Leser zum Kommentieren bringen (Kommentar-Miniserie Teil 1)

Kommentare sind beim Bloggen das Salz in der Suppe. Kaum ein Blogger freut sich nicht, wenn seine Artikel beachtet werden und Reaktionen hervorrufen. Sie sind für sehr viele sogar noch wichtiger als die reinen Besucherzahlen – zurecht, wie ich meine. Deshalb möchte ich an dieser Stelle eine kleine Mini-Serie über Kommentare starten und dabei in jeweils einem Artikel auf folgende Aspekte eingehen:

1. Leser zum Kommentieren bringen (zu lesen in diesem Beitrag)
2. Kommentatoren ans Blog binden
3. Gute Kommentare schreiben
4. Fazit und Zusammenfassung

Teil 1: Leser zum Kommentieren bringen

Der erste Schritt, den man erreichen muss, ist es, seine Leser dazu zu bringen, über das Lesen hinaus zu gehen und ihre Meinung zu hinterlassen. Das wird in der Regel weniger bei Suchmaschinennutzern gelingen (die hauptsächlich Informationen wollen), deshalb ist es besser, sich eher auf seine Feed-Abonnenten oder auf mehr oder weniger zufällig vorbeisurfende andere Blogger oder Bekannte aus Social Networks oder Microblogging-Diensten wie Twitter zu konzentrieren. Also gesetzt den Fall, dass schon einige solcher Leser vorhanden sind, können die folgenden Tipps und Tricks helfen, zu Kommentaren anzuregen.

1. Analyse und Variation

Wenn man merkt, dass die eigenen Beiträge keine Reaktionen hervorrufen, dann sollte man sich hinsetzen und sich kritisch mit seinen Beiträgen auseinandersetzen, um die Gründe dafür ausfindig zu machen. Es ist wichtig, das zu analysieren und ein bisschen zu testen, was gut ankommt und was nicht. Die Ideen sollten dann umgesetzt werden: Mal einen anderen Zugang zum Thema finden und mit einem Beispiel beginnen, eine Liste anfertigen, lange Beiträge splitten. Es hilft, wenn man seine Beiträge objektiv zu betrachten versucht und sich fragt, ob man diesen Beitrag kommentieren würde, wenn er von jemand anderem geschrieben worden wäre. Frage Dich beim Schreiben eines Artikels selbst: Würde ich das kommentieren? Wenn die ehrliche Antwort kein klares “Ja” ist (also auch “Ich müsste erst einmal überlegen, was ich dazu schreiben könnte“), bietet es sich an, noch einmal den Stift anzusetzen.

2. Finde die richtige Beitragslänge

Die meisten Menschen sind faul und haben meist nur wenig Zeit. Das ist ein unumstößlicher Fakt, den man beim Schreiben seiner Beiträge berücksichtigen sollte. Lange Beiträge schrecken viele ab und nach ein paar Zeilen steigen viele Leser aus, vor allem wenn sie das Thema nicht besonders anspricht. Ein weiteres Problem ist, dass lange Beiträge ihr Thema oft so erschöpfend behandeln, dass in den Kommentaren kaum noch Raum für Diskussionen und Ergänzungen bleibt. Deshalb lohnen sich besonders lange Beiträge kommentartechnisch nur selten. Aufteilen hilft. Aber es muss sinnvoll geteilt werden.

Sehr kurze Beiträge haben hingegen kein Kommentarproblem. Oft haben gerade ganz kurze Beiträge besonders viele Reaktionen. Allerdings ist die Art der Reaktionen in der Regel ebenfalls sehr beschränkt. Große Mehrwerte sind nicht zu erwarten. Das richtige Mittelmaß oder eine Variation der Länge wirken hier Wunder.

3. Biete Möglichkeiten der Partizipation

Internataffine Leser, die wir ja hauptsächlich zum Kommentieren anregen wollen, lieben das Web 2.0, das Mitmachweb. Wer also Möglichkeiten der Partizipation bietet, wird beste Chancen haben, Reaktionen zu provozieren. Hier eigenen sich insbesondere Blogrätsel und Umfragen, aber auch Blogparaden sehr gut, um die Leser zum Mitmachen und Kommentieren zu animieren.

