Tschüss! Die Deponie stellt ihren Betrieb ein

Ich mache es kurz und schmerzlos: Die Gedankendeponie stellt ihren Betrieb ab sofort ein. Sie bleibt zwar online ebenso wie diverse Beiträge, aber es werden keine neuen Artikel mehr erscheinen. Bevor irgendwelche Missverständnisse entstehen oder Fragen auftauchen: Es ist nichts Schlimmes vorgefallen, was mich zu dieser Entscheidung kommen lässt. Das Ganze ist keine Kurzschlusshandlung, sondern schon seit einiger Zeit geplant.

Diverse gestartete Projekte und Serien wie die 52 Songs oder den Gedankendeponie Song Contest werde ich in der nächsten Zeit an andere Leute weiterreichen, die Lust haben, das fortzuführen. Diese werden das dann sicherlich hier in den Kommentaren kundtun. Oder ich mache das.

Danke für eure langjährige Treue und die Zeit, die ihr mir und meinem kleinen Projekt gewidmet habt. Ich hoffe, es hat euch auch so viel Spaß gemacht wie mir.

Tschüss, macht’s gut!

CD-Check: Pavla Mikulasova – Mirror

Pavla Mikulasova - Mirror

Tracks: 12
Gesamtspieldauer: 49:53
Releasedatum: 01.12.2012
Genre: Alternative / Singer/Songwriter
Homepage: www.pavlamikulasova.com
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»Mirror« nennt sich das Debut der tschechischen Sängerin und Pianistin Pavla Mikulasova. Und der Name ist Programm, bringt die Künstlerin darauf doch ihre eigene Persönlichkeit voll und ganz zum Ausdruck.

Das dominierende Instrument auf »Mirror« ist das Piano – was angesichts von Pavla Mikulasovas Geschichte nicht verwundert, hat sie doch schon mit 5 Jahren ein solches von ihren Eltern geschenkt bekommen. Auch der erste Track, »Anonymous Day« startet mit sanften Pianoklängen, zu denen sich alsbald die klare und angenehme, aber auch zerbrechlich wirkende Stimme Pavla Mikulasovas gesellt. Ein sehr verträumter Einstieg in ein Album, das eine ganz eigene Welt zu kreieren scheint. Denn in genau dieser ruhigen Stimmung geht es auch in »Black Out« weiter, ohne dass es eintönig wird. Der Song weist eine interessante und abwechslungsreiche Struktur auf, mit schnellen und langsamen, lauteren und leisen Passagen. Das passt wohl auch zum Leben der Künstlerin, das von diversen Aufs und Abs geprägt gewesen ist.

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CD-Check: AndiOliPhilipp – Schere EP

AndiOliPhilipp - Schere EP

Tracks: 4
Gesamtspieldauer: 12:50
Releasedatum: 26.10.2012
Genre: Rock / Deutschpunk
Homepage: www.andioliphilipp.de
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»Schere« ist die erste von drei aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen der Pop-Punkrocker AndiOliPhilipp, mit drei neuen Songs. Im Frühjahr und Herbst nächsten Jahres folgen dann noch »Stein« und »Papier«.

Die EP startet mit dem Track »Vor ein paar Jahren«, einem augenzwinkernden Rückblick auf frühere Zeiten. Zu diesem Track haben AOP auch ein Video gedreht, das sie mit einigen Fans aufgenommen haben, komplett mit Apples Photo Booth. Der Song an sich ist ein straighter, aber recht unspektakulärer und harmloser Pop-Punksong. Besser macht es da der zweite Song »Ich lieb’ Dich nicht mehr«, der deutlich rotziger, dreckiger und erwachsener daher kommt. Mehr davon, bitte!

Der dritte neue Song ist »Wo sind die Akkorde«, ein kurzer Track über eine Blockade beim Songwriting. Nicht sehr innovativ, nicht besonders, aber geradlinig und mit einer Prise »Feel Good«-Atmosphäre. Zum Schluss gibt es noch den »Ibiza to Dubstephausen Remix by Sischke« von »Ich lieb’ Dich nicht mehr« – eine nette Dreingabe, der Remix geht recht behutsam mit dem Song um und fügt ein paar Dubstepelemente ein, die sich recht gut machen. Für eine EP mit 4 Tracks ist eine Laufzeit von fast 13 Minuten ganz ordentlich. Weiterlesen

8tracks Mix Of The Month (10/2012)

Der Musikstreamingdienst 8tracks ist großartig, um neue Musik zu entdecken und auf einfache Weise passende Musik zur jeweilig gewünschten Situation zu finden, ohne sich um viel kümmern zu müssen. Doch aus den tausenden Mixen die besten herauszufischen ist nicht immer ganz leicht. Dabei soll mein »8tracks Mix Of The Month« helfen, in dem ich jeden Monat einen besonders gelungenen und hörenswerten Mix vorstelle.

