Wacken Open Air 2011 Festivalbericht – Donnerstag

Das Wacken Open Air ist nun schon eine Weile vorbei und es ist nun mal an der Zeit, den versprochenen Festivalbericht nachzuliefern. Es waren drei echt coole Tage und ich habe mir auch schon mein Ticket für das nächste Jahr gesichert. Ich liefere den Bericht in drei Teilen, damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Der Donnerstag ist ja der erste richtige Festivaltag, auch wenn es am Mittwoch schon ein paar kleinere Veranstaltungen gibt und viele Metalheads schon ihren Weg auf den Zeltplatz gefunden haben. Ich machte als jemand, der quasi nebenan wohnt, erst am Donnerstag gegen Mittag auf den Weg. Zunächst befürchtete ich, dass es ein unfassbar nasses Festival werden würde, weil es vormittags sintflutartig geregnet hatte. Und auch als ich ankam, tropfte es noch. Doch ich hatte Glück, die meiste Zeit blieb es trocken.

Russkaja

Mein erster Act war die österreichische Skaband Russkaja. Sich die anzusehen war ein absoluter Volltreffer, da sie richtig Stimmung gemacht haben und auch wenn ich die meisten Lieder nicht wirklich kannte, hat es richtig Laune gemacht, der Performance zuzuschauen und ich kann wirklich jedem empfehlen, sich die mal live anzusehen.

Sehr witzig waren die Ansagen zwischendurch und das Publikum machte auch gut mit. Besonders gut gefallen hat mir das Spielen von “Psycho Traktor”, der russischen Variante des Stierkampfs: Eine Person mit einer anderen auf den Schultern stellte sich in die Mitte und die Masse tanzte zur Musik im Kreise herum. Ich stand außen, konnte aber ganz gut auf die Mitte sehen. Das sah sehr spaßig aus.

Russkaja Russkaja

Kvelertak und Wickelwurst

Als nächstes stand Kvelertak bei mir auf dem Plan, aber das schien nicht nur bei mir der Fall gewesen zu sein, die Schlange ins Zelt war ziemlich lang, weshalb ich mich einfach außerhalb hinstellte, um mal reinzuhören. So wichtig war mir der Act nicht und nachdem ich ein paar Songs gehört hatte, entschloss ich mich, lieber durch das Wackinger Village zu gehen und etwas zu essen.

Das Wackinger Village ist eine Art Mittelaltermarkt, auf dem es allerhand Kleidung, Schmuck, aber auch Kulinarisches aus dem Mittelalter zu erwerben gibt. An einem Stand holte ich mir eine Wickelwurst, allein schon wegen des Namens musste ich die probieren. Und was soll ich sagen: Mein Gesicht war zwar voll Mehl, aber das Ding schmeckte göttlich!

Draußen vor dem Zelt bei Kvelertak Lecker Wickelwurst!

Bülent Ceylan

Was der Comedian Bülent Ceylan auf dem Wacken Open Air verloren hat, weiß ich zwar noch immer nicht und ich wollte mir den Auftritt auch eigentlich nicht ansehen, aber da ich Wartezeit zu überbrücken hatte und dort auch der nächste Auftritt, den ich sehen wollte, anschloss, setzte ich mich an eine freie Stelle und hörte so halb zu. Hab auch nur die Hälfte verstanden, die war auch nett, aber hätte man sich auch schenken können.

Anschließend wurde das Wacken-Giga-Panorama gemacht. Ihr könnt ja mal schauen, ob ihr mich findet. Kleiner Tipp: Ich stehe auf der rechten Seite.

Anschließend traf ich eine taktische Entscheidung und ich entschloss mich, den Festivaltag für heute zu beenden. Erstens waren mir die folgenden Acts nicht so wichtig, dass ich sie unbedingt hätte sehen müssen, zweitens waren es die Headliner, die naturgemäß extrem viele Zuschauer anlocken und das Gedränge musste ich nicht haben und drittens standen mir noch zwei sehr lange Festivaltage bevor.

Doch dazu mehr demnächst.

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9 Kommentare

  1. So friedlich wie einst Woodstock. Nur ohne Hippies. Und mit besserer Musik….

    Full Metal Intercity: Schon in der Eisenbahn schienen die meisten dasselbe Ziel wie wir zu haben. Denn sicherlich die Hälfte derer, die im Intercity gen Westerland saßen, waren entsprechend herausgeputz……

  2. Ich war auch dort. Das war ein Fest! Auch wenn ich mich mit Mittelalter (dem echten) etwas zu gut auskenne um nicht darüber lachen zu müssen, was man darunter zu verstehen glaubt. Auch wenn das Futter verdammt teuer war- geschmeckt hat es. Und gepaßt auch! Denn Metal ist FLEISCH!

    • Konna says:

      Klar, als Historiker kann ich das mit dem Mittelalter natürlich auch nachvollziehen, aber schön war es dennoch! Laufe da gern lang. :D

  3. Ich bin zwar kein Historiker, habe mich aber wegen Musik damit beschäftigt. Und mit der Sprache, auch wenn ich sie nicht kann. Marktsprech jedenfalls hat mit Mittelhochdeutsch u.ä. ja nichts gemein.

    Aber wichtig ist, daß die Leute Spaß haben. Meine Liebste und ich fanden das jedenfalls eine tolle Party.

    • Konna says:

      Ganz cool war es schon, Teile einer Rüstung oder ein Kettenhemd anzuziehen. ;) Stimme dir zu, war echt super!

  4. caroona says:

    Ich hatte dieses Jahr auch ziemlich klaffende Lücken in meinem Zeitplan und bin vorher maximal bei der Bühne im Wackingervillage gewesen, war mir immer zu viel Lauferei. Aber essen konnten wir da ganz herrlich und Geburtstagsgeschenke kaufen und den Männern beim kompletten Vergurken am Hau-den-Lukas zugucken. Wenn es auch nicht authentisch ist, die sind da ultra lieb und locker drauf gewesen.

    • Konna says:

      Ich mag das Wackingervillage total, da ist es irgendwie alles etwas entschleunigt und gemütlicher. Ich hab sogar ein paar gesehen, die richtig gut bei Hau-den-Lukas waren. :)

  5. [...] Bülent Ceylan, Ignis Fatuu, Airbourne und Knorkator gesehen. Seine Erlebnisse hat er auch hier, hier und hier niedergeschrieben. Wir reden dann noch etwas weiter über das Festival und Konna [...]

  6. [...] Hauptsächlich geht es um das Wacken Open Air zu dem Konna auch einen Bericht geschrieben hat (hier, hier und [...]

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