4. Spreche die Leser gezielt an und stelle Fragen

Eine der einfachsten, aber auch effektivsten Möglichkeiten, seine Kommentarzahlen zu steigern, ist es, seine Leser direkt anzusprechen und ihnen Fragen zu stellen. Oft wissen Leser nicht sofort, was sie ins Kommentarfeld schreiben sollen, eine Frage hilft ihnen, einen Punkt zum Ansetzen zu finden. Je genauer die Frage formuliert ist, desto besser. Ein “was ist eure Meinung dazu?” ist immer noch recht vage, besser dürften Fragen der Kategorie “Wie würdet ihr reagieren, wenn…“, “Habt ihr Vorschläge, wie…” oder ähnliches für Unsicherer einen klaren Rahmen vorgeben, alle anderen Kommentare ja aber auch nicht ausschließen.

5. Schreibe verständlich und strukturiert

Ein Punkt, den man nicht unterschätzen sollte. Ich kenne Blogs, bei denen mir ein großes Fragezeichen im Gesicht steht, wenn ich bestimmte Beiträge lese. Entweder verstehe ich überhaupt nicht, was die Person mir sagen will, etwa weil zu viele Insider benutzt werden, mit denen ich nichts anfangen kann, oder es werden Smileys, Zeichen und Wortveränderungen benutzt, die mich als normalen Internetuser nur verwirren. Und Beiträge, die man nicht versteht, kommentiert man nicht – nur die wenigsten mögen zugeben, wenn sie etwas nicht wissen.

Auch die Struktur eines Beitrags trägt seinen Teil dazu bei. Sinnvolle Gliederung fördert das Verständnis und erleichtert das Lesen. Diesen Beitrag hier kann man im Prinzip auch schon verstehen, wenn man nur die Zwischenüberschriften liest. Für tiefergehende Informationen gibts dann die Erklärungstexte. Es ist aber durchaus möglich, einen guten Kommentar abzugeben, wenn man nur Teile dieses Artikels gelesen hat. Vor allem bei langen Beiträgen ist Struktur wichtig, wenn man Kommentare ergattern will.

Eure Wege, um Leser zum Kommentieren zu bewegen

Manche Blogs haben mehr Kommentare, manche weniger. Erzählt doch mal, wie ihre eure Kommentarsituation einschätzt. Seid ihr zufrieden oder wünscht ihr euch mehr Reaktionen auf eure Beiträge? Wenn ihr zufrieden seid, was sind eure Methoden, welche Beiträge ziehen besonders viele Kommentatoren an? Wenn ihr nicht zufrieden seid, was habt ihr schon ausprobiert, um eure Situation zu verbessern? Es gibt viel zu sagen zum Thema Kommentare, ich bin auf eure Stimmen gespannt!

 

36 Kommentare

  1. Thearcadier says:

    Also dass die Artikellänge entscheidend ist, das hab ich just gestern wieder erfahren. Wie Du schon geschrieben hast, werden Themen in langen Artikel meist derart ausführlich beleuchtet, dass Kommentatoren nicht mehr haben, woran sie sich stoßen können. Witzigerweise haben bei mir lieblose 3-Zeiler immer am meisten Leben in die Bude gebracht. Habe mich gestern mit Lars Fischer vom Fischblog unterhalten, der Dir hier auch zustimmen würde. Die meisten Leser wollen wohl nicht allzuviel nachdenken und steigen dann wohl oder übel aus.
    Anderserseits habe ich “Stammkommentatoren”, die sich teilweise nahezu in einen Rausch schreiben, der sich dann darin äußert, dass der Kommentar fats länger ist als der Artikel. Teilweise musste ich denjenigen mit einer Antwort vertrösten, weil ich mich daraufhin erstmal richtig mit dem jeweiligen Thema beschäftigt habe. Argh. Man kann sagen, dass ich da schon alles erlebt habe Enttäuschungen, weil meiner Meinung nach Spitzenartikel keinerlei Beachtung fanden und dann ieder ungläubiges Staunen, wenn ein paar Zeilen für große Aufregung sorgen.

