Satire
Die Verrückten sind in der Stadt: Harry Potter 7 auf deutsch
In der Nacht von Freitag auf Samstag war es so weit: Der siebte Harry Potter Band “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” ist nun auch auf deutsch erhältlich. So ziemlich jeder Fanatiker, der das Buch noch nicht im englischen Original gelesen hat, fieberte diesem Tag entgegen. Zahlreiche Büchereien und Buchhandlungen veranstalteten extra zu diesem Ereignis spezielle Harry Potter Release Partys und verkauften das Buch ab Null Uhr.
Wer das hier liest ist doof!
Manchmal frage ich mich wirklich, warum ich so einen verdammten Drang dazu habe, jemanden beleidigen zu müssen. Und komischerweise trifft es meistens nur die Leute, die ich sogar mag. Liegt wohl daran, dass ich mit denen, die ich nicht mag, einfach überhaupt nicht rede, wenn es nicht sein muss. Kennt das noch jemand hier? Ich meine das ja eigentlich auch nie persönlich, aber trotzdem flutscht einem sowas raus, entweder weil die Vorlagen einfach zu genial sind oder weil man denkt (oder hofft), dass der andere schon weiß, dass es nicht böse gemeint ist. In der Regel diese Beleidigungen nur ein Zeichen dafür, dass es mir gut geht.
Konna meets Tokio Hotel
Ich wollte es schon lange mal machen, nun habe ich es gewagt: Ich bin auf die Homepage von Tokio Hotel gegangen. Freiwillig. Da man so lange nichts mehr von denen gehört hat, hoffte ich, dort etwas über die Auflösung zu erfahren, Entschuldigungen für 2 Jahre Kinderkacke und tausende Gästebucheinträge von Mädchen, deren Gekreische man sogar lesen kann. Ich wurde leider enttäuscht, die haben sich noch nicht aufgelöst, aber immerhin konnte ich ein paar andere lustige Sachen finden.
Die Diddl-Maus hat Geburtstag
Jetzt werden sich sicher einige denken “Oh mein Gott, Konna und Diddlmäuse?!” – Ja und nein, denn ich nutze diesen Anlass nicht, um die Diddl-Maus zu feiern, sondern um zu sagen, dass ich sie ziemlich nervig finde. Sie rangiert etwa hinter Barbie und Pokémon bei den nervigsten Figuren aller Zeiten. Aber zunächst einmal zur Diddl-Historie: Am 24. August 1990, also vor 17 Jahren, zeichnete Thomas Goletz die Diddl das allererste Mal, damals zunächst als Känguru. Erst später entwickelte sich die allseits bekannte Diddl-Maus.
Herzlichen Glückwunsch Diddl-Maus, 17 Jahre nervst du also nun schon auf Blöcken, Aufklebern, Tassen, Kleidung und sonstigem Nippes und bist einfach nicht totzukriegen. Das schlimme an dir ist ja, wenn man etwas geschenkt bekommt, wo du drauf bist, ist man fast gezwungen zu sagen “ooooh Diddl, wie süüüß”, weil du das recht geschickt gemacht hast und eben fast nur als Präsent daherkommst. Und wenn man etwas geschenkt bekommt, dann gehört es sich ja wohl nicht, sich darüber zu beschweren, weil der Gegenstand trotz deines Antlitzes ja benutzbar ist, wenngleich auch teurer. Glücklicherweise kann ich mich nicht erinnern, dass ich jemals etwas von dir geschenkt bekommen habe, doch, es war eine Geburtstagskarte. Gut, das kann ich dann doch noch verschmerzen, auch wenn mir vor Kitsch beinahe die Augen vom Rollen rausgekugelt wären.
Ich habe persönlich überhaupt nichts gegen Kitschkram, aber wenn man das macht, dann doch bitte richtig, etwa wie bei Sheepworld, da ist oftmals nämlich auch noch eine Prise Humor mit dabei. Ich hab mir mal in nem Laden die Zeit vertrieben und mir ein Sheepworld-Buch mit dem Titel Sex in deinem Alter?! Ein kleiner Leitfaden angeschaut und fand das recht erheiternd, hat dank der Schafe eben einen flauschigen Niedlich-Faktor.
Skandal! Pippi Langstrumpf ist ein Junge!
Eine schockierende Feststellung musste ich heute machen. Zufällig bin ich beim Durchstöbern eines unserer zahlreichen Bücherregale auf Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land gestoßen. Ich sah mir das Cover an und wunderte mich über die Aufmachung: Pippi Langstrumpf nur spärlich mit einem Lendenschurz bedeckt (siehe Foto)! Für ein Mädchen ihres Alters (14-15 Jahre ist die doch bestimmt) sieht sie aber ganz und gar nicht mädchenhaft aus. Wie zu sehen ist, fehlen ihr sogar sekundäre Geschlechtsmerkmale – da traf es mich wie ein Blitz: Frau Langstrumpf muss eigentlich Herr Langstrumpf heißen, es kann ja nicht sein, dass ein Mädchen so auf einem Buch abgebildet wird. Oder wollte der Verlag damit etwa Pädophile ansprechen? Nein, ich glaube, dass Pippi Langstrumpf wirklich ein Junge mit roten Zöpfen ist, es spricht noch viel mehr dafür: Achtet mal darauf, wo sich die Banane auf dem Cover befindet; ja, ich weiß, was ihr als erstes gedacht habt, ihr braucht es nicht zu leugnen.
Doch es gibt noch weitere Hinweise: Pippi verhält sich ingesamt ja eher jungenhaft und das sie kräftig ist, deutet auch eher in diese Richtung. Und somit wäre wieder mal ein Skandal aufgedeckt. Ich hoffe nur, dass für die vielen Fans nun keine Welt zusammenbricht. Lesenswert sind die Bücher sicher trotzdem.

