CD-Check: Unheilig – Frohes Fest
Kritik
Unheilig ist eine Electro/Goth-Rock Band, das muss man beim Anhören dieses Weihnachtsalbums der zugegebenermaßen etwas anderen Art immer vor Augen halten. Wer ohrenschmeichelnde, seichte Weihnachtsmusik erwartet, wird hier enttäuscht werden. Düster geht es zu, dafür sorgt neben den Elektroelementen vor allem auch die tiefe Stimme des Grafen, die einem unter die Haut geht. Textlich hält der Graf sich an ausschließlich deutsches Weihnachtsliedgut, Interpretationen amerikanischer Weihnachtshits wie Jingle Bells sind nicht vertreten. Neben Klassikern wie “O Tannenbaum” und “Stille Nacht, heilige Nacht” gibt es auch weniger gebräuchliche Weihnachtslieder wie “Als ich bei meinen Schafen wacht” und “Still still still”. Als Extra hat der Graf mit der 4-strophigen “Sternzeit” auch noch eigene Weihnachtslyrik beigesteuert.
15 Tracks haben Unheilig auf ihr Weihnachtsalbum gesetzt, davon sind 4 jeweils eine Strophe des Sternzeit-Gedichtes. Insgesamt verbreitet das Album 1:08:18 Stunden schaurige Weihnachtsstimmung. Auch Artwork und Booklet sind sehr gut gelungen und spendet eine weihnachtliche Atmosphäre. Sehr löblich ist auch, dass neben allen Songtexten auch beschrieben wird, wer diese verfasst hat bzw. wenn der Autor unbekannt ist, wo und in welchem Zeitraum es entstanden ist.
Fazit
Frohes Fest ist genau das richtige Weihnachtsalbum für alle, die zur Weihnachtszeit keinen Weichspülpop wollen, sondern durchaus auch für eine düstere, aber dennoch besinnliche Weihnachtsstimmung zu erwärmen sind. In der Weihnachtszeit immer gut zwischendurch mal zu hören.
Unheilig – Frohes Fest (Album)
Facts:
- Tracks: 15
- Gesamtspieldauer: 1:08:16
- Erscheinungsjahr: 2002
- Genre: Electro/Goth-Rock
- Homepage: www.unheilig.com
- Anspieltipps: Vollendung, Leise rieselt der Schnee
Einzelwertung:
Texte: 7 von 10
Musik/Produktion: 8 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 5 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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2 Kommentare
Pas - 03.12.2007 at 14:48
naja, das Kling Glöckchen klingelingeling hält sich aber echt in Grenzen…
dann doch lieber dei Vollendung, aber so wirklich mein Stil ist es eh nicht
Viktoria - 06.04.2008 at 18:28
Dieses Album machte mich mit deutschen Weihnachtenlieder bekannt.
In Russland gibt es ein Lied. Es ist “O Tannenbaum” ähnlich
1 Trackback