  2. Leider hält sich das bei mir mit den Komnmentaren noch in Grenzen. Na gut mein Blog ist so wie er jetzt da steht auch erst knapp 2 Monate alt. Ich wüsste aber schon gern wie dies und das bei den Lesern ankommt da ich ja nicht alle Treffe.

  3. Sonja says:

    Danke für die tollen Tipps. Ich muss zugeben, dass ich auch des öfteren mal enttäuscht bin, wenn ich mir bei einem Artikel viel Mühe gegeben habe und es kommt nicht mal ein Kommentar. Klar, meinen Blog gibt es auch erst seit März, aber trotzdem finde ich, dass sich das allmählich steigern könnte. Ich habe mir vorgenommen noch ein wenig abzuwarten. Wenn es sich partout nicht bessern will, werde ich mir Gedanken über meine Themenwahl machen, denn an mangelnder “Werbung” kann es eigentlich nicht liegen. Da gebe ich mir eigentlich schon ziemliche Mühe.
    Wobei ich sagen muss, dass bei mir vielleicht noch dein Stichwort “Partizipation” ein wenig zu kurz kommt.Ich werde mir weiterhin Gedanken machen! :)

  4. Dany says:

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Reaktionsfrequenz auf anderen Blogs. Will heißen: kommentiert man selbst, kommentieren auch andere; kommentiert man weniger, hofft man bei sich selbst meist vergebens auf Resonanz.
    Allerdings gebe ich Dir in allen o.g. Punkten recht. Allerdings ist es schwierig einen Beitrag immer auf genau diesen Gedankenhintergrund aufzubauen. Und manchmal nimmt man die niedrige Resonanz in Kauf, wenn man sich einfach mal Gedanken von der Seele schreiben will.

  5. Lordy says:

    Also ich habe mir bisher nie wirklich viele Gedanken gemacht, wie ich Menschen zum Kommentieren bewegen kann. Ich merke in der letzten Zeit aber, dass es einen extremen Anstieg der Kommentar-Tätigkeit gibt. Warum weiß ich nicht. Ob meine Texte nun andere dermaßen ansprechen oder nicht, das wage ich gar nicht zu beurteilen.

    Das müssten eigentlich meine Leser und Kommentatoren beantworten.
    Aber ich werde mir noch einmal Gedanken machen. Wobei du, Konna, mir ja als Kommentator auf meinem Blog sicherlich bei der Suche nach der Antwort helfen könntest.

    Ich finde, dass das aber ein wirklich interessantes Thema ist. Mir sind Kommentare auch wichtiger. Natürlich freut man sich auch über ansteigende Besucherzahlen, aber nichts ist schöner als sich mit den Meinungen und Kommentaren anderer auf das eigene Geschriebene auseinanderzusetzen. Vor allem, weil es dann auch wirklich mehr Spaß macht.
    Und außerdem sorgt eine kommunikative Gemeinschaft und Leserschaft auch für viele neue Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Benutzung von Umfragen mit hoher Teilnahmezahl etc. xD.

    Der letzte Absatz war ein bissle vom Thema weg, aber naja. Und ich bin auf die nächsten Artikel der Serie gespannt. Bisher durchaus super Tipps. Wobei ich da wohl weniger reflektiere.

  6. Sascha says:

    Stimmt schon, lange Artikel haben es schon schwerer. Selbst, wenn man thematisch nicht alles bis ins letzte Detail behandelt, schreckt die Länge manchen Leser schlichtweg ab. Nicht, weil die Leute zu faul zum Lesen wären, sondern weil ihnen teilweise die Zeit fehlt, die Artikel überhaupt zu lesen.

    Ich habe neulich ja mal in meinem Blog über Blogrolls und FeedReader gesprochen. Dabei zeigte sich, dass recht viele Leute hunderte Feeds abonniert haben. Wenn sie die auch nur ansatzweise alle überfliegen wollen, bleibt für den einzelnen Blog nur wenig Zeit. Zeit für einen kurzen Artikel mag man da noch aufbringen, bei längeren Artikeln wird es dann kritischer.

