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Filmriss: Deadwood (Season Three)

Es tut sich was in Deadwood: Nachdem Seth Bullock zum Sheriff der Stadt ernannt worden ist, hat dieser viel zu tun und kann sich nicht mehr so sehr mit dem Saloon-Besitzer Al Swearengen auseinandersetzen. Die Stadt indes wächst weiter und nach den Anstrengungen der Eingliederung der Stadt in bestehende Rechtsbereiche, ist nun auch noch der berühmt berüchtigte Unternehmer und Goldsucher George Hearst in die Stadt gekommen. Was dieser in Deadwood vorhat und wie die bisherigen Machthaber reagieren, damit befasst sich die dritte und finale Staffel der Western-Serie Deadwood.

Hearst, der von den reichen Goldvorkommen in Deadwood gehört hat, möchte sich die Claims unter den Nagel reißen und die Stadt nach seinen wünschen formen, wozu ihm so gut wie jedes Mittel Recht ist. Die bisherigen Kontrahenten Bullock und Swearengen sind zur Zusammenarbeit gezwungen, um die Pläne des rücksichtslosen Unternehmers zu durchkreuzen. Aber auch sonst ist allerhand los in Deadwood. Die Witwe Garret, die den ihre Interessen bezüglich ihres Goldclaims vertretenden Ellsworth geheiratet hat, eröffnet mit ihrem Vermögen eine Bank, aus einem Bordell wird eine Schule gemacht und eine Theatergruppe kommt in die Stadt, was nur einige wenige der Begebenheiten im Ort sind.

Nachdem schon die zweite Staffel sehr überzeugend war und die Sichtung viel Spaß gemacht hat, legt die dritte Staffel nochmal einen oben drauf. Der Hauptplot um die Machenschaften von George Hearst bringt sehr viel Spannung in die einzelnen Folgen und ist etwas weniger verwirrend als das Eingliederungsthema der zweiten Staffel. Sowohl Optik als auch Dialoge sind vom Allerfeinsten und wirken sehr authentisch, sind allerdings nichts für Leute, die keine derbe Ausdrucksweise oder kein Blut mögen. Der dreckige Look passt wunderbar dazu, viel besser als die sonst so typisch aufpolierten Westernfilme.

Auch in der dritten Staffel zeigt der Cast wieder seine Spielfreude. Wirklich jede Figur kommt glaubhaft rüber und wird von seinem Schauspieler perfekt verkörpert. Die neuen Charaktere wie der von Gerald McRaney gespielte, gnadenlose Geschäftsmann George Hearst oder Brian Cox als Theaterspieler Jack Langrishe fügen sich wunderbar ein. Das jede Rolle ernst genommen wird und wichtig ist, spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass fast jede Figur in jeder Folge auftaucht. Die Dichte der Handlungsstränge ist dementsprechend auch sehr hoch. Das bringt Abwechslung, wobei manche Nebenplots weniger interessant sind als andere.

Fazit: Die Dritte und (wohl trotz aller Gerüchte) letzte Staffel von Deadwood ist noch einmal eine Steigerung im Vergleich zu den beiden ersten Seasons. Der Konflikt mit George Hearst schaukelt sich von Folge zu Folge höher und bringt richtig Spannung. Leider fällt der Abschluss der Serie dem gegenüber ein wenig ab und man merkt schon, dass hier sicherlich eine Fortsetzung der Serie geplant gewesen war. Dennoch: Deadwood ist Serienunterhaltung bester Güte und wem die ersten beiden Staffeln gefallen haben, der wird auch mit der dritten sehr zufrieden sein.

Meine Wertung: 9/10

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Filmriss: Deadwood (Season One)
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Filmriss: Futurama (Season Two)

Die zweite Staffel der beliebten Trickserie Futurama von Simpsons-Schöpfer Matt Groening setzt im Prinzip da an, wo die erste Staffel aufgehört hat: Wir begleiten Fry, Leela, Bender und den Rest der Planet Express Liefercrew bei ihren aberwitzigen Abenteuern und finden heraus, dass sich die Welt in 1000 Jahren von unserer heutigen gar nicht so sehr unterscheidet. Wem Futurama gar nichts sagt, sollte erstmal meine Review zur ersten Staffel lesen.

