Über uns

Unsere besten Jahre?

Hallo Zusammen,

wir möchten uns kurz vorstellen: Isabelle, 46 Jahre alt, keine Kinder, beruflich erfolgreich und seit 8 Jahren in der glücklichsten Partnerschaft meines Lebens und Brigitte, 52 Jahre jung, ledig, Bücherwurm und Maya, 44 Jahre, Quereinsteigerin, Köchin und Weltenbummlerin.

So, jetzt kennt Ihr zwar unsere Hard Facts, aber ehrlich gesagt vermitteln Sie Euch kein Bild von unserem Blog und unserer Motivation zu diesem Blog – Worum geht es hier?
Wir schreiben über unsere Erfahrungen mit dem Älterwerden, über unsere Beschwerden, mal kleiner mal größer, die Begegnung mit den Wechseljahren und alltägliche Dinge, die uns beschäftigen.

Wir hoffen damit, vielleicht auch anderen Frauen, die sich morgens im Spiegel ansehen, und denken – Wie soll ich das nur schaffen? – zu unterstützen. Denn Sie sind nicht allein. Wir alle erreichen dieses gewisse Alter, ab dem die Zeit irgendwie anders läuft. Nicht unbedingt schlechter, aber definitiv anders.

Daher schreiben wir hier und freuen uns über Eure Kommentare, Anregungen und Eure Kritik.
Um nicht nur allgemein zu bleiben, hat Isabelle Ihren Weg zum Blogschreiben für uns aufgeschrieben:
„Ich versuche mich, mein Leben und meine Erfahrung ein wenig genauer zu beschreiben. Beginnen wir mit dem Anfang. Vor 8 Jahren habe ich Stefan kennengelernt und um ehrlich zu sein, dachte ich damals, ich wäre nicht mehr paarkompatibel. Meine 4-jährige „Dating-Phase“ hatte mir nämlich folgendes Bild von Männern in meinem Alter vermittelt: viele Altlasten, in Form von eifersüchtigen Ex-Frauen, Kinder, nach denen man die Ferien und Wochenenden richten muss (ich weiß, so etwas darf man öffentlich nicht sagen, aber vielleicht fühlt sich die ein oder andere ja insgeheim doch angesprochen), Angst vor Nähe (hat ja auch seinen Grund, warum sie noch Single sind) und haufenweise eigenbrötlerische Eigenschaften, die man einfach nicht mehr ablegt. Und ich hatte mich auch verändert, eigentlich auch schon beschlossen, lieber allein zu bleiben als mich weiterhin unnötigem Stress auszusetzen. Ich wusste inzwischen auch genau was ich mag und was nicht, meine Kompromissfähigkeit hatte abgenommen, vielleicht auch meine Offenheit und mein Körper hatte sich verändert. Und ich war selbst nicht ganz frei von Ticks. Dann kam Stefan. Und ich wusste, was ich wollte: Ihn! Und zwar so, wie er war. Und er wollte mich – mit all’ meinen kleinen „Falten“ und „Ecken“. Nachdem klar war, dass wir zusammen sind und es auch bleiben wollen, stand für kurze Zeit sogar die große Frage im Raum: Bekommen wir Kinder? – Obwohl ich nie unbedingt Kinder haben wollte, entschieden wir uns erst für ja, auch obwohl uns bewusst war, dass es wahrscheinlich schon etwas spät dafür war. Nach über einem Jahr vergeblicher Versuche, ließen wir uns untersuchen. Hiob hatte keine sonnigen Nachrichten für uns: Ich befand mich zwar noch nicht in den Wechseljahren, hatte aber nur noch sehr selten einen Eisprung. Trotz unseres Kinderwunsches, welcher bei Stefan wohl noch stärker war als bei mir, haben wir haben uns damals gegen eine künstliche Befruchtung oder eine Adoption entschieden. Wir wussten, dass eine Entscheidung „für immer“ sein würde und lebten seitdem zu zweit – glücklich, mal mehr, mal weniger harmonisch. Vor zwei Jahren gingen dann schon meine Wechseljahre los und auch wenn ich mit dem Thema „Kinder kriegen“ abgeschlossen hatte, kamen die Gefühle und Gedanken, die mich damals beschäftigt hatten, wieder auf. Zusätzlich hatte ich am Anfang stark mit der körperlichen Umstellung zu kämpfen. Schweißausbrüche waren noch die harmlosesten Symptome. Ich schlief miserabel und das über Wochen. Das alles brachte mich zum Schreiben – mein Ventil. Hier war und ist Platz für meine Selbstzweifel und Fragen. Seit fast drei Jahren gibt es unseren Blog. Ich wollte nicht allein schreiben, also kamen Brigitte und Maya auch dazu. Wir kannten uns kaum, das hat sich inzwischen geändert. Es waren auch bei ihnen die kleinen Wehwehchen und die großen Falten, die weggeschrieben werden wollten. Mittlerweile schätze ich diesen Lebensabschnitt, der seine ganz eigene Schönheit besitzt. Das sagte schon Hermann Hesse und der wird`s ja wohl wissen:

„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“