    So kommt es dann, das sich ein Autor besonders viel Mühe mit einem langen Artikel gemacht hat und es kommen nur wenige Kommentare dazu rein und bei dahingeschluderten 3-Zeilern wird man mit Kommentaren überflutet. Das ist etwas, was man als Blog-Autor erst einmal lernen muss. Das ist ja von den Lesern auch nicht böse gemeint, sondern sie sind bestrebt, ihr selbstgestecktes “Pensum” zu erfüllen.

    Dennoch würde ich nicht kategorisch von langen Artikeln abraten. Zum einen gibt es auch noch genug Leser dort draußen, die sich nicht so einfach abschrecken lassen. Zum anderen kann man jemanden auch für längere Zeit zum Lesen eines Artikels bringen, wenn denn nur die ersten Sätze “zünden”. Treffen die ersten Sätze sowohl sprachlich als auch thematisch den Geschmack des Lesers, wird er nicht einfach wegklicken, sondern bis zum Schluss lesen.. auch wenn es dann länger dauert.

    Ich denke, da muss jeder experimentieren und die richtige Mischung aus kurzen und langen Artikeln finden. Die Mischung ist von Blog zu Blog bzw. von deren Leserschaft zu Leserschaft natürlich unterschiedlich.

    Genauso verhält es sich mit den Themen. Hin und wieder Texte mit wissenschaftlichem oder philosophischem Hintergrund sind nicht übel, können einem Blog sogar seinen ganz eigenen Stil geben. Aber immer nur “schwere Kost” ist eben auch “schwer verdaulich”. Auch hier gilt es, die richtige Mischung aus Themen zu finden, die eben bei der eigenen Leserschaft gut ankommt.

    So, nun hör ich aber auf, sonst hätte ich hieraus direkt nen eigenen Artikel machen können :D

  7. Habe mich mit dem Thema auch mal im Detail auseinandergesetzt damals und für mich und meinen Blog dann auch eine Lösung gefunden.

    Siehe dazu: “http://www.blog.kranzkrone.de/2009/03/11/moglichkeiten-gegen-die-kommentararmut/”

    Vielleicht eine kleine Anregung für dich zu dem Thema, bei mir hilft es ganz gut. :)

  8. Frederik says:

    Hi

    Zuerst einmal ein Dankeschön für die Tipps.
    Ich denke das es auch darauf ankommt, ob man bei den Kommentator Links das “nofollow” Attribut hat oder nicht. Wenn nicht, werden andere Blog Betreiber wohl eher schreiben als wenn man es da stehen hat.

    Bei meinem Blog sind die Kommentare in der letzten Zeit auch angestiegen, was wohl auch an den Besuchszahlen liegt.

    mfg

  9. beetFreeQ says:

    Ja, Kommentare sind oft das Salz in der Blogsuppe. Allerdings kommt’s immer auf das Blog und den Beitrag an. Wer wie ich oft und gern Plattenkritiken oder ähnliches schreibt, bietet dem Leser damit oft nicht viel Kommentarspielraum, es sei denn, derjenige kennt die Band oder bedankt sich für den Musiktipp. Genau so verhält es sich ja auch mit Link-Beiträgen.

    Hier finde ich ein System ganz interessant, das Blogs wie Nerdcore einsetzen. Da deren Themen oftmals einfaches Verlinken von interessanten Webfundstücken ist, gibt’s für die Leser einen einfachen Button, mit dem man sozusagen für den Beitrag voten kann und damit danke sagt. Das ist für den Blogbetreiber ein ganz guter Ersatz für Kommentare bei Beiträgen, die nunmal wenig mehr als ein “Danke” aus den Lesern herausbringen können. Ich überlege auch, ob ich sowas in Zukunft zusätzlich nutzen werde.

