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Die Spuren der letzten Jahre mit einem Fadenlifting verschwinden lassen

Klassische Liftings gehen nicht selten zu Lasten der Urlaubstage, da die Heilungsphase im Anschluss an die Beauty-OP nicht zu unterschätzen ist. Das Fadenlifting geht nicht nur einen anderen Weg, sondern erlaubt zudem die flexible Straffung einzelner Gesichtspartien. Die hohe Verfügbarkeit bei fast allen plastischen Chirurgen zeigt, dass dem Fadenlifting bereits heute die Zukunft gehört.

Was ist ein Fadenlifting?

Mit dem Begriff Fadenlifting wird die Straffung des gesamten Gesichts oder einzelner Gesichtspartien bezeichnet. Anstatt wie beim klassischen Lifting die Gesichtshaut abzulösen und anschließend die überschüssigen Teile mit einem Skalpell zu entfernen, werden für das Fadenlifting Fäden unter der Gesichtshaut eingezogen. Die Fäden selbst verfügen über kleine Widerhaken, welche sich im Gewebe der Haut einfügen. Wird der Faden straff gezogen, gilt dies auch für die darunter liegenden Hautschichten. Die Haut wird gestrafft ohne das Risiko von Narben in Kauf nehmen zu müssen. Ein weiterer Vorteil des Fadenliftings besteht in der einfachen Nachbehandlung.
Da sich die Fäden nach einigen Monaten beginnen aufzulösen, müssen sie nicht wie nach einer Operation gezogen werden. Dieser lange Zeitraum gibt der Haut jedoch die notwendige Zeit, um auch ohne die Stabilität der Fäden weiterhin ein gestrafftes Hautbild zu zeigen. Die Ergebnisse halten mindestens 18 Monate. Nach spätestens zwei Jahren muss der Beautyeingriff jedoch erneut erfolgen, damit die Spuren der Hautalterung nicht wieder im Gesicht sichtbar werden. Der Vorteil des Fadenliftings liegt in dem flexiblen Charakter dieser Methode. Wer mit den Gesichtszügen zufrieden ist, kann die Fäden ebenfalls zur Verschönerung von Schlupflidern oder der Falten am Auge verwenden. Gleiches gilt auch für die Straffung des Halses, des Dekolletees oder der Oberarme, da auch hier die Fäden eine schonende Alternative zu anderen Liftingmethoden darstellen.

Die wichtigsten Voraussetzungen für ein Fadenlifting

Obwohl für den Eingriff kein Skalpell erforderlich ist, sind sterile Bedingungen dennoch das A und O für jedes Fadenlifting. Dieses sollte daher nur von einem Facharzt durchgeführt werden. Kosmetikstudios oder vergleichbare Geschäfte verfügen zwar über gute hygienische Bedingungen, dennoch fehlt den Mitarbeitern dort das medizinische Wissen, um die Fäden zu 100 % korrekt unter die Haut zu setzen. Passieren hierbei Fehler, können die zwei Gesichtshälften die Symmetrie verlieren, was im Alltag natürlich zu starrenden Blicken anderer Menschen führen kann. Geschieht dies bei einem Arzt, verfügt dieser über das Fachwissen, die Fäden nochmals zu verändern, bevor die Ergebnisse nicht mehr veränderbar sind. Weiterhin findet bei einem Arzt zuvor ein ausführliches Vorgespräch statt. In diesem werden die Gesichtszüge betrachtet und Faktoren angesprochen, die gegen ein Fadenlifting sprechen können.
Hierzu gehören zum Beispiel schlaffe Hautlappen nach einer größeren Gewichtsabnahme oder auch eine tiefe Narbenbildung, die ein unsymmetrisches Ergebnis begünstigen würde.
Während des Gesprächs rückt die Ausgangslage in den Fokus. Je stärker ausgeprägt die erschlaffte Haut oder die Faltenbildung ist, umso mehr Abstriche müssen gegebenenfalls bei den Ergebnissen in Kauf genommen werden. Im Allgemeinen gilt daher, dass die Haut im Alter zwischen 30 und 60 Jahren am meisten von einem Fadenlifting profitiert.

