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Filmriss: Breaking Bad (Season 01)

An der Schule habe ich den Chemieunterricht immer gehasst. Ich konnte mit Atomen, Stoffeigenschaften und irgendwelchen chemischen Reaktionen einfach nichts anfangen, so hab ich dann auch schnell das Interesse verloren. Ganz unabhänig davon habe ich mir dennoch der Serie Breaking Bad eine Chance gegeben, obwohl der Hauptdarsteller ein Chemielehrer ist. Im Gegensatz zum Unterricht ist die Serie aber glücklicherweise keineswegs trockener Stoff, sondern durchaus packend, interessant und obendrauf auch noch ziemlich originell, wie man schnell aus dem Plot erkennen kann:

Breaking Bad (Season 01)Walter White ist ein vom Pech verfolgter Chemielehrer, der mit allen Mitteln versucht, seine schwangere Frau und seinen körperlich behinderten Sohn durchzubringen. Doch eines Tages nimmt sein Leben eine dramatische Wendung: Bei Walter wird Lungenkrebs in einem sehr fortgeschrittenen Stadium festgestellt, er hat maximal nur noch ein paar Jahre zu leben. Walter erkennt, dass er etwas ändern muss, damit seine Familie auch nach seinem Tod versorgt ist. Deshalb entschließt er sich, seine Fähigkeiten als Chemiker zu nutzen und gemeinsam mit einem seiner ehemaligen Schüler Methamphetamin herzustellen und zu verkaufen. Das bringt erwartungsgemäß große Schwierigkeiten mit sich, nicht nur mit der Drogenbekämpfungsbehörde, bei der auch noch Walters Schwager arbeitet, sondern auch mit den etablierten Größen der Drogenszene und nicht zuletzt mit seinem eigenen Gewissen.

Breaking Bad war eine eher zufällige Entdeckung für mich. Beim Stöbern nach neuen Serien blieb ich bei dem Cover hängen (wie könnte man auch nicht?) und fing an zu lesen und mich zu informieren. Die Storyline schien interessant und ich gab der Serie eine Chance, was wirklich eine sehr gute Entscheidung gewesen ist, denn Breaking Bad ist von der ersten Minute (mit einer mehr als genialen Eröffnungsszene) bis zum Schluss der ersten Staffel vollkommen überzeugend. Neben den Drama-Elementen bietet die Serie auch noch einen sehr feinen, gut dosierten schwarzen Humor und strotzt nur so vor denkwürdigen Szenen, die einem lange im Kopf bleiben. Die Dialoge sind mehr als herausragend und die Charakterzeichnung und -entwicklung (speziell die von Walter) gehören zum besten, was man in einer Serie sehen kann. Auch die Inszenierung weiß zu gefallen. Die meiste Zeit ist zwar alles sehr ruhig, aber es gibt immer wieder regelrechte Ausbrüche, so wie es eben auch bei Walter selbst ist.

Vor der schauspielerischen Leistung von Bryan Cranston (“Malcolm in the Middle“) als Walter White muss man einfach seinen Hut ziehen, eine schlicht brillante Leistung. Der Emmy Award für seine Rolle ist mehr als gerechtfertigt. Eine solche Charaktertiefe erlebt man selten und nicht oft fühlt man sich mit einem Seriencharakter so verbunden wie mit Walter, obwohl er an illegalen Machenschaften beteiligt ist. Aber auch die Nebendarsteller machen ihre Sache sehr gut, erwähnt seien hier im Speziellen Anna Gunn (“Deadwood“) als Walters Frau Skyler und Aaron Paul in der Rolle von Walters ehemaligem Schüler und jetzt “Geschäftspartner” Jesse.