    Aber um nochmal auf deine Tipps zurückzukommen: Sehr schön zusammengestellt. Ich kann dir da soweit zustimmen. Was die Dany gesagt hat, halte ich aber auch für außerordentlich wichtig! Wer selbst nirgendwo kommentiert, bekommt auch seltener welche (es sei denn sein Blog gehört eh schon zu den A-Blogs, die alle Lesen, die in sein wollen ;) ). Andersherum macht man Leser und Betreiber anderer Blogs auf sein eigenes aufmerksam, wenn man bei anderen sinnvoll und interessant kommentiert. Oftmals fühlen sich die anderen Blogger so auch ein wenig dazu motiviert, dem Kommentierenden mit einem eigenen Kommentar bei ihm etwas zurückzugeben.

    Ich vermute aber einfach mal, dass du dir den Aspekt für deinen zweiten oder dritten Teil aufgehoben hast, oder? ;)

  10. Hikari says:

    Ehrlich gesagt bedenke ich bei meinen Artikeln nicht immer die Leserfreundlichkeit – manche Artikel sind eben auch mehr für mich, andere wiederum mehr für andere :) Ich freu mich über jeden Kommentar und manchmal wundere ich mich auch, welche Artikel da eigentlich hoch frequentiert sind. Lach. Aber so ists nunmal und ich pass meine Themen zumindest nicht der Frequenz der Kommentare an. Die bleiben so, wie ich’s haben möchte und mal gibts eben weniger und mal mehr Kommentare. Ein gesundes Gleichgewicht, wie ich finde.

  11. Konna says:

    @Thearcadier: Es ist schon so ein Kreuz mit der Beitragslänge. Aber wo ist die Grenze zu ziehen? Ist dieser Beitrag eigentlich schon zu lang und zieht nur, weil das Thema viele Leute betrifft? Oder ist hier das Maß noch eingehalten? Ich weiß es nicht.
    Ich werde jedenfalls weiter beobachten und vielleicht vermehrt auf so Miniserien setzen. Denn das Schreiben von Beiträgen mit wenigen Zeilen liegt mir nicht so. Aber die Enttäuschung ist schon da, wenn mühsame Artikel kaum Beachtung finden. Zumindest bei mir.

    @MacFriesenjung: In der Tat ist dein Blog noch sehr jung. Deshalb solltest du dich vielleicht erstmal darauf Konzentrieren, ein paar Leser zu gewinnen und das Blog bekannt zu machen. Dann kommen sicher auch die Kommentare. :)

    @Sonja: Ich finde dein Blog läuft schon ziemlich gut, meins hat nicht so schnell angezogen. Aber ich finde es gut, dass du ehrgeizig bist und mehr möchtest. Nur so wird das auch gelingen. Ich bin überzeugt, dass du das packst. :D

    @Dany: Da hast du vollkommen Recht. Den Punkt habe ich aber hier bewusst außen vor gelassen, da diese Maßnahme zunächst erstmal Leser gewinnt. Im zweiten Teil wird es aber wohl erwähnt werden. ;)
    Und ja, manchmal nimmt man die niedrige Kommentarzahl in Kauf. Solche Beiträge habe ich auch.

    @Lordy: Kann es sein, dass du generell kommentierfreudiger geworden bist? Zumindest bei mir ist mir das in den letzten Wochen ja deutlich aufgefallen und ich denke dadurch wird dein Blog generell mehr wahrgenommen.

    Generell kann ich aber sagen, dass mich die meisten deiner Beiträge schon ansprechen, was unter anderem daran liegen könnte, dass wir einige Gemeinsamkeiten haben (86er, Nintendo, usw.) – Schnittmengen sind immer gut.

    Die meisten der Tipps sind für dich wohl eher unbrauchbar gewesen, da du sie ja eigentlich schon größtenteils befolgst. ;)

    @Sascha: Da ist was Wahres dran. Je mehr Blogs man abonniert hat, desto weniegr Zeit bleibt dann pro Blog übrig. Aber zumindest mir geht es so, dass ich bei langen Artikeln, bei denen mich das Thema nicht so interessiert, auch wegklicke, wenn ich eigentlich Zeit hätte, mich dafür aber bei kurzen Artikeln auch gerne mal in unbekanntes Terrain begebe. Auch der Schreibstil spielt eine Rolle – es gibt Leute, die können über tibetanische Hochlandnüsse schreiben, ich würds trotzdem lesen, weil sie so genial schreiben. Ist aber selten sowas.