Informationen rund um den Ablauf des Beautyeingriffs

Nach dem Beratungsgespräch wird dem Patienten in der Regel Zeit gelassen, darüber nachzudenken und einen weiteren Termin für das Lifting selbst zu vereinbaren. Da nur eine lokale Betäubung erfolgt, ist es nicht erforderlich bis zu 12 Stunden vorher auf Nahrung und Getränke zu verzichten. Wirkt die Betäubung, setzt der Arzt die Fäden in die zuvor besprochenen Partien ein. Dieser Prozess dauert dank der geübten Handgriffe von Ärzten und Assistenten meist nur wenige Minuten. Im Anschluss werden die Gesichtshälften während des Straffziehens genau miteinander verglichen.
Der Patient kann meist über einen Spiegel die Fortschritte selbst nachverfolgen oder wird bei geschlossenen Augen vom Arzt über den jeweiligen Behandlungsschritt informiert. Bei der Wahl der Fäden stehen dem Patienten aktuell Polymilchsäure oder mit Gold überzogene Polydiaxononfäden zur Verfügung. Diese hellen die Haut zusätzlich auf, was bei dunklerer Haut unter den Augen gleich zwei Beautyprobleme löst. Nach dem Eingriff ist der Patient direkt in der Lage die Praxis zu verlassen und den Tagesablauf mit so gut wie keinen Einschränkungen fortzusetzen.

Mögliche mit dem Eingriff verbundene Nachteile oder Nebenwirkungen

Die Risiken und Nebenwirkungen in Verbindung mit einem Fadenlifting fallen sehr gering aus. Am häufigsten treten leichte Schwellungen oder auch Blutergüsse im Bereich der gesetzten Fäden auf. Wer den Beautyeingriff für ein bestimmtes Ereignis wie etwa eine Hochzeit plant, sollte den Termin besser bis zu sechs Wochen im Voraus vereinbaren. Weitere Nebenwirkungen sind nicht dem Eingriff direkt, sondern der Narkose oder dem Material der Fäden zu verdanken.
Wer bereits im Vorfeld empfindlich auf Betäubungen reagiert hat, sollte dies dem behandelnden Arzt mitteilen, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.
Das Material der Fäden hält eine Auswahl bereit, die es erleichtert auf Unverträglichkeiten und Allergien flexibel reagieren zu können. Eine weitere Nebenwirkung kann auftreten, wenn die Fäden unterhalb der Haut sichtbar sind. In Verbindung mit einer dünnen oberen Hautschicht können die Fäden durchscheinen und müssen daher gegebenenfalls mit Make-up abgedeckt werden. Erfahrene Schönheitschirurgen erkennen das Risiko bei der Voruntersuchung und weisen die Patienten noch vor dem Eingriff darauf hin.

Die Kosten und wichtige Empfehlungen für die Heilungsphase

Die Heilungsphase verläuft für ein Fadenlifting relativ unkompliziert. Da sich die Fäden in den ersten Tagen noch in die Haut einarbeiten, ist es wichtig die Mimik einzuschränken. Das erlaubt es der Haut, sich langsam an den Fremdkörper zu gewöhnen und somit nicht mit Entzündungen zu reagieren. Weiterhin sollten in den ersten Wochen auf Sonnenbäder sowie einen Besuch im Solarium oder der Sauna vermieden werden. Auch auf Leistungssport oder vergleichbar anstrengende körperliche Tätigkeiten sollte in den ersten Tagen verzichtet werden, um der Haut die Regenerationsphase deutlich zu erleichtern. Die Kosten für ein Fadenlifting beginnen meist bei 500 €. Hierfür erhältlich ist meist jedoch nur die Straffung eines Teilbereiches des Gesichts wie etwa der Falten um den Mund oder der Nasolabialfalten. Wer das gesamte Gesicht straffen möchte, sollte mit einem Betrag zwischen 1500 und 2000 € rechnen. Die hohen Unterschiede ergeben sich durch die Materialauswahl, da die mit Gold ummantelten Fäden einen höheren Preis erfordern.

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