Fazit: Breaking Bad ist eine der besten Serie, die ich je gesehen habe. Mit einer fantastischen Mischung aus Drama und schwarzem Humor, einer tollen Instenierung und einem herausragenden Hauptdarsteller schafft es die Serie, von Anfang bis Ende zu fesseln. Der einzige Kritikpunkt der ersten Staffel ist, dass sie nach nur 7 Folgen schon wieder vorbei ist, was allerdings dem Autorenstreik in den USA geschuldet ist. Immerhin läuft die zweite Staffel dort schon und eine dritte ist geplant. Daher kann ich nur jedem Serienfan dazu raten, Breaking Bad eine Chance zu geben, ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.

Meine Wertung: 9/10

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Filmriss: Veronica Mars (Season One)

Viele positive Berichte über Veronica Mars habe ich vor meiner Sichtung gelesen und ohne diese hätte ich mir die Serie wahrscheinlich nie angesehen, da sie auf den ersten Blick wie eine typische Teenager-Serie wirkt und aus dem Alter bin ich dann schon irgendwie raus. Doch die lobenden Reviews haben mich überzeugt, Veronica Mars zumindest eine Chance zu geben. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn Veronica Mars ist nicht nur keine reine Teenieserie, sondern vor allem nicht eines: typisch. Was das Besondere an der Serie ist, möchte ich euch in den folgenden Zeilen erläutern.

Veronica Mars (Season 01)Veronica Mars ist ein 17-jähriges Mädchen, das an dem am Meer gelegenen Ort Neptune in Kalifornien lebt. Hier wohnen viele reiche und damit auch einflussreiche Leute. Veronica gehörte früher zu den beliebtesten Schülerinnen an ihrer Schule, doch nachdem ihre beste Freundin Lilly ermordet wurde und ihr Vater Keith, damals der Sheriff des Ortes, ohne handfeste Beweise Lillys Vater des Mordes verdächtigte und deshalb aus dem Amt enthoben wurde, möchte kaum jemand noch wirklich etwas mit ihr zu tun haben. Davon lässt Veronica sich jedoch nicht unterkriegen. Während sie sich tagsüber in der Schule durchschlägt, hilft sie in ihrer Freizeit ihrem Vater, der sich mittlerweile als Privatdetektiv betätigt. Dabei stößt sie auf diverse brisante Details, die nicht nur ihr persönliches Leben verändern könnten, sondern ganz Neptune betreffen.

Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich bei Veronica Mars nicht um eine typische Teenie-Serie. Sie vereint Elemente aus Drama, Krimi und auch Film Noir, besitzt eine gute Portion Humor und ist hervorragend geschrieben. Eine einzelne Folge ist meist so aufgeteilt, dass ein bestimmter Fall gelöst wird, aber auch die über die gesamte Staffel laufende Handlung vorangebracht wird. Allerdings braucht die Staffel ein paar Folgen, um richtig in Fahrt zu kommen, aber das kann man verschmerzen, die zahlreichen Figuren sollen ja auch vernünftig eingeführt werden. Entschädigt wird man dafür aber mit einer mitreißenden zweiten Staffelhälfte, die bis zum Schluss spannend bleibt. Klasse, wie in der grandiosen letzten Folge alle offenen Fragen aufgeklärt werden.

Aber auch die Einzelfälle sind interessant und abwechslungsreich: Von gefälschten Ausweisen über eine seltsame Sekte oder gekidnappte Maskottchen gibt es eine riesige Bandbreite an manchmal mehr, manchmal weniger skurrilen Fällen für Veronica. Ein Glanzstück der Serie sind auch die Dialoge, die einfach perfekt sitzen. Es macht einfach Spaß, Veronica beim Herumschnüffeln zuzuschauen und zu sehen, welche Geheimnisse so ziemlich jeder in Neptune hat. Zu einem gewissen Teil ist Veronica Mars dann aber doch Jugendserie und thematisiert auch die alltäglichen Probleme von Teenagern, für die Beziehungsprobleme und Schulnoten eben doch auch wichtig sind. Allerdings stören diese Elemente kaum und da wir ja alle mal in der Schule waren, ist uns diese Welt ja auch nicht gänzlich fremd.