    Ich wollte auch keinesfalls in meinem Artikel von langen Beiträgen abraten. Es ist wichtig, dass es auch tiefergehende Ausführungen gibt (dieser hier ist ja auch relativ lang), aber man sollte sich vielleicht nicht darauf versteifen, nur lange Beiträge zu schreiben, wenn man mehr Resonanz möchte.

    @nastorseriessix: In deinem Artikel geht es ja mehrheitlich um Leser, die sich nicht so in der Materie auskennen. Auf die gehe ich ja wenig bis gar nicht ein, da diese kein gesteigertes Interesse haben, ihre Meinung zu sagen. Ist aber vielleicht eine gute Ergänzung zu meinen Ausführungen. :)

    @Frederik: Gerne! :) NoFollow mag sein, aber ganz ehrlich: Wenn ich irgendwo kommentiere schau ich nie, aber wirklich nie danach, ob Kommentare NoFollow Free sind. Entweder hab ich was zu sagen oder nicht, da ist mir der von einer Suchmaschine gezählte Link nicht so wichtig, der klickbare aus der Commentform dafür umso mehr. ;)

    @beetFreeQ: Das ist richtig, Plattenkritiken und Filmreviews (letztere in etwas abgeschwächter Form) sind stark von der Leserschaft abhängig. Ich hatte monatelang damit zu kämpfen, dass niemand meine CD-Checks gelesen hat, weil mein Musikgeschmack wohl zu seltsam ist. Aber letztlich schreibe ich diese Beiträge auch eher für meine “Sammlung” als für die Kommentare, stimmt schon.

    Das System, das du erwähnst, ist da ein gutes Mittel. Dazu benutze ich ja auch noch das Star Rating, das aber auch eher wenig bis gar nicht genutzt wird. ;)

    Und wie schon zu Dany gesagt: Der Punkt wird noch kommen. :)

    @Hikari: Du bist kommentartechnisch ja auch ganz gut versorgt, du hast viele treue Stammleser, wie mir aufgefallen ist. Und die erwarten auch von dir, dass du weiter so schreibst, wie du es tust. Aber vielleicht wären ja ein paar experimentelle Beiträge mal was anderes und ne gelungene Abwechslung, auch für dich selbst? :D

  12. @Konna: Man muss halt beide Seiten ansprechen, meiner Meinung nach erst mal die Leser die kaum bis gar nicht kommentieren. Denn das ist ja letztendlich potenzielle neue Leserschaft. ;)

  13. Hikari says:

    @Konna: Ich kann nur über Dinge schreiben, mit denen ich mich auskenne, zu denen ich was zu sagen hab oder die ich selbst erlebt hab ;) Dadurch beschränkt sich das eben auf Uni, Unipolitik, persönliche Sachen, Kultur/Kunst, Literatur in allen Facetten der Beitragsform, Geocaching, Bloggerspielereien und co. – und wie man das experimentell aufziehen könnte, wüsste ich nichtmal xD Es gibt hin und wieder Bilder oder Fotos, ernstere Beiträge, lustigere Beiträge – das muss reichen. Mein Blog ist und bleibt kein Wettbewerbsblog. :)

    Wenn Du natürlich eine interessante Idee oder eine genauere Angabe zu dem, was Du gemeint hast, hast, dann immer raus damit! Für Gedankenanregungen bin ich natürlich immer zu haben!

  14. Lordy says:

    @Konna: Das kann durchaus sein. Bin mir da aber selbst nicht sicher. Ich glaube das selbst zu beurteilen fällt schwierig xD. Ich habe eigentlich schon immer zahlreich kommentiert, aber eben dann doch meist nicht so ausführlich etc. und bei einer zu großen Masse an Blogs, so dass ich nie tiefer gehend antworten konnte, weil ich noch bei 20 anderen Blogs kommentieren wollte.

    Aber mein Blog wird auf jeden Fall mehr wahrgenommen. Und das freut. Die Tipps mache ich dann meist wohl unterbewusst xD. Denn so wirklich denk ich da glaube ich nicht nach. xD.