Futurama (Season 02)In der zweiten Staffel erwarten den Zuschauer diverse Highlights. Zum Beispiel bekommt Bender einen Gefühlschip verpasst, weil er Leelas Haustier Nibbler die Toilette heruntergespült hat. Wir lernen außerdem das zukünftige Weihnachtsfest kennen, mit einer Palme statt Tannenbaum und einem Roboterweihnachtsmann, der ein festliches Blutbad anrichten möchte. Dr. Zoidberg versucht, auf seinem Heimatplaneten ein paarungswilliges Weibchen zu finden, der Professor klont sich einen Nachfolger, der sein Erbe antreten soll und wir bekommen den ersten Teil der “Geschichten von Interesse” zu sehen: Professor Farnsworth hat eine “Was wäre wenn…”-Maschine erfunden, die einem ebensolche Fragen mit einem kurzen Filmchen beantwortet und lässt diese von der Crew ausprobieren.

Im Vergleich zur ersten Staffel sind Anspielungen auf heutige Themen und Filme in der zweiten Staffel noch stärker vorhanden und insgesamt toppt diese die ersten Folgen, die auch schon grandios waren, noch einmal. In der Folge “Wie ein wilder Bender” (Raging Bender) wird Bender zum Roboter-Wrestler und erlebt dabei den rasanten Aufstieg und den mindestens so rasanten Abstieg in einem abgekarterten Sport. In der Folge “Cyclopia” (A Bicyclops Built for Two) entdeckt Leela endlich einen weiteren Vertreter ihrer Art, den Zyklopen Alcazar, in den sie sich verliebt und den sie sogar heiraten will. Doch nachdem alles in trockenen Tüchern zu sein scheint, kommt sein wahrer Charakter ans Licht und Alcazar mutiert zu einer Zyklopenversion von Al Bundy aus “Eine schrecklich nette Familie”. Ein Großteil der Folge wird diese Serie parodiert. Das doppelt lustige daran ist, dass die Synchronsprecherin von Leela niemand geringeres als die Peggy Bundy Darstellerin Katey Sagal selbst ist. Eine grandios selbstironische Folge von ihr. Sehr sympathisch!

In der Folge “Allein gegen die Robotermafia” (Bender Gets Made) werden sehr viele aus Filmen bekannte Mafia-Klischees aufgenommen, “Tief im Süden” (The Deep South) spielt auf Arielle die Meerjungfrau und den Atlantismythos an und in “Kennen Sie Popplers?” (The Problem With Popplers) bekommen Fast Food Ketten wie Mc Donalds und Burger King ihr Fett weg. Gleichzeitig wird uns ein moralischer Spiegel vorgehalten: Denken wir überhaupt noch darüber nach, was wir alles jeden Tag so essen und in uns reinstopfen?

Noch ein paar Worte zur Synchronisation: Sowohl in der englischen als auch in der deutschen Fassung sind die Stimmen sehr treffend gewählt. Die Übersetzung finde ich im Vergleich mit anderen Serien durchaus gelungen, die meisten Witze und Anspielungen versteht man auch auf deutsch. Da ist man sonst deutlich Schlimmeres gewohnt. Lediglich in der erwähnten Folge “Cyclopia” kommt der Witz nicht ganz so gut durch.

Fazit: Wer die erste Staffel mochte, wird die zweite Staffel lieben. Man bekommt mehr, man bekommt noch besseres und man bekommt ein paar der besten Folgen der Serie zu sehen. Für mich ist Futurama die beste Trickserie und steckt die Simpsons, South Park, Family Guy und wie sie alle heißen locker in die Tasche. Darum gibt es auch wieder die volle Punktzahl.