Kristen Bell als titelgebende Protagonistin Veronica Mars ist die perfekte Besetzung für diese Rolle. Clever, gewitzt und zuckersüß spielt sie sich in die Herzen der Zuschauer und als solcher leidet man bei schweren Schicksalsschlägen mit der klugen Teenagerin mit, wenn man nicht ein Herz aus Stein hat. Aber auch die anderen Darsteller passen gut in die Serie, sehr sympathisch wirkt zum Beispiel auch Enrico Colantoni als Veronicas Vater Keith. Die restliche Darstellerriege findet sich in den klassischen High School Stereotypen wieder, driftet aber nicht ins Klischee ab.

Fazit: Veronica Mars ist eine wirklich sehr unterhaltsame Serie, die nicht nur Teenager ansprechen dürfte, sondern auch Erwachsene sehr gut unterhalten wird. Mit einer gelungenen Mischung aus Drama, Krimi und Humor hält die Serie den Zuschauer bei Laune. Zwar kommt die erste Staffel nur langsam in Fahrt, aber spätestens nach der Hälfte lässt sie einen nicht mehr los. Rundum empfehlenswerte Fernsehunterhaltung!

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: Futurama – Leela und die Enzyklopoden

Als schon längere Zeit nach dem Ende der Serie bekannt wurde, dass Futurama mit vier Spielfilmen fortgesetzt werden würde, war die Freude bei den Fans riesig. Die Filme erreichten zwar nicht ganz das Niveau der Serie, waren aber doch durchweg gute Unterhaltung für die nach mehr dürstenden Fans. Das schlug sich auch in den Verkaufszahlen nieder und Gerüchten zufolge wird derzeit überlegt, ob es vielleicht doch eine weitere Staffel geben soll.  Doch das ist Zukunftsmusik, nun erstmal die Review zum vierten und letzten DVD-Film von Futurama mit dem bescheuerten deutschen Titel “Leela und die Enzyklopoden”, im Original “Into the wild green yonder”.

Futurama - Leela und die EnzyklopodenDie Planet-Express-Crew ist zu Gast auf dem Mars bei den reichen Eltern von Amy Wong, Leo und Inez. Diese reißen dort das alte Mars Vegas ab und wollen ein neues, größeres zu bauen. Gegen dieses Vorhaben protestiert eine Gruppe Öko-Feministinnen, die die Zerstörung der Umwelt nicht gutheißen. Als diese vom Gelände entfernt werden sollen, kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Schmuckstück in Frys Kopf stecken bleibt, wodurch er plötzlich Gedanken lesen kann, wodurch der Geheimbund der Matschbirnen auf ihn aufmerksam wird. Weil Mr. Wong einen inter-galaktischen Riesenminigolfplatz bauen will, der die Zerstörung eines belebten Zwergplaneten erfordert, schließt sich Leela den Öko-Feministinnen an, während Fry von den Matschbirnen den Auftrag bekommt, sich bei den Wongs einzuschleichen und die Zerstörung zu verhindern, da der Zwergplanet mehr ist, als er zu sein scheint…

Anhand des Inhalts wird schnell deutlich: Leela und die Enzyklopoden hat sich den Naturschutz als Hauptthema ausgesucht. Das haben wir allerdings schon in mehreren Episoden der Serie gesehen und war dort auch weitaus besser gelöst. Weiterhin gibt es kleinere Anspielungen auf den Pokerhype und auf Gangsterfilmklischees. Auch letzteres ist schon aus mehreren Episoden bekannt. So hat der vierte Futurama-Film leider nicht viel Neues zu bieten und bleibt dahingehend klar hinter den Vorgängerfilmen zurück. Das gilt auch für die Gagdichte und -qualität – wirklich lauthals lachen kann man nur selten.