  15. Konna says:

    @nastorseriessix: Seh ich anders. Die vorbeisurfende Leserschaft, die über Suchmaschinen kommt und eigentlich nur Informationen will, wird man nur schwer bis gar nicht erreichen können.
    Wichtiger sind meines Erachtens Leser, bei denen eine reelle Chance besteht, dass sie auch wiederkommen. :)

    @Hikari: Es geht ja auch nicht um Wettbewerb oder so und ich meinte auch gar nicht, dass du dich in fremden Themengebieten bewegen sollst. Hatte mich nur gefragt, ob du dich gar nicht darüber freuen würdest, wenn du noch ein paar Leser oder Kommentatoren gewinnst. Verstehe nicht, wie einem das egal sein kann. ;)

    @Lordy: Was sagt denn ein Blick in deine Statistiken, hast du bestimmte Referrer, von denen viele Leute zu dir gekommen sind? Hast du ne Zahl zu den Feed-Abonnenten?

    Ich habe jedenfalls dein Blog für mich entdeckt und meine paar Kommentare sind jedenfalls schon mal hinzugekommen. :)

  16. Lordy says:

    @Konna: Ja also meine Statistik zeigt enorme Gewinne bei Besuchern und Zugriffen, Refferer sind auch ein paar dolle dabei (unter anderem auch der ein oder andere Blog) und ich bekomme immer mehr Leute durch Suchmaschinen. Kein Wunder, wenn man sich meine Verlinkungsrate etc. anschaut, aber das kennst du ja sicherlich.
    Meine Zahl der Feed-Abonnenten ist auch leicht angestiegen.
    Und über deinen letzten Satz freue ich mich :D .

  17. Hikari says:

    @Konna: Achso meinst Du das. Naja, >wenn< jemand dazu kommt, dann freue ich mich natürlich!! Das is ja ganz normal. Und die Person bekommt dann auch ne entsprechende Antwort und einen Gegenbesuch. Aber ich schreibe keine Beiträge, um bewusst neu anzulocken. Werde ich auch nicht tun ^^ Mein Blog ist ja ganz anders aufgebaut als Deiner, der viel mehr Leser – kurzfristige wie auch langfristige anzieht.
    Ich hab zwar nur sehr wenige Leser, aber die dafür jahrelang. Und damit bin ich glücklich.
    Wenn es jemanden bei mir gefällt – super. Und wenn das gegenseitig ist – am besten. So hab ich ja schon zB den Blog von Ruby kennen gelernt.
    Ich würd es aber traurig finden, wenn die Stammleser auf einmal weg wären – da würd ich mir dann schon Gedanken machen ;)

    Allerdings hast Du mir meine Frage zu den von Dir vorgeschlagegen experimentellen Beiträgen und der Abwechslung nicht beantwortet. ;)

  18. @Konna: Grad weil er so jung ist wäre es schon schön wie das eine oder andere Thema ankommt. natürlich ist es schön zu sehen das Leute mit Sinnvolen Suchbegriffen auf die Seite kommen schön wär aber, durch nen Kommentar zu wissen, ob es die Frage beantwortet hat.

  19. @Konna: Na aber wie willst du unterscheiden, welcher von den “Vorbeisurfenden” ein potenzieller Leser werden könnte und wer nicht? Letztendlich kommt jeder neue Leser, so über das “Vorbeisurfen” zu einem neuen Blog. Egal ob direkt drauf hingewiesen von einem anderen Blog oder per Suchmaschine, der Weg ist letztendlich der gleiche.

