Tagebuch
Prosit Neujahr!
Frohes neues Jahr euch da draußen, die ihr das hier lest! Hoffe, ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden und das feiern nicht so übertrieben. Hab ich nämlich auch nicht… selten so ein unspektakuläres Silvester gefeiert: Kein Böllern, kein Alkohol (Ausnahme: der 0-Uhr Sekt), kein großartiges Essen. Hat mich aber nicht weiter gestört, war ja schließlich noch krank und wollte mich auskurieren. Immerhin bin ich pünktlich gesund ins neue Jahr gestartet, ein guter Anfang finde ich. Auch ganz wichtig: Ich konnte mich endlich aufraffen, etwas für die Uni zu tun – zwar noch nicht viel, aber man soll ja klein anfangen
Morgen klotz ich dann mal richtig ran denke ich. Alte Geschichte und Griechisch machen sich nicht von allein! Das wird ein Spaß!
Mit den Gedanken woanders?
Gestern habe ich mich mit der Zahnbürste in der Hand ins Bett gelegt… schon komisch, wie sehr man doch manchmal geistig abwesend sein kann. Nun gut. Jetzt sitz ich hier vor meinem PC, schlürfe meine Hühnerbrühe gegen die Halsschmerzen, höre Musik, die ich schon länger nicht mehr gehört hab und frage mich die wohl unwichtigsten Sachen, die man sich fragen kann. Ich hab immernoch nichts für die Uni getan, dabei hätt ich richtig viel zu tun und ich hatte mir so viel vorgenommen. Nun gut, die Krankheit ist mir jetzt ein bisschen dazwischengekommen, obwohl das keine richtige Entschuldigung ist. Aber eine Woche ist ja noch… ich freu mich auf die Semesterferien. Traurig ist das. Mein Zimmer wird immer unordentlicher, mein Schreibtisch ist undurchsichtiger als der Regenwald bei Nacht, die leeren Flaschen häufen sich auch, weil ich immer vergesse, die mit runterzunehmen und sonst einfach zu unmotiviert bin, die einfach mal runterzubringen. Traurig ist das. Aber nicht nur mein Zimmer muss aufgeräumt werden, auch meine Festplatte. Mein LAN-Download-Ordner ist immer noch 8,6 GB groß und muss richtig umbenannt und einsortiert werden. Aber nicht nur der, auch der Bilder-Ordner und der Internet-Download-Ordner sind richtige Kriegsschauplätze. Traurig ist das.
Das war 2006
Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber ich will trotzdem schonmal eine kurze Zusammenfassung meines persönlichen Jahres 2006 wagen. Es war ein Jahr der Extreme, großartige Ereignisse gab es genauso wie traurige Tage und Wochen. Die ersten Monate des Jahres standen eigentlich ganz im Zeichen des Abiturs. Bald würde es soweit sein und ja, ich habs geschafft, mit meinem Schnitt von 2,6 bin ich voll zufrieden, 09 bzw. 10 Punkte in den Prüfungen meiner Leistungskursen Englisch und Geschichte sind toll, die 09 Punkte in der mündlichen Prüfung in Latein sind auch okay. Einziger Ausrutscher: Die schriftliche Prüfung in Biologie mit 03 Punkten. Aber das trübt das Gesamtergebnis nicht.
Heiligabend – Eine schöne Bescherung!
Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, Konna wacht… halt, ist da nicht irgendwas falsch? Nein! Denn dank der ganzen Geschenke, die meine Lieben mir zu Weihnachten geschenkt haben, habe ich viel zu wenig Zeit zum Schlafen – schließlich will alles gehört, geguckt oder getestet werden. Aber hier einmal alle meine Geschenke im Überblick:
- In Extremo – Kein Blick Zurück (Ltd. Edition)
- Rammstein – Völkerball (Special Edition – 2 DVDs + 1 CD)
- DVD-Rohlinge
- Gemoll Griechisch-Deutsches Wörterbuch
- Subway to Sally – Nackt (Akkustik DVD + CD)
- DVD Alexander
- DVD Troja
- DVD Bube, Dame König, grAs
- DVD Mean Machine – Die Kampfmaschine
- 1 GB zusätzlichen DDR2 Arbeitsspeicher (nicht abgebildet, sondern schon eingebaut)
- Geld
Ziemlich viel, wie man sieht, ich sollte ja eigentlich schon meinen PC zum Geburtstag und zu Weihnachten bekommen… ich hab ein richtig schlechtes Gewissen, so viel hab ich nun wirklich nicht verdient. Dafür sind meine Geschenke für meine Eltern auch gut angekommen (Für meine Mutter 2 Bücher von Mankell und für meinen Vater die DVD von der Rocky Horror Picture Show, ein Kinogutschein und anteilig die Special Edition der Herr der Ringe-Trilogie). Die Bescherung verlief diesmal übrigens auf etwas andere, spielerische Weise: Beim Kartenspielen – wer gewinnt, durfte ein Geschenk von seinem Stapel nehmen, hat wirklich Spaß gemacht.
Noch ein paar Worte zur Weihnachtsfeier am gestrigen Tag: Ich war doch sehr positiv überrascht, wie viele Leute gekommen sind. Die Stimmung war auch einfach nur super, viel getrunken (Kakao Amaretto), viel gelacht, auch getanzt und aufgrund der lauten Musik eher gegröhlt als geredet. Das alles hat sich dann heute Morgen mit einer rauhen Stimme und einem zeitweisen Stechen im Kopf bemerkbar gemacht, aber alles halb so schlimm, nach dem Frühstück war das schon wieder so gut wie weg. Kein Problem also!
Nun wünsche ich an dieser Stelle allen, die das hier lesen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund!
Ausgesperrt
18.36 Uhr, der geplagte Student kommt nach einem harten Tag nach Hause und will einfach nur noch aus dem kalten Auto ins warme Haus, als er feststellen musste: Keiner ist da! Die zweite Feststellung: Ich habe keinen Schlüssel, weil ich nicht damit gerechnet habe, einen zu brauchen! Ok, keine Panik, erstmal anrufen. Die dritte Feststellung folgt auf dem Fuße: Der männliche Part der Eltern geht nicht ans Handy! Flugs bei dem anderen Teil angerufen, ohoo, es hebt jemand ab! “Wie du kommst nicht rein? Geh doch nebenan durch.” – Das hätte ich ja gern gemacht, aber auch da ist niemand zu Hause. Und nun? – “Ja, ich beeil mich, wir sind gleich da.” Gleich war dann gleichbedeutend mit 25 Minuten, die ich mit sinnlosem Rumsitzen hinter mich brachte. Schön, wenn alle Leute mitdenken
Die volle Dröhnung
Ich hab gerade mal an meinen PC 7 Boxen (5 von meiner Anlage, 2 Desktoplautsprecher) und 2 Subwoofer angeschlossen. Hört sich sehr nett an, das wird mal getestet, wenn ich sturmfrei hab, dann dreh ich mal richtig auf
Ansonsten: Wochenende, juhu!
Abschied nehmen fällt schwer…
…vor allem wenn es für immer ist und von jemandem, der einem sehr nahe steht. Heute war die Bestattung meines Großvaters. Er war in der Nacht vom 19. auf den 20. im Alter von fast 76 Jahren gestorben. Es war das erste Begräbnis, dass ich in meinem mittlerweile 20 Jahre andauernden Leben mitgemacht habe. Die Predigt war sehr ergreifend und sehr persönlich (sie wurde ja auch von dem Bruder meines Großvaters gehalten, der Pastor ist). Nunja… jetzt heißt es, sich zu sammeln und mit neuem Mut in die Zukunft zu blicken, das Leben geht schließlich weiter. Die Erinnerung an ihn wird natürlich bleiben und so soll es ja auch sein. Er hätte sicherlich nicht gewollt, dass man es anders sieht.