Das hört sich nun alles recht schlecht an und in gewissem Maße ist es das auch, wenn man die Serie als Vergleich heranzieht. Dennoch ist das Wiedersehen mit Fry, Leely, Bender und Co. nicht langweilig. Man ist nur besseres gewohnt. Doch hat der Film auch wirklich seine großen Momente, etwa die zahlreichen Anspielungen auf das erneute Serienfinale, das nicht unbedingt eines bleiben wird. So spielt beispielsweise eine Szene im Planet Express Gebäude, in der Professor Farnsworth die Firma schließen will (draußen hängt ein Schild “Going Out Of Business Forever! Again!”) und Zoidberg und Hermes die Karrierechips entfernt (Anspielung auf die erste Folge), sie ihnen aber kurze Zeit später wieder einsetzt. Auch gibt es einen Cliffhanger am Ende, der eine Fortführung der Handlung zulässt. Dennoch ist das Ende deutlich schwächer als das ursprüngliche Ende der vierten Staffel.

Kein Futurama-Film ohne Gaststars: In dieser Episode geben sich der Rapper und Schauspieler Snoop Dogg, der Erfinder von Family Guy und American Dad, Seth MacFarlane und  das Trickkünstler- und Komiker-Duo Penn & Teller die Ehre. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit vielen Nebenfiguren wie dem Donbot und seinem Lakaien Klemmer. Auf einer großen Versammlung sind auch 250 Nebencharaktere aus allen Folgen zu sehen, eine sehrschöne Reminiszenz. Die DVD ist wieder randvoll mit Extras wie 10 Liebestipps von Zapp Brannigan einem Zeichenkurs, entfallenen Szenen und vieles mehr.

Fazit: Leela und die Enzyklopoden ist leider der schwächste der vier erschienenen DVD-Filmen von Futurama. Nur noch wenige Gags bringen einen dazu mehr als nur zu schmunzeln und die Story fängt zwar gut an, lässt aber sehr stark nach. Sehr schade auch, dass der Film den neuen Schlusspunkt der Serie setzt, das Finale der vierten Staffel wirkte da wesentlich stimmiger. Bleibt nur zu hoffen, dass es doch dazu kommt, dass Futurama noch einmal neu aufgelegt wird – einige Anspielungen dahingehend stimmen hoffnungsvoll. Ansonsten bleibt das Finale leider weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Meine Wertung: 6/10

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Filmriss: Futurama (Season One)
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Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
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Filmriss: Die Tudors (Season Two)

König Henry VIII. ist ein Mann, der bekommt, was er will, zumindest wenn man der Serie aus dem Hause Showtime glauben schenken darf. Er möchte eine Frau haben? Er bekommt sie. Er möchte ritterliche Wettkämpfen veranstalten und daran teilnehmen? Niemand hindert ihn daran. Welche Macht er hat und welch ausgelassenes Leben der König von England führt, ist schon in der ersten Staffel von “Die Tudors” klar geworden. Wie es mit ihm weitergeht, erfahren wir in der zweiten Staffel – wie sich die im Vergleich zur ersten schlägt, habe ich für euch wie gewohnt zusammengefasst.

The Tudors (Season 02)Nachdem König Henry VIII. seine Ehe mit Katharina von Aragon für nichtig erklären lassen hat, kann er nun endlich seine neue Geliebte Anne Boleyn heiraten. Allerdings bringt ihm das einige Schwierigkeiten ein, denn die katholische Kirche in Person des Papstes erkennt die Ehe nicht an und auch sein stets treuer Berater und Freund Sir Thomas More steht auf der Seite der alten Königin. Um den Kampf gegen die Kirche für sich zu entscheiden, veranlasst Henry, dass er selbst an die Spitze der englischen Kirche gestellt werde und ihm alle einen Treueeid leisten müssen. Auch außenpolitisch engagiert sich Henry, um die Anerkennung seiner Ehe mit Anne  zu finden. Unterdessen versucht Henry, sich durch Anne seinen größten Wunsch zu erfüllen: Einen männlichen Nachkommen zu zeugen, der dann sein legitimer Thronfolger sein wird.