Meine Wertung: 10/10

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Filmriss: Futurama (Season One)
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Filmriss: Futurama (Season One)

Der New Yorker Lieferjunge Philip J. Fry ist nicht gerade ein helles Köpfchen. An Silvester des Jahres 1999 lässt er sich nach einer gefakten Pizzalieferung in ein ausversehen in einem Kühllabor einschließen und wacht erst 1000 Jahre später wieder auf. Im New-New York des Jahres 2999 hat sich vieles verändert und Fry beginnt ein völlig neues Leben.

Futurama (Season 01)Zunächst trifft Fry auf Bender, einen trinkenden und kleptomanischen Roboter, mit dem er schnell Freundschaft schließt. Gemeinsam fliehen die beiden vor Leela, einer Einäugigen, die Fry verfolgt, um ihm einen Berufschip einzusetzen, der ihmnwieder einmal zum Lieferjungen machen würde. Schnell erkennt Leela jedoch, dass sie und Fry ein ganz ähnliches Schicksal haben: Sie sind beide Fremde in dieser Welt – Fry, weil er aus der Vergangenheit kommt und Leela, weil sie eine Waise ist und nichts über ihre Herkunft weiß. So beschließt die Truppe, gemeinsam weiter zu machen und sucht Frys Ur-Ur-Ur-Ur… Großneffen auf, den steinalten und senilen Professor Farnsworth. Dieser heuert die drei als seine neue Raumschiffcrew für seine intergalaktische Lieferfirma “Planet Express” an. Und so nimmt das Chaos seinen Anfang…

Eigentlich hat fast jeder schon von Futurama gehört, ist die Serie doch von Simpsons-Schöpfer Matt Groening erschaffen worden. Das sagt schon viel über die Qualität aus, aber rein subjektiv betrachtet setzt Futurama noch einen oben drauf und hängt die Simpsons in Sachen Humor und Gesellschaftskritik klar ab, obwohl sie in sehr ferner Zukunft spielt. Denn immer wieder gibt es Anspielungen auf unsere Zeit (Umweltverschmutzung) oder es wird mehr als deutlich gezeigt, dass die Menschheit auch in 1000 Jahren nicht viel dazugelernt hat und im Prinzip mit den selben Problemen zu kämpfen hat wie heute auch. Gleichzeitig schafft die Serie es aber auch, durch Slapstickeinlagen, Wortwitze und Skurrilitäten zu gefallen und beansprucht fast ständig die Lachmuskeln. Vor allem entdeckt man mit jeder Sichtung der Serie immer wieder neue Details. Für diese Review habe ich mir die erste Staffel noch einmal angesehen, insgesamt schon das vierte Mal.

Die Folgen selbst hängen nur lose miteinander zusammen. Zwar wird immer wieder mal Rückbezug auf ein Ereignis einer anderen Folge genommen (z. B. Leelas One Night Stand mit dem narzisstischen Raumschiffcaptain Zapp Brannigan), aber es ist nicht unbedingt notwendig, alle Folgen in vorgegebener Reihenfolge anzuschauen. Jede Einzelfolge hat eine abgeschlossene Handlung, meistens handelt es sich dabei um einen Auftrag, den die Crew von Professor Farnsworth bekommen hat, bei denen jedoch immer irgendetwas schief geht. Manche Folgen sind aber auch sehr figurenbezogen oder spielen nur auf der Erde, für genug Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt.

Einen großen Anteil am Humor der Serie haben natürlich auch die Hauptfiguren. Neben dem trotteligen und naiven Fry, der immer noch nach den Regeln des 20. Jahrhunderts lebt, Bender, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und Leela, die die Stimme der Vernunft ist und den anderen immer zur Hilfe eilen muss, gibt es noch den senilen Professor Farnsworth, der immer wieder merkwürdige Erfindungen produziert und die Crew von einem Selbstmordauftrag zum nächsten schickt, den Arzt Dr. Zoidberg, der selbst eine Krabbe ist, sich aber auf Humanmedizin spezialisiert hat und Hermes Conrad, der jamaikanische, Limbo tanzende Bürokrat. Diese Figurenkonstellation macht einfach Spaß und jeder Charakter für sich ist irgendwie sympathisch.