K-Pop ist momentan ziemlich im Kommen, das liegt vor allem an dem aktuellen Superhit »Gangnam Style« von PSY, der nicht nur im Internet seine Kreise zieht. Darum ist meine erste Empfehlung ein Mix, der noch mehr Facetten dieses Genres zeigt.

HOT KPOP VOLUME FOUR. from mynameisnotsuzy on 8tracks Radio.

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Filmriss: Penetration Angst – Fick mich und du bist tot

Penetration AngstBananen, Gurken und Zucchini waren gestern, jetzt werden ganze Männer verschlungen.

Helen wird im Auto von ihrem Freund im Auto bedrängt, mit ihm zu schlafen. Weil sie jedoch vehement ablehnt, vergewaltigt er sie. Doch direkt nach dem Missbrauch ist er plötzlich spurlos verschwunden, nur seine Kleidung ist noch da. Als sie daraufhin einen Gynäkologen aufsucht, untersucht dieser sie nicht, sondern betäubt und vergewaltigt sie abermals. Auch bei ihm bleibt nur die Kleidung übrig. Helen erkennt, dass ihre Vagina Männer verspeist, wenn diese zum Höhepunkt kommen. Weil ihre Vagina in regelmäßigen Abständen mit lauten »Feed Me!« rufen auf ihren Hunger aufmerksam macht, reist sie nach London und prostituiert sich, wo sie ihre Freier verschlingt. Dennis, Helens langjähriger Verehrer, reist ebenfalls nach London, um sich auf die Suche nach ihr zu machen, lernt dort jedoch die siamesischen Zwillinge Sonja und Silvia kennen und verliebt sich in eine von ihnen.

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CD-Check: Joachim Witt – DOM

Joachim Witt - DOM

Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 51:15
Releasedatum: 28.09.2012
Genre: Electro Pop
Homepage: www.joachimwitt.de
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Der goldene Reiter ist zurück. Sechs Jahre nach seinem letzten Album führt Joachim Witt mit »DOM« sein Lebenswerk weiter.

»DOM« startet mit dem auch als Single ausgekoppelten »Gloria«, einer herzerweichenden Ballade. Ungewöhnlich für einen Einstieg, aber äußerst effektvoll. Es ist nichts mehr von der rauen Härte vergangener NDH-Zeiten zu hören – an deren Stelle treten sanfte Streicher und leichte Elektronik -, stattdessen liefert Witt einen stimmungsvollen Popsong mit Tiefgang, wie man sie selten zu hören bekommt. Tiefgang ist auch das Stichwort, dass »DOM« wohl am besten beschreibt.

Sehr viel Autobiografisches hat Witt, der eine Laufbahn mit vielen Höhen und auch vielen Tiefen hinter sich hat, in dieses Album einfließen lassen, ohne jedoch den Hörer zu vergessen und diesem die Möglichkeit zu geben, die Inhalte und ihre wiederkehrenden Themen für sich selbst zu beanspruchen. So auch »Jetzt Geh«, das sehr von dieser würdevollen Stimmung lebt, die schon vorher hergestellt wurde. Das wird nicht langweilig, besitzt der Song doch eine schöne Dynamik mit den Pianoklängen zu Beginn, den perfekt einsetzenden Trommlern und den traumhaften Streichern.

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CD-Check: The Daughters Of Bristol – The Ave

The Daughters Of Bristol - The Ave

Tracks: 10
Gesamtspieldauer: 39:12
Releasedatum: 05.10.2012
Genre: Gothic Rock
Homepage: www.thedaughtersofbristol.com
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Die »kleinen Brüder der Sisters Of Mercy« werden The Daughters Of Bristol auch genannt. Zum Glück ist die Musik nicht so kompliziert gestrickt wie die Familien- und Geschlechterverhältnisse der beiden Bands.

Vorbilder zu haben ist ja schön und gut, aber den Einfluss so weit reichen zu lassen, dass man gar keine eigene Identität aufbaut, sollte man tunlichst vermeiden. Das gelingt den Daughters Of Bristol mit ihrem im Oktober erscheinenden Album »The Ave« leider nur bedingt.

Das lange instrumentale Intro des ersten Tracks »Monotone City« bereitet den Hörer auf das vor, was ihn in der folgenden Zeit erwartet: Eine melancholische Grundstimmung, eher dem klassischen Gothic Rock der 80er und 90er nachempfundenen Klang und eine tiefe Gesangsstimme. Der Einstieg macht Lust auf mehr, Songstruktur und -dramatik stimmen hier schon mal. Da kann »Labour Under Love« nicht ganz mithalten, trotz schön kontrastierender Zweitstimme. Gitarre und Bass sind einfach viel zu blass. Das zieht sich fast durch das ganze Album. Natürlich ist das dem traditionellen Stil geschuldet, aber sich zu stoisch daran zu halten wirkt doch etwas aufgesetzt und verbrennt einiges an Potenzial und so bleibt auch der Titeltrack »The Ave« nur durchschnittlich.

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