Die erste Staffel der Tudors hat mich sehr positiv überrascht, vor allem weil die wichtigen Eckpunkte der historischen Handlung übernommen worden sind und die Serie mit ihrer tollen Ausstattung wie den Kostümen punkten konnte. Beides ist auch in der zweiten Staffel noch vertreten. Dennoch fällt die zweite Staffel um einiges schlechter aus als die erste. Das liegt vor allem daran, dass die Handlung zu Beginn sehr zäh präsentiert wird und von Wiederholungen geprägt ist. Abwechslung liefern hier die kurzen Ausflüge nach Rom zum Papst. Ein weiteres Manko ist das Fehlen einer Identifikationsfigur. Diejenigen, die in Frage kämen, tauchen entweder nicht oft auf oder sie ereilt ein noch schwereres Schicksal. Hier bleibt dringend zu hoffen, dass es in der dritten Staffel wieder bergauf geht. Die letzten Folgen der zweiten Staffel deuteten das aber schon an und sind auch definitiv das Highlight dieser Season.

An der Besetzung ändert sich nicht sonderlich viel. Einige Figuren treten neu auf und andere dafür ab, wie es eben auch der Geschichte entspricht. Die Besetzung bleibt dabei stets hochwertig und Jonathan Rhys Meyers gibt weiterhin einen starken Heinrich VIII. Ein ganz besonderer Clou war auch die Besetzung des Papstes. Peter O’Toole ist hier wirklich die Optimalbesetzung. Die restliche Besetzung ist ebenfalls gut gewählt, einen Ausfall gibt es jedenfalls nicht zu verzeichnen.

Fazit: Die zweite Staffel der Tudors fällt gegenüber der ersten deutlich ab. Die Handlung wird sehr zäh und ist von Wiederholungen geprägt und nimmt erst gegen Ende wieder an Fahrt auf, ohne aber wirklich spannend zu werden. Dafür geizt die Serie nicht mit Schauwerten und gibt die Historie relativ akkurat wider, was allerdings zu so manchem größeren Zeitsprung führt. Bleibt zu hoffen, dass die dritte Staffel qualitativ etwas anzieht.

Meine Wertung: 6/10

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Filmriss: 24 (Season Five)

Scheinbar nutzt sich jedes Konzept irgendwann ab. Die ersten Abnutzungserscheinungen traten bei 24 in der vierten Staffel ein, allerdings ohne dass die Staffel wirklich schlecht war. Doch die Möglichkeiten scheinen ausgeschöpft, viele Elemente wiederholten sich einfach zu oft und der Überraschungseffekt war dahin. Im Gegenzug erhöhten sich Logikfehler und auch das Echtzeitkonzept geriet etwas in den Hintergrund. Damit das in der fünften Staffel nicht so weitergeht, muss zumindest ein kleiner Neuanfang her. Ob dieser gelungen ist oder Staffel fünf fortführt, was in Staffel vier begonnen hat, könnt ihr in der folgenden Review erfahren.

24 (Season 05)18 Monate, nachdem Jack Bauer seinen eigenen Tod vortäuschen musste, um der Ermordung durch den Secret Service oder der Auslieferung an die Chinesen zu entgehen, werden auf die vier Menschen, die in diese Vorgänge eingeweiht waren, Anschläge verübt. Aus diesem Grund sieht Jack sich gezwungen, seine Deckung aufzugeben und wieder in Aktion zu treten. Russische Terroristen planen Anschläge in Los Angeles mit extrem tödlichem Nervengas. Jack muss das verhindern und gleichzeitig herausfinden, warum jemand seine Freunde tot sehen will. Zu Beginn ist nur klar, dass die Anschläge mit der Unterzeichnung eines Anti-Terror-Abkommens zwischen Russland und den USA zusammenhängen. Doch schnell wird deutlich, dass eine noch weitaus größerer Verschwörung in Gange ist und Jack Bauer ist der einzige, der sie aufzuhalten vermag.