Fazit: Entweder liebt man Futurama oder man kann es nicht leiden. Ich zähle mich auf jeden Fall zur ersten Gruppe und kann absolut nichts schlechtes über diese Ausnahmeserie sagen. Hier findet man Humor und Gesellschaftskritik in so konzentrierter Form, dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu gucken. Futurama ist für mich schlicht die beste Zeichentrickserie aller Zeiten. Und auch wenn die erste Staffel die schwächste (und kürzeste) ist, bietet sie doch mehr als genug Spaß, um die volle Punktzahl als Wertung zu rechtfertigen.

Meine Wertung: 10/10

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Filmriss: Boston Legal (Season One)

Ein Verkaufsverbot von rotem Fleisch wegen BSE, ein Kaufhausweihnachtsmann, der in seiner Freizeit gerne Frauenkleider trägt und deshalb entlassen wird und ein schüchterner, kleiner Mann, der seine Mutter mit der Bratpfanne erschlägt: Die renommierte Bostoner Kanzlei Crane, Poole & Schmidt hat teilweise ziemlich skurrile Mandanten und Fälle, die es erfolgreich vor Gericht zu verhandeln gilt. Dabei hat die Firma auch Probleme in ihren eigenen Reihen: So wird Seniorpartner Edwin Poole (Larry Miller) gleich in der ersten Folge in die Nervenklinik eingewiesen. Und auch der ehemalige Staranwalt und Hauptanteilseigner Denny Crane (genial: William Shatner), der am liebsten seinen eigenen Namen sagt, wird zunehmend senil und bringt die Kanzlei ein ums andere mal in missliche Lagen.

Boston Legal (Season 01)Und als hätte der streng nach Vorschriften handelnde Seniorpartner Paul Lewiston (Rene Auberjonois) damit nicht schon genug zu tun, muss er sich auch noch mit dem brillanten Anwalt und Womanizer Alan Shore (James Spader) herumschlagen, der seine ganz eigenen Methoden hat, um Fälle zu gewinnen und keinen Respekt vor Autoritäten hat. Mit diesem gerät auch der Ex-Marine Brad Chase (Mark Valley) immer wieder aneinander. Einzig die abgeklärte Anwältin und Teilhaberin Shirley Schmidt (Candice Bergen) schafft es, die eigenwilligen Anwälte Denny Crane und Alan Shore, die eine tiefe Freundschaft verbindet, im Zaum zu halten. Und wenn es drauf ankommt, halten sie eben doch zusammen, um das Beste für ihre Mandanten rauszuholen.

Auf Boston Legal bin ich eher zufällig beim Zappen gestoßen, als ich dann die laufende Folge gesehen hatte, war ich sofort wie infiziert: Der zuweilen schön trockene und manchmal auch schwarze Humor der Serie ist einfach erfrischend und trifft genau meinen Geschmack. Die skurrilen Fälle haben oft deutlich satirische Züge und spiegeln die amerikanische Gesellschaft und Justiz zu gewissen Teilen sehr gut wider und üben dadurch intelligente Kritik. Auch wenn der Ablauf der einzelnen Folgen immer recht ähnlich ist – es kommt meistens zu zwei Verhandlungen, die von verschiedenen Teams verhandelt werden und somit auch zu zwei Richtersprüchen – so kommt es doch immer wieder zu Überraschungen oder Wendungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Und zuguterletzt bietet Boston Legal viele Ansätze zum Nachdenken – über Vorurteile, Freundschaft oder das Leben selbst. Und das nicht nur bei den Balkonszenen zwischen Denny Crane und Alan Shore, die jede Episode abschließen.

