auch überraschend Griechenland an die Spitze der Teilnehmer und konnte einen kleinen Vorsprung herausbilden. Dieser schmolz aber dann auch genauso schnell wieder und es wurde eng an der Spitze. Es war überhaupt nicht abzusehen, wer hier das Rennen machen würde. Eine super Sache und überhaupt nicht vergleichbar mit dem ESC. Als ungefähr die Hälfte aller Stimmen eingegangen war, sah es allerdings schon fast nach einem sicheren Sieg für Belgien aus, allerdings kämpften sich Malta und Irland noch heran. Als nur noch zwei Votings fehlten, konnten immer noch diese drei den Sieg davontragen. Nach der nächsten Stimmabgabe verabschiedete sich dann Malta aus dem Kreis der möglichen Sieger und er stand erst mit der letzten Stimme fest. Das Ergebnis ist bekannt.
So haben die verspäteten Stimmen vielleicht doch noch etwas Gutes gehabt und die Spannung – zumindest für mich – ziemlich erhöht, auch wenn das den Teilnehmern nichts brachte, die zunehmend ungeduldiger wurden und die ich nur ungern vertrösten musste. Aber Ende gut, alles gut möchte ich sagen und es war eine wirklich schöne Sache, bei der ich mich freuen würde, wenn sie sich etablieren würde – ob nun hier auf meinem Blog oder immer beim jeweiligen Sieger des Vorjahres.
Fazit zur Organisation
Insgesamt war der Job des Organisators alles andere als leicht. Sicher zu gehen, dass auch alle ihre Beiträge und Votings rechtzeitig einreichen, alles mehrfach zu prüfen und dafür zu sorgen, dass alles abläuft, wie es soll, kostet Zeit und Nerven. Nicht wenige Stunden sind dabei insgesamt draufgegangen. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und ich habe auch so viel Lob von euch zurückbekommen. Das lässt die Mühe und den Ärger ganz schnell wieder verfliegen. Würde ich jederzeit wieder auf mich nehmen.
Offene Fragen
Ein paar Fragen für das nächste Jahr bleiben aber noch offen, die ich gerne mit den Teilnehmern, aber auch mit den Zuschauern erörtern würde. Ich hatte zuerst über einen Evaluationsbogen nachgedacht, den ich jedem zuschicken wollte, habe aber wieder davon Abstand genommen, da ich lieber in die Diskussion gehen würde.
1. Reduzierung der Teilnehmer?
39 Länder wirkten schon arg viel und es kostet schon eine Menge Zeit, sich alle Songs anzuhören. Man könnte wie früher beim ESC eine bestimmte Zahl Länder, die schlecht abgeschnitten hat, für das nächste Mal sperren und dann in der Folge wieder gegen die dann schlechtesten austauschen. Ein Halbfinale auszutragen halte ich für ungeeignet, da das einen noch größeren organisatorischen Aufwand bedeuten würde und viele Dopplungen mit sich brächte und die Laufzeit insgesamt verlängern würde (v.a. durch die mehreren Votingphasen).
2. Zeitliche Straffung?
Sollten mehr Beiträge an einem Tag veröffentlicht werden, damit sich der Contest nicht so in die Länge zieht? Problem: Für die neutralen Zuschauer ist eine so hohe Postingfrequenz sicher eher weniger angenehm. Die Frage würde sich bei Verringerung der Teilnehmer natürlich erübrigen.
3. Konsequentere Durchsetzung von Regeln
Ich muss zugeben, dass ich ein lascher Organisator war. Regelüberschreitungen wie das Nichteinhalten von Fristen habe ich nicht wie angekündigt bestraft, sondern bin doch recht nachsichtig damit umgegangen. Das kann man gut oder schlecht finden. Wie seht ihr das?
4. Votingsystem
Ist das Votingsystem gut oder spart es zu sehr die neutralen Zuschauer aus? Sollte es ein für alle freies Voting geben oder soll die Beschränkung auf die Teilnehmer bestehen bleiben. Für Letzteres spricht vor allem die Manipulationssicherheit und das recht eifnache Verfahren.
5. Weiteres
Es gibt ganz bestimmt noch weitere Dinge zu kritisieren oder zumindest zu diskutieren. Bitte alle Denkanstöße, die euch einfallen, anbringen.
Bleibt zum Abschluss nur noch zu sagen, dass der Gedankendeponie Song Contest für mich ein voller Erfolg war und hier in meinem eigenen Blog sicherlich zu den Highlights des Jahres gehören wird. Vor allem, da es so viele neue Musik über den eigenen Horizont hinaus kennenzulernen gab und der Kontakt zu einigen Bloggern intensiviert wurde. Eine schöne Sache, die im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Wiederholung nach sich ziehen wird. Mein Dank gilt allen Teilnehmern, ohne die die Aktion kein so großer Erfolg geworden wäre.
Der Gedankendeponie Song Contest ist vorbei, die Teilnehmer dürften inzwischen alle ihr Ergebnis wissen und es wird Zeit, ein Fazit zu ziehen. Außerdem habe ich ein paar kleine Statistiken für...