Nachdem 24 in der vierten Staffel erste größere Verschleißerscheinungen erkennen ließ, war es an Staffel fünf, einen kleinen Neuanfang zu wagen. Das gelingt schon mit der fulminanten Einstiegsfolge, die mit Anschlägen auf vier Hauptfiguren einsetzt. Hier wird deutlich, dass die Autoren von 24 keine Mittel scheuen, damit die Serie nicht langweilig und repetitiv wird. Nachvollziehbar wird auch gelöst, wie Jack Bauer wieder zurück nach L.A. kommt. Im Verlauf der Staffel werden alte Tugenden wiedererlangt und die Fehler der letzten Staffel ausgebügelt. Der Spannungsbogen steigt steil an und hat ein paar Höhepunkte, die diesen Namen auch wirklich verdienen. Auch gibt es diesmal keine störende Nebengeschichte, sondern fügt sich alles im Laufe der Zeit sehr schön zusammen, es wirkt alles aus einem Guss. Auch auffällige Logiklücken sind auf ein Minimum reduziert. Insgesamt hinterlässt Staffel fünf einen durchweg positiven Eindruck.

Auch in dieser Staffel dreht sich das Darstellerkarussell munter weiter. Aus Spoilergründen gibts keine Namen, aber soviel sei verraten: Wieder werden einige Figuren das Ende der Staffel nicht überleben. Die Hauptfiguren sind größtenteils dieselben wie in Staffel vier geblieben, ein paar Nebenfiguren kommen neu hinzu. Als besonders herausragend ist die Leistung von Gregory Itzin als Präsident Charles Logan zu bewerten, auf den man allein schon durch seine ganze Art eine regelrechte Abscheu entwickelt. Auch Sean Astin (“Der Herr der Ringe“) darf sich für ein paar Folgen in die Darstellerriege einreihen, was ihm sehr gut gelingt. Am Rest des Casts gibt es ebenfalls nichts auszusetzen.

Fazit: Nach der etwas schwächeren vierten Staffel findet 24 in Season fünf wieder zur alten Stärke zurück. Fast alle Schwächen des vorigen Tages wurden ausgemerzt und nur wenige neue kamen hinzu. Die Wendungen funktionieren in dieser Staffel ausgezeichnet und es gibt diesmal auch keine unnötige Füllhandlung, die wie ein Fremdkörper wirkt. Auch mangelt es der Staffel nicht an Höhepunkten, die dem Zuschauer die Bedingungs- und Gnadenlosigkeit der Serie eindrücklich zeigen. Insgesamt spielt Staffel 5 wieder auf dem Niveau der ersten drei Staffeln mit und wird kaum einen Fan enttäuschen.

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: 24 (Season One)
Filmriss: 24 (Season Two)
Filmriss: 24 (Season Three)
Filmriss: 24 (Season Four)
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Filmriss: 24 (Season Four)

Jack Bauer ist ein wirklicher Pechvogel. Schon dreimal hat er die Vereinigten Staaten vor Terroristen gerettet, aber wirklich gedankt wird es ihm nicht. Nun arbeitet er nicht mehr für die CTU, sondern ist im Verteidigungsministerium angestellt, weil er Abstand von dem ganzen Trubel und seinem alten Leben wollte. Doch wie es der Zufall so will, zieht ihn gerade diese Position wieder mitten in dieses alte Leben hinein und schnell wird ihm klar, dass es erneut an ihm liegt, eine terroristische Bedrohung zu vereiteln. Die vierte Staffel von 24 erzählt einen weiteren Tag im Leben des Jack Bauer. Ob es sich lohnt, diesen Tag als Zuschauer zu verfolgen, lest ihr in der folgenden Review:

