Filmriss: I am Legend
Im Jahre 2012 ist New York menschenleer. Ein von einer Wissenschaftlerin entwickeltes Anti-Krebs-Virus hat eine Epidemie auf der ganzen Welt ausgelöst und einen Großteil der Menschheit ausgerottet, ein kleiner Teil der Menschen ist zu Kreaturen mutiert, die das Licht scheuen und fast keine menschlichen Eigenschaften mehr besitzen. Nur der Wissenschaftler Robert Neville (Will Smith) ist gegen das Virus immun und scheinbar der letzte Mensch auf der Welt.
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über, wenn keine Gefahr droht, macht Neville sich mit seinem Hund Sam auf durch das leergefegte New York und jagt Antilopen, sendet Funksprüche oder geht in eine Videothek und spricht dort mit Schaufensterpuppen. In der Nacht, wenn die Wesen sich aus ihren Verstecken wagen, verbarrikadiert sich Neville in seinem Haus. In seinen Träumen plagen ihn Erinnerungen an seine Frau und seinen Sohn, die er beim Ausbruch der Epidemie aus der Stadt geschaffen hat. Hauptsächlich arbeitet er aber an einem Heilmittel für das Virus und macht erste Fortschritte an einem Versuch mit Ratten. Um die Wirksamkeit bei Menschen zu testen, fängt er ein weibliches Exemplar der infizierten Kreaturen. Daraufhin beginnen die anderen Wesen, so etwas wie Intelligenz zu entwickeln und machen ihrerseits Jagd auf Neville.
I Am Legend schafft es eine beklemmende Atmosphäre herzustellen. Man kann sich gut in die Szenerie hineinversetzen und beginnt unbewusst nachzufühlen, wie es wäre, der letzte Mensch auf der Welt zu sein. Von dieser Endzeit-Atmosphäre lebt der Film und das visuell beeindruckende menschenleere New York trägt einen nicht unbedeutenden Anteil dazu bei. Zwischendurch wird diese Atmosphäre allerdings durch eher störende Rückblenden unterbrochen. Die Gruselszenen sind gute Standardkost, die erfolgreich ein paar Schreckmomente und das Gefühl, dass gleich etwas passiert, bieten, jedoch nichts Außergewöhnliches haben.
Vor der schauspielerischen Leistung von Will Smith – andere sind aufgrund der Handlung zu vernachlässigen – kann man nur den Hut ziehen. Er schafft es fast im Alleingang, den ganzen Film zu tragen und bleibt fast immer glaubwürdig, obwohl seine Rolle verhältnismäßig wenig hergibt. Man hätte sich gewünscht ein paar mehr Auswirkungen der jahrelangen Einsamkeit zu sehen. So fehlen ein wenig die Besonderheiten des Charakters Robert Neville und er verkommt zu einem eher gewöhnlichen Helden.
Fazit: Atmosphärisch und optisch lässt I Am Legend kaum Wünsche offen. Das leere New York ist beeindruckend und das “Letzte-Mensch”-Gefühl kommt sehr gut rüber. Auch Will Smith macht seine Sache hervorragend und so schafft es der Film auch, über die meiste Zeit sehr gut zu unterhalten. Allerdings hat der Film auch Schwächen: Neben der Rolle des Robert Neville fehlt auch der Handlung des Films, die erst nach gut einer Stunde richtig anfängt, die Tiefe. Dennoch ein sehr sehenswerter Film.
Meine Wertung: 7/10
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4 Kommentare
Alex - 12.01.2008 at 21:50
diesen film werde ich mir auf jeden fall im kino anschauen… schon allein wegen will smith! ich habe im vorfeld auch schon gehört, dass es gar nicht so brutale szenen geben soll aber die angst gut rüberkommt.
ich bin gespannt und freu mich schon darauf den film ebenfalls sehen zu können. mal schauen, vll. schon morgen!?
latita - 12.01.2008 at 22:03
Mim (Man in Metropolis) sagt, dass man sich den Film auch klemmen und auf die DVD warten kann. … Da ich sowas eh nicht gucke, kann ich nur Hör-gesagtes beitragen
bullion - 13.01.2008 at 11:04
Bin gestern nicht dazu gekommen, werde hoffentlich nächstes WE etwas zum Thema beitragen können…
konna - 13.01.2008 at 15:27
@Alex: Nee, der ist wirklich nicht brutal, ist ja auch ab 16 der Film, nur kann man sich an vereinzelten Stellen schon erschrecken. Wird dir bestimmt gefallen.
@latita: Ja, das stimmt wohl, auf DVD hätte es auch gereicht, aber insgesamt wars ein Kinobesuch, den ich nicht bereut habe.
@bullion: Ich hoffe doch, bin schon gespannt, ob wir diesmal wieder so nah beieinander liegen.
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