In letzter Zeit erreichen mich immer mehr Fragen zu meiner vor einem halben Jahr gestarteten Aktion »Ein USB-Stick auf Reisen«. Darum will ich an dieser Stelle mal über den aktuellen Zwischenstand informieren und auch ein paar mahnende Worte fallen lassen.
Am 27. Juni 2011 habe ich den Stick auf die Reise geschickt. Das war Kalenderwoche 26. Mittlerweile haben wir die letzte Kalenderwoche 52 erreicht, der Stick ist also seit 26 Wochen unterwegs. In dieser Zeit ist der kleine Datenspeicher gerade einmal bei 11 Personen gewesen, hatte also eine durchschnittliche Verweildauer von fast 2 1/2 Wochen! Bei einer Teilnehmerzahl von 46 Leuten wäre der Stick, wenn es so weiter geht, 115 Wochen unterwegs, was nach Adam Riese 2 Jahre und 11 Wochen ergibt. Und das kann es doch wirklich nicht sein.
Man möge mir bitte nicht mit der Erklärung des Postweges kommen, das ist – großzügig berechnet – in 4 Tagen durch (Abgabe – Transport – Lieferung), manchmal vielleicht etwas mehr, wenn Sonn- und Feiertage dazwischenliegen, tendenziell sollte das aber durch schnellere Lieferungen wieder ausgeglichen werden können. Auf jeden Fall ist es kein Grund, dass es von einer Person zur nächsten 2 1/2 Wochen dauert.
Ich meine, es kann ja wohl nicht so schwer sein, sich nach erhalt einmal kurz hinzusetzen, sich ein paar Dateien runterzuziehen, winzige 155 MB wieder draufzuspielen und alles wieder einzupacken, oder? Es ist ja auch nicht so, dass die Teilnehmer völlig unvorbereitet sind, schließlich haben sich alle dafür angemeldet mit dem Wissen, was zu tun sein wird. Okay, ihr wisst erst nach einer Meldung bei mir, wem ihr den Stick schicken müsst, aber bis auf einen Ausnahmefall habt ihr das immer am gleichen Tag erfahren, an dem ihr mir auch die Mail geschickt habt. Ja, es ist gut und richtig, dass ihr euch Gedanken macht, dem Stick vielleicht etwas Persönliches hinzuzufügen, das ist ja auch der Sinn gewesen. Aber ich sage es noch mal: 2 1/2 Wochen?
Ich muss mich ein wenig revidieren, einige Teilnehmer waren durchaus schnell und haben mehr als vorbildhaft und schnell den Stick weitergeleitet, wohingegen andere den Schnitt mit fast einem Monat Verweildauer des Sticks ordentlich ins Negative gezogen haben. Da bin ich so manches Mal ganz ehrlich enttäuscht gewesen, da ich teilweise auch erst auf Nachfrage eine Auskunft bekommen habe, wie es denn damit so steht.
Aber ich will nicht rumheulen, mein Lösungsvorschlag ist folgender: Der Stick befindet sich momentan bei Freddi, der ihn aufgrund der Weihnachtstage, die er verständlicherweise zu Hause verbracht hat (das ist z.B. ein Grund, den ich wirklich gut nachvollziehen kann), kommende Woche weiterschicken wird. Ich hatte erst überlegt, die Aktion sofort abzubrechen, aber ich will im Zuge dieses Appells noch eine letzte Chance gewähren. Sollte sich an der Weitergabegeschwindigkeit nichts bessern und der Schnitt von nun an mehr als 1 1/2 Wochen betragen, werde ich den Stick zu mir zurückbeordern und die Aktion beenden und für gescheitert erklären. Das tut mir dann sehr Leid für alle, die den Stick noch nicht bekommen haben, aber mir fehlt die Lust, ständig da hinterherrennen zu müssen und die Aktion über 2 Jahre zu beobachten und zu managen. Ihr bekommt natürlich die bereits vorhandenen Daten dann dennoch von mir verfügbar gemacht.
Zum Ende noch eine Frage: Kann ich euch noch irgendwie helfen, dass euch die Aufgabe nicht überfordert? Soll ich eine Verpackanleitung schreiben? Soll ich jedem Teilnehmer schon vorher sagen, an wen er den Stick weiterschicken muss? Falls es etwas gibt, lasst es mich wissen.
In letzter Zeit erreichen mich immer mehr Fragen zu meiner vor einem halben Jahr gestarteten Aktion »Ein USB-Stick auf Reisen«. Darum will ich an dieser Stelle mal über den aktuellen...