Der Cast hätte nicht besser gewählt sein können: James Spader (“Shadow of Fear”) spielt Alan Shore so unglaublich gut, dass man ihm seine doch etwas ungewöhnlichen Vehaltensweisen absolut abkauft. Und über William Shatner (“Star Trek”) könnte man sagen, dass er die Rolle seines Lebens spielt, hätte er diese nicht schon mit seiner Rolle als Captain Kirk gehabt. Und Candice Bergen (“Murphy Brown”) bietet den beiden Herren in ihrer Rolle als Shirley Schmidt reichlich Paroli. Insgesamt merkt man aber allen Schauspielern die Spielfreude sichtlich an, was der Serie sehr gut tut.

Fazit: Boston Legal ist intelligent, sexy und einfach urkomisch. Wer auf variantenreichen, mitunter auch tiefschwarzen Humor steht, der ist mit der Serie genau richtig beraten. Die genialen Auftritte von Alan Shore und die Kultfigur Denny Crane allein sind schon die Sichtung wert. Die volle Punktzahl gibt es nur nicht, weil ich weiß, dass die Serie noch besser wird.

Meine Wertung: 9/10

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Filmriss: ReGenesis (Season Two)

Nachdem die spanische Grippe vom Team des NorBAC (North American Biotechnology Advisory Commission) aufgehalten wurde, hat sich der leitende Wissenschaftler David Sandström, der glaubt am Ausbruch Schuld zu haben, eine Auszeit genommen und reist nach China, wo er von der Volksarmee gekidnappt wird. Die chinesischen Wissenschaftler sind einer gefährlichen Epidemie auf der Spur, kommen jedoch nicht weiter und brauchen nun Davids Hilfe. Währenddessen wird auf einer AIDS-Konferenz in Toronto die schwangere Vertreterin der Amerikanischen Vereinigung der Pharmahersteller mit einem neuen AIDS-Stamm infiziert.

ReGenesis (Season 2)So der Auftakt zur zweiten Staffel der kanadischen Science Fiction Serie ReGenesis. Wie schon in der ersten Season haben es die Wissenschaftler des NorBAC unter der Leitung der ehemaligen CIA-Agentin Caroline Morrison mit allerhand neuartigen und kniffligen biologischen und chemischen Problemen zu tun, die es (teilweise gleichzeitig) zu lösen gilt. Neben den Problemen, mit denen sie durch ihre Arbeit konfrontiert sind, rückt auch immer wieder das Privatleben der Wissenschaftler in den Blickpunkt des Interesses, wodurch wir mehr über deren Vergangenheit erfahren können. Doch all das rückt in den Hintergrund, als das Team merkt, dass es jemanden gibt, der gegen sie arbeitet – ist es möglicherweise sogar jemand aus den eigenen Reihen?

Wie in der ersten Staffel sind die Fälle der Wissenschaftler um David Sandström überaus spannend und interessant für jeden, der sich auch nur ein bisschen für Biologie und Chemie begeistern kann. Alles Wichtige wird dabei so erklärt, dass auch für Laien verständlich wird, was gerade passiert oder schief läuft. Teilweise sind die Themen der Fälle hochaktuell und so bekommt die Serie neben dem Unterhaltungswert auch noch einen Bildungswert – kein Wunder also, dass die Serie in Deutschland auf ARTE ausgestrahlt wurde.

Natürlich ist wieder das gesamte Team aus der ersten Staffel dabei. Schon in der ersten Staffel waren die starken Charaktere ein ganz klares Plus der Serie, in der zweiten Staffel werden diese konsequent ausgebaut. Die Schauspieler tragen mit ihren guten Leistungen entsprechend dazu bei. Jede Figur erweckt beim Zuschauer ein gewisses Interesse und wird in ein paar Folgen etwas mehr ins Zentrum gestellt.

Auch von der technischen Seite wird das Niveau der ersten Staffel gehalten. Wieder werden Kniffe wie Splitscreens, Zeitraffer, Mikroskop-Bilder und “Weggabelungen”, bei denen von einem Punkt aus nacheinander zwei Handlungsstränge verfolgt werden, eingesetzt. Sowohl durch die große Charaktertiefe als auch durch den technischen Einsatz wird man richtig in die Serienhandlung hineingezogen. Da ärgert man sich über den extrem fiesen Cliffhanger am Ende der Staffel gleich doppelt: Nicht nur, dass die Staffel schon vorbei ist, sondern weil man unbedingt weiterschauen möchte, aber nicht kann.