  20. Konna says:

    @Lordy: Hört sich gut an. Und ich finde ja immer, dass das auch zum Weitermachen motiviert. Ich bin dahingehend immer sehr ehrgeizig. xD

    @Hikari: Hm, ja, also einen konkreten Vorschlag hab ich da auch nicht, aber einfach mal irgendetwas, was aus der Reihe fällt. Wenn mir was für dich einfällt, sag ich auf jeden Fall Bescheid. ;)

    @MacFriesenjung: Vielleicht hilft ja mein Punkt 4 in dieser Hinsicht. Einfach mal gezielt fragen. Funktioniert aber nur, wenn man schon ein paar Leser hat, die auch willig sind zu kommentieren. Bei einem jungen Blog ist das schwierig und ich würde sagen, dass du dir zu Beginn auch nicht so viel reinreden lassen solltest, man muss auch zum Teil seinen eigenen Weg finden, die ersten Reaktionen kommen mit der Zeit dann von ganz allein.

    @nastorseriessix: Also ich würde ganz klar so unterscheiden, dass diejenigen, die selbst einen Blog haben und gezielt Blogs lesen und sich generell in diesen Kreisen bewegen viel bereitwilliger sind, Stammleser und -kommentatoren zu werden.
    Die meisten der “normalen” vorbeisurfenden (über Suchbegriffe etc.) wissen ja noch nicht einmal, was ein Feedreader ist, geschweige nutzen einen. Wer so einen schon hat, abonniert potenziell eher weitere Feeds, würde ich sagen. :)

  21. Annie says:

    Danke für diesen Artikel, dass hilft mir natürlich als Anfänger, der gerade erst dabei ist sich und sein Thema zu finden und mit dem Schreiben anfängt.
    Leider sind meine Freunde nicht so internetaffin und ich muss ganz von unten anfangen… ;)
    Aber – es macht Spaß. Auch andere Blogs zu entdecken und zu lesen und eben auch zu kommentieren. :P

  22. Konna says:

    @Annie: Freut mich, dass es dir hilft. Das wichtigste ist, nicht zu schnell den Mut zu verlieren, dann läuft das irgendwann. :)
    Meine Freunde interessieren sich größtenteils auch nicht für mein Blog, aber ich hab über das Blog schon viele neue Freunde kennengelernt. Und wenn du Spaß hast, ist das schon mal ne super Voraussetzung. :D

  23. Annie says:

    Hallo Konna,

    danke für deine aufmunternden Worte!
    Ich hätte gedacht, dass bei deinen vielen Kommentatoren viele Freunde dabei sind. Das ist echt erstaunlich! :P

    Liebe Grüße,
    Annie

  24. Konna says:

    @Annie: Gerne! :)
    Mit der Zeit findet ein Blog einfach immer mehr Aufmerksamkeit und nach gut 2 1/2 Jahren hat man schon eine ganz gute Stammleserschaft aufgebaut, die sich aber auch immer im Wandel befindet. Da kommst du auch mal hin, wenn du am Ball bleibst.
    Ich habe dein Blog jetzt jedenfalls mal abonniert und werde deine Beiträge mal beobachten und wenn ich was sagen kann, auch einen Kommentar hinterlassen. ;)

  25. Schaps says:

    Ein Punkt ist auch nicht über das zu schreiben über das eh schon überall anders geschrieben wird…

  26. @Schaps: Kann man schon, funktioniert auch gut. Aber übertreiben sollte man es nicht damit, da gebe ich dir wohl recht. ;)

    Gleichwohl ich das ebenfalls versuche zu beachten!

    Weil wenn X Blogs über das gleiche Thema an einem Tag schreiben, dann bringt das nicht so wirklich was. Weil meistens nur die ersten Blogs mit dem Thema dann was davon haben und der Rest dann eher als Kopierer hingestellt wird. :|

    Tja so ist das halt noch in der Blogwelt… ;)

  27. Konna says:

    @Schaps: Zumindest nicht, solange man keinen klaren Mehrwert wie eine eigene Meinung hinzufügt. Das stimmt.

    @nastorseriessix: Genau, es kann ganz gut funktionieren, aber ob es ein wirklicher Mehrwert ist, hängt davon ab, wie man das aufzieht. ;)

  28. M.i.M. says:

    Danke. Dieser Artikel hat mir wirklich weiter geholfen.

  29. Konna says:

    @M.i.M.: Herzlich Willkommen erst einmal hier. :) Freut mich, dass er dir geholfen hat – da hat sich das Schreiben ja direkt schon gelohnt.

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