24 (Season 04)Nachdem Jack Bauer die terroristische Bedrohung durch ein tödliches Virus aufhalten konnte und wegen eines Undercovereinsatzes  in die Drogensucht rutschte, wechselte er den Arbeitsplatz. Statt für die CTU arbeitet er nun für den Verteidigungsminister der USA, mit dessen Tochter er eine Beziehung hat. Doch als Terroristen den Minister und seine Tochter entführen, liegt es an Jack, wieder in seine alte Rolle zu schlüpfen und sie mit Hilfe der CTU wieder zu befreien. Doch schon bald wird deutlich, dass die Entführung nur der Anfang einer Reihe von Anschlägen ist, die jahrelang vorbereitet worden ist. Eine Gruppe Fanatiker will die Vereinigten Staaten ins Unglück stürzen und schreckt dabei vor keinem Mittel zurück. Es liegt an Jack, deren Anführer namens Marwan zu finden und zu verhindern, dass er mit seinen Anschlägen durchkommt.

Nach drei Staffeln hat sich das Konzept von 24 mittlerweile gefestigt und eingespielt: Terroristen bedrohen die USA und Jack Bauer und der CTU bleiben 24 Stunden, um die Bedrohung abzuwenden. Innerhalb dieser Zeitspanne gibt es einige Wendungen und es wird viel geschossen und auch die ein oder andere Explosion gibt es zu sehen. Das ändert sich auch in der vierten Staffel nicht, allerdings funktioniert das Gesamtkonzept diesmal etwas schlechter als noch in den vorherigen Staffeln. Statt eines großen Anschlagsziels haben Jack Bauer und Co. es diesmal mit einer ganzen Serie von terroristischen Akten zu tun. Das führt zu einem sehr gewellten Spannungsverlauf, der aber erst gegen Ende an Höhe gewinnt, da die Lösungen der ersten Angriffe meist schnell und eher unspektakulär vonstatten gehen. Der Rest ist typisch 24 – oft unrealistisch, aber durchaus das, was man als Fan erwartet.

Mittlerweile dürften die Fans von 24 auch die zahlreichen Besetzungswechsel gewohnt sein, doch in der vierten Staffel wird der Cast zunächst sehr deutlich umgekrempelt und viele neue Figuren übernehmen wichtige Rollen. Einige davon fügen sich richtig gut ein, etwa der Computerspezialist Edgar Stiles (Louis Lombardi), der führende Bundesagent Curtis Manning (Roger R. Cross) oder auch die Tochter des Verteidigungsministers, Audrey Raines (Kim Raver, “Third Watch“). Dennoch freut man sich als Kenner der ersten Staffeln, dass schon etablierte Figuren mit der Zeit wieder in die Handlung zurückgeführt werden. Bösewicht Marwan (Arnold Vosloo, “Die Mumie“) übertrifft den Terroristen Stephen Saunders aus der vorherigen Staffel sogar, da er bis zum Ende sehr stringent handelt.

Fazit: Die vierte Staffel 24 fällt qualitativ ein wenig von den drei bisherigen Staffeln ab. Das liegt vor allem an ein paar auffälligen Ungereimtheiten in der Inszenierung – die Echtzeit wird mehrere Male nicht konsequent beibehalten und die Figurenkonstellation ist sofort klar – da gibt es keine Überraschungen. Dennoch kann Jack Bauers vierter Tag auch wieder einige Stärken der Serie vorweisen. Tolle Actionszenen mit Schießereien und Explosionen gibt es genug und die Handlung ist spannend genug, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Nur das Niveau der drei Vorgängerstaffeln erreicht Staffel vier nicht ganz.

