Kategorien und Tags richtig verwenden

Auch wenn ich gerade erst einen Tipps-Beitrag zu Diskussionen in Blogs verfasst habe, kommt jetzt schon ein nächster Beitrag dieser Art, da es gerade sehr gut passt. Ich habe nämlich meine Tags überarbeitet (von über 1000 auf 52 reduziert) und nutze das mal als Anlass dafür, ein paar Hinweise zu eben jenen zu verfassen. Da es sich mit Kategorien ähnlich verhält, schließe ich die gleich einmal mit ein. Was Kategorien und Tags sind, brauche ich glaube ich nicht zu erklären. Aber bevor ich wieder einige Hinweise gebe, möchte ich kurz darlegen, wie ich Kategorien und Tags verwende.

Kategorien = große Aktenordner

Ich verwende insgesamt 11 Kategorien, die sich inhaltlich deutlich voneinander unterscheiden und relativ gleichmäßig gefüllt werden. Diese Kategorien sind wie diese großen Aktenordner, in die ich alle Beiträge zu einem Oberthema einhefte. Wer beispielsweise in die Kategorie “Musik” schaut, wird alle Beiträge vorfinden, die in irgendeiner Weise mit Musik zu tun haben.

Tags = kleine Trennblätter

Wie schon geschrieben verwende ich mittlerweile noch 52 Tags auf meinem Blog. Die Tags grenzen die Kategorien weiter ein, sie zeigen innerhalb eines Ordners (also einer Kategorie) direkt miteinander verwandte Beiträge an. Beim Beispiel Musik finden sich bei mir jeweils ein Tag für CD-Rezensionen, Mixtapes und Musiknews. Interessiert sich also jemand nur für einen Teil der Musikkategorie, braucht er nur die Tags zu bemühen. Sie bringen den Kategorien eine gewisse Struktur.

Tipp 01: Plane im Voraus

Bevor man anfängt und wild vor sich hin löscht und editiert, sollte man sich einen ungefähren Plan machen, wo man hin möchte. Verschaffe dir, wenn nötig, einen Inhalt über deinen Content und richte die Kategorien und Tags danach aus. Schreibe auf, was du auf jeden Fall brauchst und überprüfe am Ende nochmal, ob sich nicht noch etwas vereinfachen lässt. Die nachfolgenden Tipps helfen dir vielleicht ein bisschen weiter. Je nachdem, wie viel Content bereits besteht, plane etwas mehr Zeit ein, denn das Umsortieren kann recht zeitintensiv werden. Aber keine Angst, es gibt Hilfsmittel, die dir etwas Arbeit abnehmen (s. Tipp 05).

Tipp 02: Reduziere Kategorien und Tags

Bei diesem Tipp ist zu beachten, dass die Anzahl an Kategorien immer deutlich niedriger sein sollte als die der Tags. Wenn irgendwie möglich, fasse Kategorien zusammen und Teile die Inhalte durch Tags auf. Beachte bei beiden, dass du sie nicht nur ein paar Mal und dann nie wieder benutzt, sondern möglichst so oft es passt. Nichts ist für einen interessierten Leser frustrierender, auf eine Kategorie oder einen Tag zu klicken, weil man mehr zum Thema lesen möchte und dann gibt es nur einen einzigen Beitrag dazu. Durch Reduzierung gewinnt man auch wesentlich mehr Übersicht.

Tipp 03: Aussagekräftige Namen

Wenn ich ein völliger Neuling auf einem Blog bin und mir eine Übersicht über den Inhalt verschaffen möchte, dann schaue ich in der Regel zuerst auf die Kategorien und Tags. Eine Kategorie namens “Kino und Filme” kann ich inhaltlich schnell einordnen, eine mit dem Namen “Zelluloid” o.ä. wohl erst auf den zweiten Blick. Ein Spezialfall ist auch das Wort “Spezial” und ähnliche Vertreter, die überhaupt keinen Aussagewert besitzen. Ähnliches Regeln gelten für die Tags, wobei dort die Grenzen etwas lockerer sind.

Tipp 04: Navigation und Tagcloud

Ermögliche deinen Besuchern, sich einen Überblick über deine Kategorien und Tags zu verschaffen. Kategorien sollten immer ein Bestandteil der Navigation oder der Sidebar sein, bei Tags ist das kein Muss, die können auch über- oder unterhalb eines einzelnen Beitrags stehen. Bei gut geordneten Tags bietet sich eine Tagcloud für die Sidebar an, die lässt sich schnell überblicken und braucht weniger Platz als eine Liste.

Tipp 05: Hilfsmittel zum Bearbeiten von Kategorien und Tags

Kluge Menschen haben einige Plugins entwickelt, mit denen die Bearbeitung von Kategorien und Tags erheblich erleichtert und beschleunigt werden kann. Für Kategorien eignet sich hervorragen das Batch Categories Plugin von Rob Miller. Für Tags bringt das Plugin Simple Tags von Amaury Balmer. Im Großen und Ganzen sind die Plugins selbsterklärend, ich verzichte hier einmal auf eine Anleitung. Wenn Fragen auftauchen, können diese aber gerne gestellt werden.

 

10 Kommentare

  1. jana says:

    Danke für die Tag-Plugins, ich muss meine nämlich auch mal aussortieren. Nur geht das bisher nur von Hand bzw. recht mühsam.

  2. beetFreeQ says:

    Hmm, interessante Tipps. Ich hab für mich aber eine andere Philosophie entwickelt, weil ich Tags eine andere Bedeutung beimesse.