Fazit: Die zweite Staffel von ReGenesis bleibt auf dem gleichen hohen Niveau wie die erste. Die Serie ist wirklich eine wahre Ausnahmeerscheinung in der Serienlandschaft. Wer die immer gleichen Muster von Dr. House nicht mehr sehen kann, die Fälle von CSI langweilig findet oder sich generell für Wissenschaft interessiert sollte unbedingt bei ReGenesis reinschauen. Es lohnt sich!

Meine Wertung: 9/10

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ReGenesis in der IMDB
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Filmriss: Deadwood (Season Two)

Es ist schon eine ganze Weile vergangen und viel geschehen, seit Seth Bullock (Timothy Olyphant) in Deadwood angekommen ist. Geschäfte wurden aufgebaut und jeder sucht nach dem ganz persönlichen Glück in der Stadt, die außerhalb des amerikanischen Einflussbereichs liegt. Doch das soll sich ändern: Durch die zunehmende Bevölkerung und den weiterem Aufbau erregt die Stadt aufsehen und soll nun in die Vereinigten Staaten eingegliedert werden. Dazu brauchte es zumindest die Fassade einer Regierung in der Stadt. So endete die erste Staffel mit deren Einrichtung und der Ernennung Bullocks zum Sheriff.

Deadwood Season 2Wie bereits erwähnt ist die anstehende Eingliederung der Stadt das Hauptthema der zweiten Staffel von Deadwood, der erfolgreichen Westernserie von HBO. Schließlich will jeder seine Vorteile aus der Situation ziehen und die Mächtigen der Stadt schrecken vor kaum einem Mittel zurück, um diese zu erreichen. Aber es passiert natürlich noch mehr in der Stadt: Bullock muss sich um die Frau und den Sohn seines verstorbenen Bruders kümmern, die er in seine Familie aufgenommen hat. Diese erreichen gerade zu der Zeit die Stadt, als Bullock eine Affäre mit der reichen Witwe Garret (Molly Parker) begonnen hat. Saloon-Besitzer Al Swearengen (Ian McShane) kämpft mit einem Blasenstein, der ihm fast das Leben kostet und die Prostituierte Joanie Stubbs (Kim Dickens) eröffnet ihr eigenes Bordell. Und nicht zuletzt streckt der Unternehmer George Hearst (Gerald McRaney) seine Fühler nach Deadwood aus, um an die reichen Goldvorkommen zu gelangen.

Für mehr als genug Zündstoff ist in den zwölf Folgen der zweiten Staffel von Deadwood also gesorgt. Und tatsächlich: Nachdem die erste Staffel bei mir noch einen recht zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat, hat mich die Serie nun vollends gepackt. Vor allem die vielschichtigen und interessanten Charaktere machen Deadwood zu einer Ausnahmeserie. Zwar gibt es auch in der zweiten Staffel die ein oder andere Folge, die etwas schwerfällig dahinplätschert, aber Deadwood will realistisch sein und das ist es auch. Zuweilen sind manche Handlungsstränge etwas schwierig zu durchschauen, aber das tut dem Spaß kaum Abbruch.

Der Cast von Deadwood hatte mich schon in der ersten Staffel überzeugt und in der zweiten Staffel wirkt alles noch viel besser und echter, die Mannschaft meistert ihre Aufgaben durchweg herausragend gut. Ian McShane als Al Swearengen ist wieder einmal großartig und auch Timothy Olyphant (“Hitman”) bringt den Sheriff, der die Sorge um seine Familie mehr als Pflicht denn als Liebe sieht, nachvollziehbar rüber. Die neu hinzugekommenen Anna Gunn (“Breaking Bad”) als Martha Bullock und Garret Dillahunt (“No Country for old Men”) als George Hearsts Handlanger Francis Wolcott fügen sich perfekt ein. Der Rest fällt dem gegenüber ebenfalls nicht ab.