Meine Wertung: 7/10

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Filmriss: Terminator – The Sarah Connor Chronicles (Season 01)

Die ersten beiden Filme der Terminator-Reihe sind zurecht Meilensteine der Filmgeschichte oder zumindest des Actionfilms. Fast jeder kennt sie und viele lieben sie. In diesem Jahr wird der vierte Film ins Kino kommen und das Setting in die Zukunft verlegen. Wer die Zeit nach dem zweiten Film sehen möchte, der sollte sich den Serienableger “The Sarah Connor Chronicles” anschauen, denn dieser spielt zeitlich nach dem zweiten Film und lässt die Ereignisse aus dem schwächeren dritten Terminator-Film außen vor und erzählt eine alternative Geschichte:

Terminator: The Sarah Connor ChroniclesIm Jahr 1999 versuchen Sarah Connor und ihr Sohn John unter falschem Namen ein normales Leben zu leben, nachdem sie glauben, dass sie mit der Zerstörung einer Computerfirma den Tag der Abrechnung abgewendet haben. Nun müssen sie sich sowohl vor der Polizei als auch vor weiteren Maschinen in Acht nehmen, von denen sie verfolgt werden. Trotz aller Vorkehrungen wird John von einem T-888 namens “Cromartie” entdeckt und soll eliminiert werden, doch seine Mitschülerin Cameron entpuppt sich ebenfalls als Maschine und hat den Auftrag, John zu beschützen. John, Sarah und Cameron fliehen mit einer Zeitmaschine in die Zukunft ins Jahr 2007 und versuchen dort, die Machtergreifung der Maschinen durch die Zerstörung von Skynet zu verhindern.

Vor der Sichtung der Serie war ich nicht wirklich überzeugt davon, dass die Terminator-Reihe auch als Serie funktionieren würde. Die erste Staffel der Sarah Connor Chronicles hat mich auch noch nicht ganz überzeugt, zeigt aber durchaus gute Ansätze. Es gibt einige schöne Verweise auf die Filme und auch die Atmosphäre der Filme wird ganz gut transportiert. Bei den Begegnungen mit und zwischen den Terminatoren spielt die Serie ihre Stärken aus und die an die Filmmusik angelehnte Musikuntermalung unterstützt die aufkommende Spannung. Dafür fällt die Handlung deutlich ab und bleibt die ganze Zeit über sehr dünn und bietet keine Überraschungen oder Wendungen auf – hier wurde viel Potenzial vergeben. Dass außerdem alles sehr vorhersehbar ist und in einigen Folgen erstaunlich wenig passiert, Stichwort Längen, trübt den ansonsten ganz guten ersten Eindruck.

Schwierig ist die Aufgabe der Hauptdarsteller, müssen sie doch die bekannten und zurecht von den Fans geliebten Darsteller des zweiten Terminator-Films ersetzen. Doch Lena Headey (“300″) gibt eine sehr gute Sarah Connor ab und die zuckersüße Summer Glau (“Firefly”) als Terminatrice Cameron ist zwar nicht Arnie, soll sie aber auch nicht sein. Sie macht jedenfalls eine ausgezeichnete Figur. Auch Thomas Dekker (“Heroes”) passt in die Rolle des John Connor und füllt die Lücke zwischen Terminator 2 und 3 gut aus. Der Darstellerwechsel macht kaum Probleme.

Fazit: Terminator – The Sarah Connor Chronicles führt die Terminator-Saga zeitlich gesehen nach dem zweiten Film fort. Das gelingt der Serie im Großen und Ganzen sehr stimmig und es kommt im Verlauf der Staffel auch ein ganz gutes Terminator-Feeling auf. Dennoch hat die Serie einige schwerer wiegende Schwächen, die Handlung ist ziemlich dünn und die Charaktere verhalten sich alle sehr vorhersehbar. Möglicherweise liegt das an der verkürzten Staffel, aber so bleibt auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.

Meine Wertung: 6/10

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Terminator S.C.C. in der IMDB
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