    Kategorien sind zwar schon die Ordner, in denen ich meine Beiträge ablege (auch wenn der selbe Beitrag manchmal in mehreren landet), aber wenn ich darin Trennblätter brauche, dann lege ich Unterkategorien an. Das hab ich zwar bisher nicht getan, wird aber vermutlich nochmal folgen.

    Tags hingegen lassen sich nur schwer mit “Büro-Begriffen” erklären. Sie sind das, was Beiträge thematisch ausmacht – kurze, prägnante Stichwörter zum Inhalt, die zum Einen dazu dienen, Suchmaschinen Stichwörter zu liefern und zum Anderen ähnliche Beiträge zu erkennen, die ich mir dann auch mit einem Plugin anzeigen lasse.

    Sicher kann man da schon über die sinnvolle Anzahl streiten, aber ich hab für mich entschieden, dass ich lieber ein paar zu viele als zu wenig habe. Wenn ich z.B. über bestimmte Bands schreibe, gebe ich den Bandnamen im Tag an, um andere Beiträge zu verknüpfen, in denen es um die selbe Band geht. Sowas ist mit deiner Lösung nicht mehr möglich.

    Was deine Tipps zum Thema Kategorien angeht, werde ich vermutlich bei mir auch mal entsprechend danach Hand anlegen. Witzige Kategorie-Titel klingen zwar toll, lassen einen aber im Dunkeln darüber, was sich dahinter verbirgt. Mal sehen, ob ich dazu heute abend ein wenig Lust und Zeit habe ;)

  3. konna says:

    @jana: Gerne. :) Wenn du weitere Tipps brauchst, meld dich einfach.

    @beetFreeQ: Das Problem der Unterkategorien ist meiner Meinung nach, dass sie eher zu Unübersichtlichkeit führen, als sich sinnvoll in die “Kategorienavigation” einzufügen. Vielleicht hege ich auch nur deswegen eine Abneigung gegen sie, weil sie bei mir mal “gefressen” wurden und ich nur über die Datenbank an sie rangekommen bin. ;)

    Ob die Tags für die Suchmaschinen so relevant sind, halte ich für fraglich, ich liefer die Stichwörter lieber an die Leser. Und da lohnt es meiner Meinung nach eher, weniger Tags zu nehmen oder zumindest nur Tags, die ich auch wirklich häufiger verwende. Wie im Beitrag gesagt, wenn man auf einen Tag klickt und man bekommt nur den einen Beitrag angezeigt, macht das keinen so guten Eindruck. Die Funktion, die du für die Tags vorsiehst, schreibe ich eher der internen Suche zu. :D

    Na immerhin über die Kategorienamen sind wir uns einig. Zwar kann man durchaus kreativ sein, wenn man ein bestimmtes Konzept verfolgt, aber man sollte wenigstens erkennen können, worum es geht. ^^

  4. Sari says:

    Perfekt, danke, genau das mit der Kategorieneuordnung hatte ich in den nächsten Tagen vor!!

  5. konna says:

    @Sari: Dann hab ich den Beitrag ja genau richtig veröffentlicht. :)

  6. lexxa says:

    Kategorien und Tags – oh Mann, das ist bei mir auch so ein Chaos – und ich bin selbst Schuld, weil ich immer zu faul bin, da mal Ordnung rein zu bringen. Danke für deine Tipps, aber die Arbeit bleibt einem doch nicht erspart.. Es sei denn, man ist schlau genug, und hält sich gleich von Beginn an an diese einfachen Regeln ;-)

    (Wow – seh’ grad, dass das mein 100. Kommentar bei dir ist! Ich hab Geburtstag auf der Gedankendeponie, juhuuu! Warum stress ich mich eigentlich noch mit dem 30-er?? ;-) )

  7. konna says:

    @lexxa: Das Problem ist ja auch, dass man auf wordpress.com keine Plugins zur Verwaltung der Kategorien und Tags einsetzen kann. Da ist es natürlich wirklich von Vorteil, wenn man sich gleich von Anfang an dran hält. Ich hab da im Prinzip einen ganzen Nachmittag dran gesessen. :)

    100 Kommentare schon? Wow, ich frag mich, wie viele ich bei dir hab. Bestimmt noch nicht so viele. Glückwunsch und vielen Dank für die ganzen lieben Worte. :umarm:

  8. juliaL49 says:

    So, zwar spät aber besser als nie :mrgreen:

    Ich sehe das mit den Tags wie beety, denn so nutze ich sie auch selber. Ich habe z.B. ein paar Alerts laufen, die mir Beiträge liefern mit einem bestimmten Tag und da möchte ich es schon speziell haben, z.B. eine Band. Dadurch entdecke ich neue Blogs und bekomme neue Infos zu den gesuchten Themen.

    Wie meine Erfahrung zeigt, werden Tags selten zum Navigieren in einem Blog benutzt (deshalb wenige Kategorien mit aussagekräftigen Namen), da sie zu speziell sind und die Schreibweise nicht immer eindeutig ist. Außerdem hängt es vom Autor ab, die entsprechenden Tags zu vergeben und die können vergessen werden (Ja, Simple Tags macht es einfach, aber wenn ein Wort z.B. zusammen geschrieben wird, findet das nicht das Tag). Deswegen eignet sich da die Suche besser für interne Blobstöberei.

    Fazit: Kategorien für interne Navigation, Tags für externe Aufmerksamkeit

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