Fazit: Die zweite Staffel von Deadwood macht alles noch ein Stück besser als die erste Staffel. Die Geschichte nimmt mehr an Fahrt auf und die neuen Probleme bringen Abwechslung und Spannung in die Stadt. Die Atmosphäre und die Charaktere verleihen dem Szenario greifbare Tiefe, die einen so schnell nicht mehr loslässt. Ich freue mich schon auf die dritte und letzte Staffel von Deadwood.

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: Futurama – Bender’s Big Score

Futurama ist zurück! Die Trickserie von Simpsons-Schöpfer Matt Groening, die nach vier Staffeln überraschenderweise eingestellt wurde. “Bender’s Big Score”, so der Titel, ist im Prinzip eine Folge in Spielfilmlänge. Weitere DVD-Filme sind in Planung und vielleicht kommt auch noch eine neue Staffel. Doch nun erstmal zu “Bender’s Big Score”:

Bender's Big ScoreDie Crew von Planet Express hat Grund zum Feiern: Die Verantwortlichen des “Box Networks” (eine Anspielung auf Fox, von denen die Serie eingestellt wurde) wurden entlassen und nun darf die Crew von Prof. Farnsworth wieder Pakete ausliefern. Doch bei ihrem ersten Auftrag werden die Crewmitglieder durch einen Trick von Nudisten-Aliens dazu überredet, ihre E-Mail-Adressen herauszurücken. Wieder daheim angekommen werden ihre Postfächer von Spammails überflutet und durch verlockende Angebote zur Herausgabe ihrer Kontonummern verleitet. So gelingt den Aliens die Übernahme der Lieferfirma und das Einschleusen eines Virusses in den Computer des Roboters Bender, der den Aliens fortan zu Diensten steht.Daraufhin finden die nackten Wesen heraus, dass Fry den Geheimcode für Zeitreisen auf seinem Hintern tätowiert hat. Dies nutzen sie aus, um die wichtigsten Schätze der Erde an sich zu reißen und die Erde zu übernehmen. Nun liegt es an der Planet Express Crew, die Welt zu retten.

Bender’s Big Score ist für jeden Kenner und Liebhaber der Serie eine wahre Freude: Es gibt zahllose Anspielungen an die früheren Folgen. Zwar kann man der Story auch folgen, wenn man die Serie nicht stetig verfolgt hat, verpasst dadurch aber zahlreiche Witze. Genial der Einfall mit den Spammails – die Crew fällt auf genau die Angebote herein, die wir alle kennen. Do denkt Dr. Zoidberg, dass ihm eine Menge Geld vom verstorbenen König Nigerias zusteht, Amy ist überzeugt, dass sie Antidepressiva braucht und Leela will spenden, um eine vom Aussterben bedrohte Tierart zu retten.

Neben den Hauptfiguren kommen auch wieder zahlreiche der Nebenfiguren vor, so Hausmeister Scruffy, der Lustbot, Zapp Brannigan oder der Weihnachtsmann, um nur einige zu nennen. Al Gore und Coolio geben sich als Gaststars die Ehre. Insgesamt hat der Film eine Laufzeit von 85 Minuten – das klingt im ersten Augenblick wenig, reicht aber vollkommen aus. Nach dem Film kann man sich noch ausgiebig mit dem umfangreichen Bonusmaterial beschäftigen.

Fazit: Futurama ist eine fantastische Serie gewesen und auch als Film macht die Truppe um Fry und Leely eine gute Figur. Für Fans der Serie ist dieser Film ein absolutes “Must have” – auch wenn im Endeffekt gesehen die Gagdichte nicht ganz so hoch ist wie in einer 20-minütigen Folge. Dennoch ein guter Ersatz für Blackjack und Nutten! Und jetzt könnt ihr mich alle an meinem blanken Metallarsch lecken!

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: Futurama (Season Two)
Filmriss: Futurama – Die Ära des Tentakels
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